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Berufsfeld Wirtschaft & Verwaltung · Duale Ausbildung

Verwaltungsfachangestellte/r

Du bearbeitest Anträge, bereitest Entscheidungen vor und sorgst dafür, dass Verwaltung rechtmäßig und nachvollziehbar arbeitet. Gesetze, Fristen, Haushaltsmittel und verständliche Kommunikation gehören zusammen.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.286 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss oder Hochschulreife
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.286 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen, Kirchenverwaltungen sowie bei Handwerks-, Industrie- und Handelskammern.

  • Anträge, Unterlagen und Zuständigkeiten prüfen
  • Rechtsvorschriften auf konkrete Fälle anwenden
  • Bescheide, Schreiben und Aktenvermerke vorbereiten
  • Bürger, Unternehmen oder Mitglieder beraten
  • Gebühren, Haushalts- und Zahlungsvorgänge bearbeiten
  • Fristen, Daten und digitale Verwaltungsakten überwachen

Ein Tag als Verwaltungsfachangestellte/r

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Anträge, Unterlagen und Zuständigkeiten prüfen; Rechtsvorschriften auf konkrete Fälle anwenden; Bescheide, Schreiben und Aktenvermerke vorbereiten. Später kommen hinzu: Bürger, Unternehmen oder Mitglieder beraten; Gebühren, Haushalts- und Zahlungsvorgänge bearbeiten; Fristen, Daten und digitale Verwaltungsakten überwachen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Posteingang sichten, Fristen notieren.

7:30 Uhr

Bürgersprechstunde: Anträge annehmen, Unterlagen prüfen.

8:30 Uhr

Bescheid erstellen, Rechtsgrundlagen zitieren, Begründung schreiben.

10:30 Uhr

Widerspruch bearbeiten: Sachverhalt neu prüfen.

12:30 Uhr

Haushaltsmittel prüfen und Rechnungen anweisen.

14:00 Uhr

Akten pflegen, Wiedervorlagen setzen.

15:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Vorschriften lassen wenig Spielraum, auch wenn ein Fall menschlich anders aussieht.
  • Bürger sind manchmal ungehalten, und du bist der erste Ansprechpartner.
  • Viel Aktenarbeit und Schriftverkehr.
  • Veränderungen brauchen in der Verwaltung Zeit.

Besser als sein Ruf

  • Sehr sicherer Arbeitsplatz mit Tarif, Sonderzahlung und Altersvorsorge.
  • Geregelte Arbeitszeiten und in der Regel keine Wochenendarbeit.
  • Sinnvolle Arbeit: Du entscheidest über Dinge, die Menschen wirklich betreffen.
  • Klare Aufstiegswege bis in den gehobenen Dienst.

Passt zu dir, wenn …

  • du Recht und praktische Lösungen für Menschen verbinden möchtest
  • du Fristen und Dokumente sehr genau behandelst
  • du komplexe Regeln verständlich erklären kannst
  • du auch bei unterschiedlichen Interessen sachlich bleibst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1.286 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.337 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.383 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung im öffentlichen Dienst 2025, veröffentlicht 2026

Fachrichtung, Verwaltungsträger und Tarifstand können abweichen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung im öffentlichen Dienst und bei Kammern
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss oder Hochschulreife

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss oder Hochschulreife ein. Hilfreich sind besonders Wirtschaft/Recht, Deutsch, Politik/Sozialkunde, Mathematik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Verwaltungsrecht und Verfahrensabläufe anwenden
  • Fälle prüfen und rechtssichere Entscheidungen vorbereiten
  • Bürger- und Mitgliederanliegen bearbeiten
  • Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen nutzen
  • Personal- und Organisationsaufgaben kennenlernen
  • digitale Akten und Fachverfahren bedienen
  • eine Fachrichtung des Verwaltungsträgers vertiefen

Fachrichtungen

Die Fachrichtung richtet sich nach dem Ausbildungsträger. Rechtsgebiete, Aufgaben und Zielgruppen unterscheiden sich zwischen Bund, Land, Kommune, Kirche und Kammerorganisationen.

– Bundesverwaltung

– Handwerksorganisation und Industrie- und Handelskammern

– Kirchenverwaltung in den Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland

– Kommunalverwaltung

– Landesverwaltung

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • VerwaltungsfachwirtDie Aufstiegsfortbildung führt in den gehobenen Dienst und zu Sachgebietsleitungen.
  • FachbereicheOrdnungsamt, Bauamt, Sozialamt, Personal: jeder Bereich hat eigenes Recht und eigene Aufgaben.
  • VerbeamtungÜber den Aufstieg in den mittleren Dienst ist eine Verbeamtung bei vielen Trägern möglich.
  • Kommunale BetriebeStadtwerke, Sparkassen und Eigenbetriebe suchen Verwaltungskräfte mit dieser Ausbildung.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg nach TVöD ca. 2.900–3.300 € brutto im Monat
  • Als Verwaltungsfachwirt oder Sachgebietsleitung ca. 3.700–4.800 € brutto im Monat

Dazu kommen Jahressonderzahlung, betriebliche Altersvorsorge und geregelte Arbeitszeiten mit Gleitzeit.

Wusstest du?

Jeder Bescheid muss begründet werden und eine Rechtsbehelfsbelehrung tragen. Den Hinweis, wie und bis wann man widersprechen kann. Fehlt sie, verlängert sich die Widerspruchsfrist von einem Monat auf ein ganzes Jahr.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Verwaltungsfachangestellte/r?

Du wendest Recht auf Einzelfälle an: Anträge prüfen, Bescheide erstellen, Auskünfte geben, Haushaltsmittel bewirtschaften, Akten führen und Bürger beraten.

Wie viel verdient man als Verwaltungsfachangestellte/r?

In der Ausbildung liegt die Vergütung nach TVAöD bei rund 1.286 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung gilt der TVöD; der Verdienst ist damit tariflich festgelegt und planbar.

Welche Fachrichtungen gibt es?

Kommunalverwaltung, Landes- und Bundesverwaltung, Handwerksorganisation und Industrie- und Handelskammern sowie Kirchenverwaltung.

Wird man verbeamtet?

Nicht automatisch. Der übliche Weg ist die Anstellung nach TVöD, mit der Möglichkeit, später über den Aufstieg in ein Beamtenverhältnis zu wechseln.

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