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Berufsfeld Metall & Maschinenbau · Duale Ausbildung

Werkstoffprüfer/in

Du prüfst Metalle, Kunststoffe, Bauteile oder Wärmebehandlungen auf Eigenschaften und Fehler. Proben, Mikroskope, Röntgen-, Ultraschall- und mechanische Prüfverfahren liefern Daten für Sicherheit und Qualität.
  • 3,5 Jahre
  • ca. 1.179 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss, Fachabitur oder Abitur
Dauer 3,5 Jahre

3,5 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.179 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Prüflaboren, Metall-, Kunststoff-, Fahrzeug-, Luftfahrt-, Energie- und Maschinenbauunternehmen sowie unabhängigen Prüfgesellschaften.

  • Prüfauftrag, Werkstoff und Anforderungen klären
  • Proben entnehmen, trennen, schleifen und präparieren
  • Härte-, Zug-, Kerbschlag- und weitere Prüfungen durchführen
  • Bauteile mit Ultraschall, Röntgen oder Wirbelstrom untersuchen
  • Gefüge, Bruchbilder und Messdaten bewerten
  • Prüfberichte erstellen und Abweichungen weitergeben

Ein Tag als Werkstoffprüfer/in

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Prüfauftrag, Werkstoff und Anforderungen klären; Proben entnehmen, trennen, schleifen und präparieren; Härte-, Zug-, Kerbschlag- und weitere Prüfungen durchführen. Später kommen hinzu: Bauteile mit Ultraschall, Röntgen oder Wirbelstrom untersuchen; Gefüge, Bruchbilder und Messdaten bewerten; Prüfberichte erstellen und Abweichungen weitergeben. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Proben annehmen und Prüfaufträge einplanen.

7:00 Uhr

Zugversuch: Probe einspannen, Kurve aufzeichnen, Werte auswerten.

8:00 Uhr

Schliff herstellen: trennen, einbetten, schleifen, polieren, ätzen.

10:00 Uhr

Gefüge unter dem Mikroskop beurteilen und fotografieren.

12:00 Uhr

Bauteil mit Ultraschall prüfen, Anzeigen bewerten.

14:00 Uhr

Prüfbericht schreiben und freigeben.

16:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Sehr genaue Arbeit; ein falsch bewerteter Befund hat Folgen.
  • Chemikalien beim Ätzen und Strahlenschutz beim Röntgen.
  • Viel Dokumentation, weil Prüfergebnisse rechtlich zählen.
  • Wenn ein Bauteil versagt hat, arbeitest du unter Zeitdruck.

Besser als sein Ruf

  • Ein technisch-analytischer Beruf mit sehr guter Bezahlung.
  • Zertifikate der zerstörungsfreien Prüfung gelten weltweit.
  • Du findest heraus, warum etwas gebrochen ist. Echte Detektivarbeit.
  • Sehr gute Aussichten in Luftfahrt, Energie und Automobil.

Passt zu dir, wenn …

  • du Physik, Mathematik und Werkstoffe verbinden möchtest
  • du sehr genau mit Proben und Messgeräten arbeitest
  • du Fehlerursachen systematisch untersuchst
  • du auch umfangreiche Dokumentation ernst nimmst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1.179 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.243 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.331 €
  • 4. Ausbildungsjahr 1.413 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Fachrichtung, Industriezweig und Tarifgebiet können abweichen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in Industrie und Prüflaboren
  • Dauer 3,5 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss, Fachabitur oder Abitur

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss, Fachabitur oder Abitur ein. Hilfreich sind besonders Physik, Mathematik, Chemie, Informatik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Werkstoffe, Gefüge und Herstellprozesse verstehen
  • Proben fachgerecht entnehmen und vorbereiten
  • mechanisch-technologische Prüfungen durchführen
  • zerstörungsfreie Prüfverfahren anwenden
  • Mikroskope, Messgeräte und Software nutzen
  • Prüfergebnisse statistisch bewerten
  • eine Fachrichtung vertiefen

Fachrichtungen

Kunststoff- und Metalltechnik konzentrieren sich auf die jeweiligen Werkstoffe. Systemtechnik vertieft vor allem zerstörungsfreie Prüfung komplexer Bauteile. Wärmebehandlungstechnik prüft und steuert thermisch veränderte Werkstoffe.

– Kunststofftechnik

– Metalltechnik

– Systemtechnik

– Wärmebehandlungstechnik

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Zerstörungsfreie PrüfungUltraschall, Röntgen und Magnetpulver sind Verfahren mit eigenen Zertifikaten und guten Löhnen.
  • MetallografieGefüge unter dem Mikroskop zu beurteilen ist die klassische Spezialisierung.
  • Techniker für WerkstofftechnikÜber die Fachschule geht es in Schadensanalyse und Entwicklung.
  • QualitätsmanagementPrüfpläne aufstellen und Lieferanten bewerten.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 3.000–3.500 € brutto im Monat
  • Mit Prüfzertifikaten oder in der Schadensanalyse ca. 3.800–5.000 € brutto im Monat

Zertifikate in der zerstörungsfreien Prüfung sind der schnellste Weg nach oben und gelten international.

Wusstest du?

Metall verrät seine Geschichte im Gefüge: Wie es geschmiedet, gegossen oder wärmebehandelt wurde, ist unter dem Mikroskop nach dem Ätzen sichtbar. Deshalb lässt sich an einem Bruchstück oft rekonstruieren, was Jahre vorher falsch gelaufen ist.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Werkstoffprüfer/in?

Du untersuchst Werkstoffe und Bauteile: Proben entnehmen und vorbereiten, mechanische Prüfungen durchführen, Gefüge untersuchen, zerstörungsfrei prüfen, Ergebnisse auswerten und dokumentieren.

Wie viel verdient man als Werkstoffprüfer/in?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.179 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt und liegt in der Industrie über dem Durchschnitt.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Dreieinhalb Jahre.

Welche Fachrichtungen gibt es?

Metalltechnik, Kunststofftechnik, Wärmebehandlungstechnik und Systemtechnik.

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