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Berufsfeld Landwirtschaft, Natur & Tiere · Duale Ausbildung

Gärtner/in

Du ziehst, pflegst, erntest oder gestaltest mit Pflanzen. Je nach Fachrichtung arbeitest du im Garten- und Landschaftsbau, in Baumschule, Gemüse-, Obst-, Stauden-, Zierpflanzen- oder Friedhofsgärtnerei.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.118 € im 1. Jahr
  • Häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.118 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Garten- und Landschaftsbaubetrieben, Baumschulen, Produktionsgärtnereien, Obst- oder Gemüsebetrieben, Friedhofsgärtnereien oder kommunalen Grünflächenbetrieben.

  • Pflanzen und Standorte beurteilen
  • Böden vorbereiten und Kulturen anlegen
  • Pflanzen säen, vermehren, pflanzen und pflegen
  • Bewässerung, Düngung und Pflanzenschutz steuern
  • je nach Fachrichtung Anlagen bauen oder Produkte ernten
  • Pflanzen, Leistungen und Materialien präsentieren oder verkaufen

Ein Tag als Gärtner/in

So läuft dein Tag

Du prüfst Wetter, Arbeitsplan und Pflanzenzustand. Je nach Fachrichtung bereitest du Flächen vor, topfst Jungpflanzen, schneidest Gehölze oder baust Wege und Pflanzflächen. Du kontrollierst Wasser, Nährstoffe und mögliche Krankheiten und reagierst rechtzeitig. Bei Ernte oder Verkauf sortierst und präsentierst du die Produkte. Werkzeuge, Maschinen und Kulturmaßnahmen werden dokumentiert und gepflegt.

Fahrzeug beladen: Pflanzen, Substrat, Werkzeug, Maschinen.

Was fehlt, fehlt auf der Baustelle.

6:30 Uhr

Baustelle.

Fläche abstecken, Boden vorbereiten, Höhen prüfen.

7:30 Uhr

Pflasterarbeiten oder Pflanzung, je nach Auftrag.

10:00 Uhr

Bewässerung setzen und Substrat einbringen.

12:30 Uhr

Kundengespräch: Was gepflanzt wurde, wie es gepflegt werden muss.

14:30 Uhr

Aufräumen, Maschinen reinigen, Restmaterial verladen.

16:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Draußen bei jedem Wetter, das ganze Jahr über.
  • Körperlich fordernd, und der Rücken merkt es nach Jahren.
  • Im Frühjahr ist Hochsaison mit langen Tagen, im Winter wird es in manchen Sparten knapp.
  • Zwischen den sieben Fachrichtungen liegen Welten. Wer die falsche wählt, arbeitet anders als gedacht.

Besser als sein Ruf

  • Der Garten- und Landschaftsbau hat einen Tarifvertrag und volle Auftragsbücher.
  • Du siehst am Ende einen Garten, eine Fläche, eine Anlage, die vorher nicht da war.
  • Klimaanpassung in Städten macht den Beruf gerade wichtiger, nicht unwichtiger.
  • Der Meisterbrief führt zu einem eigenen Betrieb in einem Markt mit Wartezeiten.

Passt zu dir, wenn …

  • du mit Pflanzen und natürlichen Kreisläufen arbeiten möchtest
  • du körperliche Arbeit und wechselndes Wetter akzeptierst
  • du je nach Fachrichtung gestalten, produzieren oder verkaufen möchtest
  • du Beobachtung und sorgfältige Pflege über längere Zeit magst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1118 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1223 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1334 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Die Werte sind bundesweite tarifliche Durchschnittswerte. Region, Branche und Tarifbindung können zu Abweichungen führen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in der Landwirtschaft
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Biologie, Werken/Technik, Mathematik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Pflanzenarten und Standortansprüche unterscheiden
  • Böden und Substrate bearbeiten
  • Pflanzen vermehren, kultivieren und pflegen
  • Bewässerung, Düngung und Pflanzenschutz anwenden
  • Maschinen und Geräte sicher einsetzen
  • Kunden beraten und Produkte oder Leistungen vermarkten
  • eine der sieben Fachrichtungen vertiefen

Fachrichtungen

Die sieben Fachrichtungen unterscheiden sich deutlich bei Arbeitsplatz, Produkten und Tätigkeiten. Der Ausbildungsbetrieb legt die Fachrichtung fest.

– Baumschule

– Friedhofsgärtnerei

– Garten- und Landschaftsbau

– Gemüsebau

– Obstbau

– Staudengärtnerei

– Zierpflanzenbau

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Meister/in im GärtnerhandwerkDie Aufstiegsfortbildung, je Fachrichtung eigen. Mit dem Meisterbrief führst du einen Betrieb, bildest aus und kalkulierst Aufträge.
  • Spezialisierung in der eigenen FachrichtungGarten- und Landschaftsbau, Zierpflanzen, Baumschule, Gemüsebau, Stauden, Friedhof, Obstbau: sieben Fachrichtungen mit sehr verschiedenen Arbeitsplätzen.
  • Techniker/in für Gartenbau oder StudiumFachschule oder Hochschule führen in Planung, Beratung, Produktionsleitung und Handel.
  • Eigener Betrieb im Garten- und LandschaftsbauDie Auftragslage ist seit Jahren gut, der Kapitalbedarf überschaubar. Mit dem Meisterbrief ein realistischer Weg.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.600–3.100 € brutto im Monat
  • Mit Meisterbrief oder Bauleitung ca. 3.400–4.400 € brutto im Monat

Der Garten- und Landschaftsbau hat einen bundesweiten Tarifvertrag und zahlt deutlich besser als die Produktionsgartenbau-Sparten. Frag im Bewerbungsgespräch nach Fachrichtung und Tarifbindung.

Wusstest du?

Der Beruf kennt sieben Fachrichtungen, und sie unterscheiden sich stärker als manche eigenständigen Berufe: Wer im Landschaftsbau pflastert, hat mit der Staudengärtnerei fachlich wenig gemeinsam.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Gärtner/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Fachrichtung und Bundesland bei rund 1.120 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg im Garten- und Landschaftsbau höher als in der Zierpflanzenproduktion.

Welche Fachrichtungen gibt es bei Gärtner/in?

Sieben: Garten- und Landschaftsbau, Zierpflanzenbau, Baumschule, Gemüsebau, Staudengärtnerei, Friedhofsgärtnerei und Obstbau. Der Betrieb legt die Richtung mit dem Ausbildungsvertrag fest, und die Arbeitsplätze unterscheiden sich stark.

Arbeite ich das ganze Jahr draußen?

Im Landschaftsbau ja, bei jedem Wetter. Im Zierpflanzenbau und in der Staudengärtnerei arbeitest du viel im Gewächshaus, dort ist es warm und feucht.

Ist der Beruf körperlich hart?

Ja. Heben, Tragen, Knien, Pflanzen setzen. Maschinen nehmen einiges ab, aber nicht alles.

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