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Berufsfeld Landwirtschaft, Natur & Tiere · Duale Ausbildung

Forstwirt/in

Du pflegst und bewirtschaftest Wälder, pflanzt junge Bäume, schützt Bestände und erntest Holz. Dabei arbeitest du fast immer draußen, nutzt Motorsägen und Maschinen und achtest auf Natur-, Arbeits- und Klimaschutz.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.213 € im 1. Jahr
  • Häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.213 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in staatlichen, kommunalen oder privaten Forstbetrieben, bei Forstunternehmen oder Waldbesitzern. Der Hauptarbeitsplatz ist der Wald.

  • Waldbestände beurteilen und Arbeitsflächen vorbereiten
  • Bäume pflanzen, schützen und junge Bestände pflegen
  • Holz mit Motorsäge und Forsttechnik ernten
  • Stämme vermessen, sortieren und für den Abtransport bereitstellen
  • Waldwege, Erholungseinrichtungen und Schutzflächen pflegen
  • Schäden durch Sturm, Trockenheit oder Schädlinge erkennen

Ein Tag als Forstwirt/in

So läuft dein Tag

Du triffst dein Team am Betriebshof und besprecht Wetter, Fläche und Sicherheitsmaßnahmen. Im Wald markierst du Arbeitsbereiche, kontrollierst Geräte und beurteilst den Bestand. Je nach Saison pflanzt du junge Bäume, pflegst Kulturen oder fällst und entastest ausgewählte Stämme. Maschinen helfen beim Rücken und Transport, trotzdem bleibt viel körperliche Arbeit. Am Ende werden Holzmenge, Zustand und erledigte Maßnahmen dokumentiert.

Einsatzbesprechung.

Wo wird gearbeitet, wer arbeitet mit wem, wo steht die Rettungskette.

6:30 Uhr

Motorsäge prüfen: Kette, Bremse, Schutzausrüstung.

Ohne das läuft nichts.

7:30 Uhr

Durchforstung.

Jeder Baum wird beurteilt, bevor er fällt.

8:00 Uhr

Aufarbeiten und rücken.

Der Rückeschlepper braucht Platz und klare Zeichen.

11:00 Uhr

Kultur pflegen: junge Bäume freischneiden, Verbissschutz kontrollieren.

13:30 Uhr

Werkzeug warten, Kette schärfen, Einsatz dokumentieren.

15:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Die Holzernte ist eine der gefährlichsten Arbeiten im Land. Konzentration ist keine Tugend, sondern Bedingung.
  • Draußen bei jedem Wetter, oft weit weg vom nächsten Weg.
  • Körperlich hart: Motorsäge, Hänge, unebener Boden.
  • Nach Stürmen wird gearbeitet, wenn andere aufräumen, und Sturmholz ist die gefährlichste Arbeit überhaupt.

Besser als sein Ruf

  • Landesforstverwaltungen sind sichere, tarifgebundene Arbeitgeber mit Zulagen.
  • Du arbeitest an einem Bestand, der länger steht als dein Berufsleben.
  • Klimaumbau der Wälder sorgt für Arbeit auf Jahrzehnte.
  • Der Beruf ist technisch anspruchsvoller, als er aussieht: Fälltechnik, Seilkran, Vermessung, Naturschutzrecht.

Passt zu dir, wenn …

  • du bei fast jedem Wetter draußen arbeiten möchtest
  • du Naturwissen und Maschinen verbinden kannst
  • du körperlich belastbar bist und Sicherheit ernst nimmst
  • du im kleinen Team verlässlich arbeitest

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1213 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1278 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1329 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Die Werte sind bundesweite tarifliche Durchschnittswerte. Region, Branche und Tarifbindung können zu Abweichungen führen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in der Forstwirtschaft
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Biologie, Werken/Technik, Sport.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Baumarten, Waldstandorte und Ökosysteme beurteilen
  • Kulturen anlegen und junge Bestände pflegen
  • Motorsägen und Forstmaschinen sicher einsetzen
  • Holz ernten, vermessen, sortieren und lagern
  • Waldschutz und biologische Vielfalt berücksichtigen
  • Wege und Erholungseinrichtungen unterhalten
  • Unfallverhütung, Wetter- und Klimarisiken beachten

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Region und Betrieb bestimmen, ob Holzernte, Jungwaldpflege, Naturschutz oder Erholungseinrichtungen stärker vorkommen.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Meister/in für ForstwirtschaftDie Aufstiegsfortbildung des Berufs. Danach führst du eine Rotte, planst Einsätze und bildest aus.
  • Seilkrantechnik und SpezialverfahrenAm Hang wird mit Seilkran gerückt, und das können wenige. Wer es beherrscht, wird bundesweit angefragt.
  • Baumklettern und BaumpflegeEine Zusatzqualifikation mit eigenem Markt: Bäume im Siedlungsbereich prüfen, sichern und pflegen.
  • Forstverwaltung oder StudiumLandesforstverwaltungen stellen fest ein; über Techniker- oder Studienweg geht es in Revierleitung und Planung.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg im öffentlichen Dienst ca. 2.800–3.200 € brutto im Monat
  • Mit Meisterbrief oder Spezialverfahren ca. 3.400–4.300 € brutto im Monat

Landesforstverwaltungen zahlen nach Tarif, mit Erschwerniszulagen und Zusatzversorgung. Private Forstunternehmen zahlen leistungsbezogen und schwankender. Frag im Bewerbungsgespräch nach Träger und Zulagen.

Wusstest du?

Vor jeder Fällung wird die Rettungskette festgelegt: Wo genau steht die Rotte, wie lautet der Rettungspunkt, wer alarmiert. Ohne diese Absprache beginnt keine Holzernte.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Forstwirt/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung bei Landesforstverwaltungen bei rund 1.210 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung richtet sich das Gehalt im öffentlichen Dienst nach Tarif; in privaten Forstunternehmen liegt es unterschiedlich.

Was macht ein/e Forstwirt/in?

Du pflegst und erntest Wald: pflanzen, freischneiden, durchforsten, Bäume fällen und aufarbeiten, Wege und Schutzeinrichtungen instand halten, Wild- und Naturschutzaufgaben mitbetreuen.

Ist der Beruf gefährlich?

Die Holzernte gehört zu den gefährlichsten Arbeiten überhaupt. Deshalb sind Schnittschutzkleidung, Fälltechnik und regelmäßige Unterweisungen streng geregelt, und allein arbeitet niemand.

Arbeite ich bei jedem Wetter draußen?

Ja. Der Wald wartet nicht, und Sturmholz muss aufgearbeitet werden, wenn es liegt.

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