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Berufsfeld Lebensmittel & Ernährung · Duale Ausbildung

Weintechnologe/-technologin

Du verarbeitest Trauben und Most zu Wein, Sekt und weinhaltigen Getränken. Gärung, Filtration, Kellertechnik, Laborwerte, Sensorik und Abfüllung bestimmen die Qualität.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.000–1.200 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.000 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Weinkellereien, Winzergenossenschaften, Sektkellereien, Weinbaubetrieben und Unternehmen der Getränkeherstellung.

  • Trauben, Most und weitere Rohstoffe annehmen und prüfen
  • Most gewinnen, klären und für die Gärung vorbereiten
  • Gärtanks, Temperatur und mikrobiologische Prozesse steuern
  • Wein filtrieren, stabilisieren und ausbauen
  • Abfüll-, Verschließ- und Etikettieranlagen bedienen
  • Laborwerte, Geschmack und Dokumentation kontrollieren

Ein Tag als Weintechnologe/-technologin

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Trauben, Most und weitere Rohstoffe annehmen und prüfen; Most gewinnen, klären und für die Gärung vorbereiten; Gärtanks, Temperatur und mikrobiologische Prozesse steuern. Später kommen hinzu: Wein filtrieren, stabilisieren und ausbauen; Abfüll-, Verschließ- und Etikettieranlagen bedienen; Laborwerte, Geschmack und Dokumentation kontrollieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Rundgang durch den Keller.

Du prüfst Temperaturen und den Stand der Gärung an den Tanks.

7:00 Uhr

Laborarbeit.

Du misst Zucker, Säure und Schwefel und hältst die Werte fest.

9:00 Uhr

Du bereitest einen Verschnitt vor oder filtrierst eine Charge.

11:30 Uhr

Abfüllung.

Flaschen, Verschlüsse und Etiketten laufen über die Anlage, und du überwachst sie.

13:30 Uhr

Reinigung der Anlagen und Dokumentation.

15:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Zur Lese im Herbst wird es eng. Dann arbeitest du lange und auch am Wochenende.
  • Im Keller ist es kühl und feucht, und der Boden ist oft nass.
  • Du arbeitest mit Reinigungsmitteln und mit Kohlendioxid. Sicherheitsregeln sind hier kein Formalkram.
  • Vieles ist Routine und Kontrolle. Wer nur den kreativen Teil erwartet, wird enttäuscht.

Besser als sein Ruf

  • Du arbeitest naturwissenschaftlich und im Labor, nicht nur mit den Händen.
  • Der Beruf ist deutlich technischer als sein Bild. Du fährst Anlagen und wertest Messreihen aus.
  • Was du machst, lässt sich schmecken. Deine Arbeit hat ein Ergebnis, über das gesprochen wird.
  • Über den Techniker oder ein Studium der Weinbau- und Getränketechnologie geht es weiter.

Passt zu dir, wenn …

  • du Lebensmittel, Biologie und Anlagen verbinden möchtest
  • du Geruch und Geschmack differenziert beurteilen kannst
  • du Hygiene und Messwerte sehr genau nimmst
  • du in der Lesezeit flexible Arbeitszeiten akzeptierst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr betriebliche Staffelung innerhalb 1.000–1.200 €
  • 2. Ausbildungsjahr betriebliche Staffelung innerhalb 1.000–1.200 €
  • 3. Ausbildungsjahr betriebliche Staffelung innerhalb 1.000–1.200 €

Aktuelles Ausbildungsangebot eines Weinbaubetriebs für 2026, brutto pro Monat

Das ist ein transparentes Arbeitgeberbeispiel und kein bundesweiter Durchschnitt. Weinkellereien, Genossenschaften und Tarifbindungen können anders vergüten.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in Weinkellereien und Genossenschaften
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Chemie, Biologie, Mathematik, Physik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Trauben, Most und Wein analytisch und sensorisch beurteilen
  • Maische- und Mostgewinnung durchführen
  • Gärung und biologischen Säureabbau steuern
  • Weine klären, filtrieren, stabilisieren und ausbauen
  • Sekt und weitere weinhaltige Getränke herstellen
  • Abfüll- und Verpackungsanlagen bedienen
  • Lebensmittelrecht, Hygiene und Kellerdokumentation anwenden

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Betrieb und Sortiment prägen Weinarten, Sekt, alkoholfreie Produkte, Abfüllung oder größere industrielle Kellertechnik.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Kellermeister/inDie Verantwortung für den gesamten Keller, von der Traubenannahme bis zur Abfüllung. Das ist der nächste Schritt im Betrieb.
  • Techniker/in für Weinbau und ÖnologieDie Fortbildung verbindet Kellerwirtschaft mit Betriebswirtschaft und führt in die Leitung.
  • QualitätssicherungLabor und Sensorik werden bei Genossenschaften und größeren Kellereien von eigenen Leuten betreut.
  • Studium Weinbau und OenologieMit dem Studium stehen Entwicklung, Beratung und Betriebsleitung offen.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.400–3.000 € brutto im Monat

Die Spanne hängt stark davon ab, ob du in einem kleinen Weingut, einer Genossenschaft oder einer größeren Kellerei arbeitest. Tarifbindung ist im Weinbau nicht die Regel.

Wusstest du?

Ein trockener Wein ist nicht der ohne Zucker, sondern der mit höchstens vier Gramm Restzucker je Liter, bei ausreichend Säure sind bis neun Gramm erlaubt. Was auf dem Etikett steht, ist deshalb eine gemessene Angabe und keine Geschmacksbeschreibung.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Weintechnologe/-technologin?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb meist zwischen rund 800 und 1.100 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung zahlen große Kellereien besser als kleine Weingüter.

Was unterscheidet Weintechnologe und Winzer?

Winzer arbeiten stärker im Weinberg und begleiten den ganzen Betrieb. Weintechnologen konzentrieren sich stärker auf Keller, Verarbeitung, Ausbau und Abfüllung.

Muss man als Weintechnologe/-technologin Wein trinken?

Sensorische Prüfungen sind wichtig, erfolgen aber fachlich und in kleinen Mengen. Viele Qualitätswerte werden zusätzlich im Labor gemessen.

Gibt es Fachrichtungen, Schwerpunkte oder Wahlqualifikationen?

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Betrieb und Sortiment prägen Weinarten, Sekt, alkoholfreie Produkte, Abfüllung oder größere industrielle Kellertechnik.

Wo arbeite ich nach der Ausbildung?

Du arbeitest in Weinkellereien, Winzergenossenschaften, Sektkellereien, Weinbaubetrieben und Unternehmen der Getränkeherstellung.

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