Zum Inhalt springen

Berufsfeld Metall & Maschinenbau · Duale Ausbildung

Präzisionswerkzeugmechaniker/in

Du stellst und schärfst hochpräzise Zerspan- und Schneidwerkzeuge. Geometrie, Werkstoff, Wärmebehandlung, Schleifprozess und Messwerte bestimmen, ob ein Werkzeug sauber und sicher arbeitet.
  • 3,5 Jahre
  • ca. 1.050–1.270 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss
Dauer 3,5 Jahre

3,5 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.050 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Gesellenprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Präzisionswerkzeugschleifereien, Werkzeugherstellern, Maschinenbau, Sägewerken und Instandhaltungsbetrieben.

  • Werkzeugzeichnungen und Verschleißbilder prüfen
  • Werkzeugrohlinge vorbereiten und bearbeiten
  • CNC-Schleifmaschinen einrichten und programmieren
  • Schneiden, Flächen und Profile präzise schleifen
  • Werkzeuge beschichten, montieren und nachschärfen
  • Geometrie, Härte, Rundlauf und Oberfläche messen

Ein Tag als Präzisionswerkzeugmechaniker/in

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Werkzeugzeichnungen und Verschleißbilder prüfen; Werkzeugrohlinge vorbereiten und bearbeiten; CNC-Schleifmaschinen einrichten und programmieren. Später kommen hinzu: Schneiden, Flächen und Profile präzise schleifen; Werkzeuge beschichten, montieren und nachschärfen; Geometrie, Härte, Rundlauf und Oberfläche messen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Auftrag prüfen: Geometrie, Werkstoff, Beschichtung.

6:00 Uhr

Schleifmaschine rüsten und Programm laden.

6:30 Uhr

Schneiden schleifen, Winkel im Zehntelgradbereich einhalten.

8:30 Uhr

Werkzeug am Messgerät prüfen, Korrekturen eingeben.

11:00 Uhr

Beschichtungsanlage bestücken und Charge starten.

13:30 Uhr

Standzeitversuch auswerten und Geometrie anpassen.

15:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Höchste Genauigkeit über die ganze Schicht.
  • Schleifstaub, Kühlmittel und Lärm gehören dazu.
  • Schichtbetrieb ist in Werkzeugfertigungen üblich.
  • Ein falscher Winkel macht ein Werkzeug unbrauchbar.

Besser als sein Ruf

  • Ohne gute Werkzeuge steht jede Zerspanung. Der Beruf ist unverzichtbar.
  • Gute Bezahlung mit Zulagen in tarifgebundener Industrie.
  • Hochtechnisierte Arbeitsplätze mit modernster Messtechnik.
  • Wenig bekannt und deshalb mit sehr guten Übernahmechancen.

Passt zu dir, wenn …

  • du sehr genaue Metallarbeit und CNC-Technik magst
  • du kleinste Winkel und Schneiden kontrollierst
  • du Verschleiß systematisch analysierst
  • du konzentriert an Einzelwerkzeugen und Serien arbeitest

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1.050–1.270 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.100–1.330 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.180–1.410 €
  • 4. Ausbildungsjahr 1.240–1.480 €

Branchenorientierung Präzisionswerkzeug- und Metallbereich 2026, brutto pro Monat

Handwerks- und Industriebetriebe sowie Tarifgebiete unterscheiden sich deutlich.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung im Präzisionswerkzeugmechaniker-Handwerk
  • Dauer 3,5 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Gesellenprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Physik, Informatik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Werkzeuggeometrien und Schneidstoffe verstehen
  • konventionell und CNC-gesteuert schleifen
  • Mess- und Prüftechnik anwenden
  • Werkzeuge härten, beschichten und montieren
  • Programme und Maschinenparameter optimieren
  • Verschleiß und Fehler analysieren
  • eine Fachrichtung und Zusatzqualifikationen vertiefen

Fachrichtungen

Zerspanwerkzeuge konzentrieren sich auf Fräser, Bohrer und Drehwerkzeuge, Schneidwerkzeuge auf Messer, Sägen und verwandte Werkzeuge. Zusatzqualifikationen können die Ausbildung ergänzen.

– Zerspanwerkzeuge

– Schneidwerkzeuge

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Fachrichtung ZerspanwerkzeugeBohrer, Fräser und Wendeschneidplatten fertigen und schärfen.
  • Fachrichtung SchneidwerkzeugeIndustriemesser und Klingen für Verpackung, Papier und Lebensmittel.
  • BeschichtungstechnikHartstoffschichten verlängern Standzeiten erheblich. Ein technisches Spezialgebiet.
  • Industriemeister MetallDie Aufstiegsfortbildung führt in Fertigungs- und Schichtleitung.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.900–3.400 € brutto im Monat
  • Mit Schicht oder Spezialisierung ca. 3.600–4.700 € brutto im Monat

Werkzeughersteller sind meist tarifgebunden und zahlen Schichtzulagen.

Wusstest du?

Ein beschichteter Fräser hält ein Vielfaches länger als ein blanker: Die wenige Mikrometer dünne Hartstoffschicht senkt Reibung und Temperatur an der Schneide. Nachgeschliffen wird deshalb immer inklusive neuer Beschichtung, sonst wäre das Werkzeug nach dem Schärfen schlechter als vorher.

In deiner Nähe

Unternehmen mit diesem Beruf

Ihr Unternehmen bildet Präzisionswerkzeugmechaniker/in aus?

Zeigen Sie sich hier den passenden Bewerbern aus Ihrer Region, kostenlos.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Präzisionswerkzeugmechaniker/in?

Du fertigst und schärfst Werkzeuge: Rohlinge zerspanen, Schneidgeometrien schleifen, Werkzeuge messen und beschichten, Standzeiten prüfen, Maschinen einrichten und programmieren.

Wie viel verdient man als Präzisionswerkzeugmechaniker/in?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.050 bis 1.270 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt und liegt über dem Durchschnitt gewerblicher Berufe.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Dreieinhalb Jahre.

Was ist der Unterschied zum Werkzeugmechaniker?

Der Werkzeugmechaniker baut Formen und Stanzwerkzeuge. Der Präzisionswerkzeugmechaniker fertigt Zerspanungs- und Schneidwerkzeuge. Also die Werkzeuge, die zerspanen.

Finde es heraus

Passt Präzisionswerkzeugmechaniker/in zu dir?

30 Fragen, rund 5 Minuten. Du siehst, wie gut der Beruf zu dir passt, und welche noch.