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Berufsfeld Metall & Maschinenbau · Duale Ausbildung

Zerspanungsmechaniker/in

Du fertigst Metall- und Kunststoffbauteile durch Drehen, Fräsen, Bohren oder Schleifen. CAD-Daten, CNC-Programme, Werkzeuge, Kühlung und Messwerte müssen für jedes Werkstück stimmen.
  • 3,5 Jahre
  • ca. 1.224 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss
Dauer 3,5 Jahre
Arbeitssituation im Beruf Zerspanungsmechaniker/in

3,5 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.224 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Maschinen-, Fahrzeug-, Werkzeug-, Luftfahrt-, Medizin- und Metallbauunternehmen sowie spezialisierten Zerspanungsbetrieben.

  • Zeichnung, Werkstoff und Fertigungsauftrag prüfen
  • Werkzeuge, Spannmittel und Maschine vorbereiten
  • CNC-Programme erstellen, testen und optimieren
  • Werkstücke drehen, fräsen, bohren oder schleifen
  • Werkzeugverschleiß und Prozessdaten überwachen
  • Maße, Form, Oberfläche und Dokumentation kontrollieren

Ein Tag als Zerspanungsmechaniker/in

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Zeichnung, Werkstoff und Fertigungsauftrag prüfen; Werkzeuge, Spannmittel und Maschine vorbereiten; CNC-Programme erstellen, testen und optimieren. Später kommen hinzu: Werkstücke drehen, fräsen, bohren oder schleifen; Werkzeugverschleiß und Prozessdaten überwachen; Maße, Form, Oberfläche und Dokumentation kontrollieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Schichtübergabe, laufende Aufträge und Werkzeugstandzeiten prüfen.

6:00 Uhr

Maschine rüsten: Werkzeuge einwechseln, Nullpunkt setzen.

6:30 Uhr

Erstes Teil fertigen und messen, Korrekturen eingeben.

8:00 Uhr

Serie läuft, Stichproben messen und dokumentieren.

10:00 Uhr

Programm optimieren: Vorschub und Drehzahl anpassen.

13:00 Uhr

Späne räumen, Kühlmittel prüfen, Übergabe schreiben.

15:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Schichtbetrieb, häufig auch nachts.
  • Lärm, Späne und Kühlschmierstoff gehören zum Arbeitsplatz.
  • Genauigkeit im Hundertstelbereich verlangt Konzentration über Stunden.
  • Ein Programmfehler kann eine Maschine und teure Werkzeuge zerstören.

Besser als sein Ruf

  • Sehr gefragt: Zerspaner werden in praktisch jeder Region gesucht.
  • Gute Bezahlung mit Zulagen in tarifgebundener Industrie.
  • Die Arbeit ist technisch anspruchsvoll und wird durch CNC nicht weniger.
  • Klare Aufstiegswege in Programmierung, Meister und Technik.

Passt zu dir, wenn …

  • du CNC, Mathematik und Metalltechnik verbinden möchtest
  • du im Mikrometerbereich sehr genau arbeitest
  • du Maschinenprogramme und Werkzeugverhalten analysierst
  • du auch bei Serienfertigung konzentriert bleibst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1.224 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.284 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.371 €
  • 4. Ausbildungsjahr 1.447 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Industriezweig und Tarifgebiet können abweichen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in der Metallindustrie
  • Dauer 3,5 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Mathematik, Werken/Technik, Informatik, Physik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • technische Zeichnungen und Toleranzen anwenden
  • Werkstoffe und Zerspanbarkeit beurteilen
  • CNC-Maschinen rüsten und programmieren
  • Dreh-, Fräs-, Bohr- und Schleifprozesse durchführen
  • Werkzeuge und Schnittwerte auswählen
  • Mess- und Prüfmittel sicher einsetzen
  • ein betriebliches Einsatzgebiet vertiefen

Einsatzgebiete

Zerspanungsmechaniker/in ist ein Monoberuf. Betriebliche Einsatzgebiete vertiefen bestimmte Maschinensysteme, ohne getrennte Fachrichtungsabschlüsse zu bilden.

– Drehautomatensysteme

– Drehmaschinensysteme

– Fräsmaschinensysteme

– Schleifmaschinensysteme

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • CNC-ProgrammierungProgramme selbst zu schreiben und zu optimieren ist die nächste Stufe und wird gut bezahlt.
  • Industriemeister MetallDie Aufstiegsfortbildung führt in Schicht- und Fertigungsleitung.
  • Techniker für MaschinentechnikÜber die Fachschule geht es in Arbeitsvorbereitung und Fertigungsplanung.
  • Einrichter und InstandhalterWer Maschinen rüstet und in Ordnung hält, ist in jeder Fertigung unverzichtbar.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 3.000–3.600 € brutto im Monat
  • Als CNC-Programmierer oder Einrichter ca. 3.800–5.000 € brutto im Monat

Schichtzulagen kommen hinzu, und die sind in der Zerspanung ein spürbarer Teil. Tarifgebundene Betriebe zahlen zusätzlich Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Wusstest du?

Werkzeuge werden nicht gewechselt, wenn sie stumpf sind, sondern nach berechneter Standzeit. Die Maschine zählt mit, denn ein Werkzeug, das während der Bearbeitung versagt, ruiniert das Werkstück und oft auch die Aufnahme.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Zerspanungsmechaniker/in?

Du fertigst Präzisionsteile aus Metall: CNC-Maschinen einrichten und programmieren, Werkzeuge auswählen, Drehen, Fräsen und Schleifen, Maße prüfen, Prozesse optimieren.

Wie viel verdient man als Zerspanungsmechaniker/in?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.224 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt und liegt in der Metall- und Elektroindustrie deutlich über dem Durchschnitt.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Dreieinhalb Jahre.

Welche Fachrichtungen gibt es?

Drehmaschinensysteme, Frässysteme, Drehautomatensysteme und Schleifmaschinensysteme.

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