Zum Inhalt springen

Berufsfeld Handel & Verkauf · Duale Ausbildung

Verkäufer/in

Du berätst Kundinnen und Kunden, präsentierst Waren und wickelst Verkäufe an der Kasse ab. Sortiment, Warenbestand, Service und Verkaufsförderung gehören in der zweijährigen Ausbildung zusammen.
  • 2 Jahre
  • ca. 1.084 € im 1. Jahr
  • Häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
Dauer 2 Jahre

2 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.084 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Supermärkten, Fachgeschäften, Warenhäusern, Baumärkten, Mode-, Elektronik- und weiteren Einzelhandelsbetrieben.

  • Waren annehmen, prüfen und einräumen
  • Verkaufsflächen ansprechend und vollständig halten
  • Kundinnen und Kunden beraten und Produkte erklären
  • Kassenvorgänge, Zahlungen und Umtausch bearbeiten
  • Bestände, Preise und Kennzeichnungen kontrollieren
  • Werbeaktionen und Verkaufsförderung umsetzen

Ein Tag als Verkäufer/in

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Waren annehmen, prüfen und einräumen; Verkaufsflächen ansprechend und vollständig halten; Kundinnen und Kunden beraten und Produkte erklären. Später kommen hinzu: Kassenvorgänge, Zahlungen und Umtausch bearbeiten; Bestände, Preise und Kennzeichnungen kontrollieren; Werbeaktionen und Verkaufsförderung umsetzen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Vor Ladenöffnung: Ware aus der Nachtlieferung einräumen und Preise prüfen.

6:30 Uhr

Laden öffnet.

Erste Kundschaft, erste Fragen nach Artikeln, die es nicht mehr gibt.

8:00 Uhr

Regalpflege und Mindesthaltbarkeit kontrollieren.

Was abläuft, wird herausgenommen.

10:00 Uhr

Kasse in der Mittagsspitze.

12:00 Uhr

Retouren und Leergut, dazwischen Beratung auf der Fläche.

15:00 Uhr

Kassenabrechnung, Fläche herrichten, Feierabend.

18:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Zwei Jahre Ausbildung heißen auch: ein Abschluss, der weniger Türen öffnet als der dreijährige.
  • Samstagsarbeit ist die Regel, und im Weihnachtsgeschäft wird es voll.
  • Du stehst fast durchgehend und hebst Ware, oft über Kopf.
  • Der Ton an der Kasse ist nicht immer freundlich, und du bleibst es trotzdem.

Besser als sein Ruf

  • Der Einstieg ist niedrigschwellig: Es gibt kaum einen anderen Beruf, der auch ohne Schulabschluss ausbildet.
  • Ausbildungsplätze gibt es in fast jedem Ort. Du musst dafür nicht umziehen.
  • Das dritte Jahr steht dir jederzeit offen, auch später noch.
  • Du merkst schnell, ob dir Kundenkontakt liegt, und das ist eine Erfahrung, die in vielen Berufen zählt.

Passt zu dir, wenn …

  • du gerne auf Menschen zugehst und Fragen beantwortest
  • du auch bei vielen Kunden freundlich bleibst
  • du Ordnung, Warenbestand und Kasse zuverlässig im Blick behältst
  • du Samstags- und teilweise Schichtarbeit akzeptieren kannst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1.084 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.195 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Handelszweig, Bundesland und Tarifbindung können von diesem Durchschnitt abweichen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung im Einzelhandel
  • Dauer 2 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Deutsch, Wirtschaft/Recht, Mathematik, Informatik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Sortimente, Waren und Zielgruppen kennenlernen
  • Beratungs- und Verkaufsgespräche führen
  • Waren annehmen, lagern und präsentieren
  • Kassensysteme und Zahlungsarten bedienen
  • Preise, Bestände und Kennzeichnungen kontrollieren
  • Reklamationen und Kundenservice bearbeiten
  • einen Vertiefungsbereich des Betriebs ausbauen

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Drittes Jahr zum EinzelhandelskaufmannDer naheliegendste Schritt. Die beiden Ausbildungsordnungen sind aufeinander abgestimmt: Du steigst direkt ins dritte Jahr ein und hast danach den kaufmännischen Abschluss.
  • Kassenverantwortung und WarenbereichAuch ohne drittes Jahr kannst du im Betrieb Verantwortung übernehmen: Kassenaufsicht, ein eigener Warenbereich, Einarbeitung neuer Kollegen.
  • Wechsel in ein FachgeschäftWer Beratung mag, ist im Fachhandel besser aufgehoben als in der Selbstbedienung. Sortimentswissen zählt dort mehr als Tempo.
  • Handelsfachwirt/inMit dem dritten Jahr und Berufserfahrung steht die Aufstiegsfortbildung offen, und damit Filialleitung und Einkauf.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.100–2.500 € brutto im Monat
  • Nach dem dritten Jahr als Einzelhandelskaufmann ca. 2.300–2.700 € brutto im Monat

Der Verdienst hängt vor allem an der Tarifbindung und am Bundesland. Wer im Tarif steht, steigt mit Berufsjahren automatisch. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und danach, ob der Betrieb das dritte Jahr anbietet.

Wusstest du?

Verkäufer/in ist eine der wenigen zweijährigen Ausbildungen, die direkt in eine dreijährige übergeht: Das dritte Jahr der Einzelhandelskaufleute baut darauf auf.

In deiner Nähe

Unternehmen mit diesem Beruf

Ihr Unternehmen bildet Verkäufer/in aus?

Zeigen Sie sich hier den passenden Bewerbern aus Ihrer Region, kostenlos.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Verkäufer/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung in tarifgebundenen Betrieben bei rund 1.085 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg im tarifgebundenen Einzelhandel häufig knapp über dem Mindestlohn und steigt mit Berufsjahren.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Verkäufer/in?

Zwei Jahre. Danach kannst du ein drittes Jahr anhängen und mit dem Abschluss Kaufmann/-frau im Einzelhandel herausgehen.

Brauche ich einen Schulabschluss?

Vorgeschrieben ist keiner. Der Einzelhandel ist einer der wenigen Bereiche, die auch ohne Abschluss ausbilden, wenn im Vorstellungsgespräch der Eindruck stimmt.

Ist das ein Beruf mit Zukunft?

Der Handel verändert sich, aber die Fläche verschwindet nicht. Wichtig ist, dass du dir das dritte Jahr offenhältst: Es öffnet die Türen, die die zweijährige Ausbildung zulässt.

Finde es heraus

Passt Verkäufer/in zu dir?

30 Fragen, rund 5 Minuten. Du siehst, wie gut der Beruf zu dir passt, und welche noch.