Berufsfeld Metall & Maschinenbau · Duale Ausbildung
Werkzeugmechaniker/in
- 3,5 Jahre
- ca. 1.209 € im 1. Jahr
- Häufig mittlerer Abschluss
- Praktikum möglich
3,5 Jahre
Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule
ab 1.209 €
Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif
Abschlussprüfung
Abschluss vor der zuständigen Kammer
Dein Job
Was du machst
Du arbeitest im Werkzeug-, Formen-, Maschinen-, Fahrzeug-, Kunststoff- und Metallbau sowie in Instandhaltung und Produktionsvorbereitung.
- Zeichnungen, CAD-Daten und Werkzeugfunktion prüfen
- Werkstücke sägen, fräsen, drehen und erodieren
- CNC-Maschinen programmieren und einrichten
- Bauteile härten, schleifen und feinbearbeiten
- Werkzeuge und Vorrichtungen montieren und abstimmen
- Maße, Funktion, Verschleiß und Prozessergebnis prüfen
Ein Tag als Werkzeugmechaniker/in
So läuft dein Tag
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Zeichnungen, CAD-Daten und Werkzeugfunktion prüfen; Werkstücke sägen, fräsen, drehen und erodieren; CNC-Maschinen programmieren und einrichten. Später kommen hinzu: Bauteile härten, schleifen und feinbearbeiten; Werkzeuge und Vorrichtungen montieren und abstimmen; Maße, Funktion, Verschleiß und Prozessergebnis prüfen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.
Konstruktionszeichnung einer Spritzgussform durchgehen.
Formeinsatz fräsen, Toleranzen im Hundertstelbereich.
Senkerodieren: Konturen einbringen, die kein Fräser erreicht.
Teile läppen und polieren, Oberflächengüte prüfen.
Form montieren, Auswerfer und Kühlkanäle prüfen.
Form an der Maschine einfahren, erste Teile beurteilen.
Klartext
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Höchste Genauigkeit; ein Hundertstel entscheidet über Gut und Ausschuss.
- Ein Fehler in einer Form kostet schnell fünfstellig.
- Lange Projekte: Eine Form entsteht über Wochen.
- Termindruck, weil die Serienproduktion auf das Werkzeug wartet.
Besser als sein Ruf
- Der Werkzeugbau ist technisch das Anspruchsvollste in der Metallbearbeitung.
- Sehr gute Bezahlung und hohe Wertschätzung im Betrieb.
- Deine Werkzeuge produzieren Millionen Teile.
- Deutsche Werkzeugbaubetriebe sind international führend.
Passt zu dir, wenn …
- du Metall, CNC und komplexe Werkzeuge spannend findest
- du im Mikrometerbereich sehr genau arbeitest
- du räumliche Baugruppen und Funktionen verstehst
- du Fehler geduldig bis zur Ursache verfolgst
Gehalt und Ausbildung
Was du verdienst
Vergütung pro Monat
- 1. Ausbildungsjahr 1.209 €
- 2. Ausbildungsjahr 1.269 €
- 3. Ausbildungsjahr 1.357 €
- 4. Ausbildungsjahr 1.432 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Metallbranche, Tarifgebiet und Ausbildungsbetrieb können abweichen.
Ausbildung im Überblick
- Art Duale Ausbildung in der Metallindustrie
- Dauer 3,5 Jahre
- Lernorte Unternehmen und Berufsschule
- Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
- Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss
Gut zu wissen
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Physik, Informatik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
Was du lernst
- technische Zeichnungen und CAD-Daten anwenden
- Metalle manuell und maschinell bearbeiten
- CNC- und Erodierverfahren programmieren
- Wärmebehandlung und Oberflächen berücksichtigen
- Werkzeuge, Formen und Vorrichtungen montieren
- Werkzeuge erproben, warten und instand setzen
- ein betriebliches Einsatzgebiet vertiefen
Einsatzgebiete
Werkzeugmechaniker/in ist ein Monoberuf. Betriebliche Einsatzgebiete strukturieren die praktische Ausbildung, ohne getrennte Fachrichtungsabschlüsse zu bilden.
– Formentechnik
– Instrumententechnik
– Stanztechnik
– Vorrichtungstechnik
Zukunft
Das kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
Viele Wege nach oben
- FormenbauSpritzgusswerkzeuge zu bauen ist Präzisionsarbeit auf höchstem Niveau.
- CNC- und ErodiertechnikDraht- und Senkerodieren sind Spezialverfahren mit eigener Fachkunde.
- Industriemeister MetallDie Aufstiegsfortbildung führt in Werkstatt- und Fertigungsleitung.
- Techniker für MaschinentechnikÜber die Fachschule geht es in Konstruktion und Werkzeugauslegung.
Nach der Ausbildung
- Einstieg ca. 3.000–3.600 € brutto im Monat
- Im Formenbau oder als Einrichter ca. 3.800–5.200 € brutto im Monat
Der Werkzeugbau gilt als Königsklasse der Zerspanung und wird entsprechend bezahlt. Tarifgebundene Betriebe zahlen zusätzlich Sonderzahlungen.
Wusstest du?
Eine Spritzgussform wird größer gebaut als das fertige Teil: Kunststoff schwindet beim Abkühlen, je nach Material um mehrere Prozent. Der Schwindungsfaktor wird für jede Kunststoffsorte eingerechnet, bevor der erste Span fällt.
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HEINZ-GLAS GmbH & Co. KGaA
96355 Tettau
Ausbildungsplatz verfügbar Praktikum möglich
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Häufige Fragen
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Werkzeugmechaniker/in?
Du baust Werkzeuge, mit denen andere Teile hergestellt werden: Stanzwerkzeuge, Spritzgussformen und Vorrichtungen fertigen, montieren, einfahren, prüfen und instand setzen.
Wie viel verdient man als Werkzeugmechaniker/in?
In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.209 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt und liegt über vielen gewerblichen Berufen.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Dreieinhalb Jahre.
Welche Fachrichtungen gibt es?
Formentechnik, Stanztechnik, Instrumententechnik und Vorrichtungstechnik.
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