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Berufsfeld Landwirtschaft, Natur & Tiere · Duale Ausbildung

Florist/in

Du gestaltest Sträuße, Gestecke, Raum- und Veranstaltungsschmuck und berätst zu Blumen und Pflanzen. Du bestellst Waren, pflegst sie, kalkulierst Preise und verbindest Handwerk, Gestaltung und Verkauf.
  • 3 Jahre
  • ab 724 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 724 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Blumenfachgeschäften, Gartencentern, Gärtnereien, Dekorations- und Veranstaltungsbetrieben, Bestattungsunternehmen oder im Großhandel. Arbeitsorte sind Werkstatt, Verkauf, Kühlung und Veranstaltungsort.

  • Blumen und Pflanzen annehmen, pflegen und auf Qualität prüfen
  • Sträuße, Gestecke und Pflanzungen gestalten
  • Trauer-, Hochzeits- und Veranstaltungsschmuck planen
  • Kunden beraten und Aufträge aufnehmen
  • Preise kalkulieren, kassieren und Waren bestellen
  • Verkaufsflächen, Schaufenster und digitale Angebote gestalten

Ein Tag als Florist/in

So läuft dein Tag

Du kontrollierst Schnittblumen und Pflanzen, versorgst sie und bereitest den Verkaufsraum vor. Für einen Auftrag klärst du Anlass, Farben, Budget und Termin und wählst geeignete Werkstoffe aus. Danach bindest, steckst oder pflanzt du und prüfst Halt und Wirkung. Zwischendurch berätst du Laufkundschaft, kassierst und kümmerst dich um Bestellungen. Größere Dekorationen werden vorbereitet, transportiert und vor Ort aufgebaut.

Ware annehmen.

Blumen kommen früh, und was jetzt nicht ins Wasser kommt, hält nicht.

6:30 Uhr

Anschneiden, säubern, einstellen.

Haltbarkeit entscheidet sich in dieser Stunde.

7:30 Uhr

Laden öffnet.

Sträuße binden, beraten, Bestellungen aufnehmen.

9:00 Uhr

Trauerbindung für einen Termin am Nachmittag.

Namen, Schleifentext und Zeit müssen stimmen.

11:00 Uhr

Werkstattarbeit: Gestecke, Pflanzschalen, Dekoration für einen Firmenkunden.

14:00 Uhr

Ware versorgen, Kühlraum bestücken, Laden herrichten.

18:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Die Bezahlung ist niedrig, gerade am Anfang.
  • Nasse, kalte Hände und schwere Eimer, jeden Tag.
  • Vor den großen Anlässen sind es sehr lange Tage, und Urlaub liegt nie dort.
  • Ware verdirbt. Was heute nicht verkauft wird, ist übermorgen Abfall, und das trägt der Betrieb.

Besser als sein Ruf

  • Du machst jeden Tag etwas fertig und siehst, wie jemand sich darüber freut.
  • Der Beruf ist handwerklich anspruchsvoll: Technik, Proportion, Botanik, Haltbarkeit.
  • Eventfloristik ist ein Markt mit ordentlichen Preisen und wachsender Nachfrage.
  • Der Weg in die Selbstständigkeit ist kurz und braucht wenig Startkapital.

Passt zu dir, wenn …

  • du Pflanzen, Farben und handwerkliche Gestaltung magst
  • du gerne mit Menschen über persönliche Anlässe sprichst
  • du früh, samstags und zu saisonalen Spitzen arbeiten kannst
  • du Preise, Warenpflege und Verkauf ebenso ernst nimmst wie Kreativität

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr mind. 724 €
  • 2. Ausbildungsjahr mind. 854 €
  • 3. Ausbildungsjahr mind. 977 €

Gesetzliche Mindestausbildungsvergütung 2026, brutto pro Monat

Tarifverträge und betriebliche Regelungen können deutlich höhere Beträge vorsehen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in Industrie und Handel
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Kunst/Gestaltung, Biologie, Deutsch.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Blumen, Pflanzen und weitere Werkstoffe beurteilen und pflegen
  • florale Werkstücke planen und gestalten
  • Farben, Formen, Proportionen und Techniken anwenden
  • Hochzeit, Trauer, Raum und Veranstaltung gestalten
  • Kunden beraten und Aufträge dokumentieren
  • Preise kalkulieren, Waren beschaffen und verkaufen
  • digitale Kommunikation, Nachhaltigkeit und Geschäftsprozesse nutzen

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Betrieb und Kundschaft prägen Verkauf, Hochzeiten, Trauer, Events, Pflanzen oder Dekoration.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Meister/in im FloristenhandwerkDie Aufstiegsfortbildung des Berufs. Mit dem Meisterbrief führst du einen Laden, bildest aus und kalkulierst.
  • Hochzeits- und EventfloristikEin eigener Markt mit besseren Preisen als das Tagesgeschäft. Wer verlässlich liefert, bekommt Empfehlungen und plant Monate im Voraus.
  • TrauerfloristikSie trägt einen großen Teil des Umsatzes vieler Betriebe und verlangt Fingerspitzengefühl im Beratungsgespräch.
  • Eigener Laden oder Werkstatt ohne LadenlokalDer Kapitalbedarf ist überschaubar, und viele arbeiten heute ohne Ladengeschäft für Events und Firmen.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.100–2.500 € brutto im Monat
  • Mit Meisterbrief oder in der Eventfloristik ca. 2.700–3.600 € brutto im Monat

Die Floristik zahlt im Vergleich zu anderen Handwerksberufen niedrig, und das gehört zur ehrlichen Auskunft dazu. Der Mindestlohn zieht die untere Grenze, Eventgeschäft und Selbstständigkeit heben sie. Frag im Bewerbungsgespräch nach Vergütung und Samstagsregelung.

Wusstest du?

Ob ein Strauß eine Woche hält oder drei Tage, entscheidet sich meist am Morgen der Anlieferung: Anschnitt, sauberes Wasser und die richtige Temperatur wirken stärker als jedes Frischemittel.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Florist/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Bundesland und Betrieb meist zwischen rund 720 und 1.000 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Einstieg niedrig; mit Meisterbrief, Eventfloristik oder eigenem Betrieb steigt er.

Braucht man als Florist/in künstlerisches Talent?

Gestaltungsgefühl hilft, Handwerk ist wichtiger: Bindetechnik, Proportion, Farbe und Haltbarkeit lernst du in der Ausbildung.

Ist der Beruf körperlich anstrengend?

Ja. Stehen, Eimer schleppen, Wasser, Kälte im Kühlraum und im Winter kalte Hände. Das wird oft unterschätzt.

Muss ich am Wochenende arbeiten?

Samstags fast immer, und vor Muttertag, Valentinstag und Allerheiligen sind es lange Tage.

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