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Berufsfeld Handel & Verkauf · Duale Ausbildung

Drogist/in

Du berätst zu Körperpflege, Kosmetik, Ernährung, Haushalt, Gesundheit und weiteren Drogerieprodukten. Dafür brauchst du gute Warenkenntnis und musst Anwendung und Sicherheit verständlich erklären. Neben Beratung gehören Kasse, Bestellung, Warenpflege und Verkaufsaktionen dazu.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.090–1.270 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.090 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest vor allem in Drogeriemärkten und Drogerieabteilungen größerer Handelsunternehmen. Möglich sind auch Fachgeschäfte für Kosmetik, Reformwaren oder Gesundheitsprodukte. Arbeitsorte sind Verkaufsraum, Kasse, Lager und Büro.

  • Kundinnen und Kunden zu Kosmetik, Körperpflege und Gesundheitsprodukten beraten
  • über Inhaltsstoffe, Anwendung, Aufbewahrung und Sicherheit informieren
  • Waren bestellen, annehmen, kontrollieren und verkaufsfertig präsentieren
  • Kassieren, Preise pflegen und Reklamationen bearbeiten
  • Bestände und Verkaufszahlen auswerten
  • Aktionen, Schaufenster, Regale und Online-Angebote mitgestalten

Ein Tag als Drogist/in

So läuft dein Tag

Du prüfst zunächst Lieferungen und offene Aufgaben. Im Verkaufsraum berätst du vielleicht zu einer Hautpflege, einem Haushaltsprodukt oder einem Nahrungsergänzungsprodukt. Du fragst nach Bedarf und Anwendung und erklärst Produkte, ohne medizinische Diagnosen oder Heilversprechen zu geben. Zwischendurch räumst du Ware ein, kontrollierst Preise und Haltbarkeit, arbeitest an der Kasse oder bereitest eine Aktion vor. Später wertest du Bestände aus und löst eine Nachbestellung aus.

Lieferung einräumen und Aktionsfläche für die Woche aufbauen.

7:00 Uhr

Filiale öffnet.

Beratung zu Hautpflege, und die Frage dahinter ist oft eine medizinische.

9:00 Uhr

Kennzeichnung und Haltbarkeit prüfen.

Bei Kosmetik und Lebensmitteln ist das Vorschrift, nicht Kür.

11:00 Uhr

Bestellvorschlag durchgehen und Fehlmengen korrigieren.

13:00 Uhr

Kasse in der Nachmittagsspitze.

15:00 Uhr

Kassenabschluss, Regale auffüllen, Fläche herrichten.

18:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Samstagsarbeit gehört dazu, und Filialen haben lange offen.
  • Du stehst den ganzen Tag und räumst viel Ware ein.
  • Kunden fragen nach medizinischem Rat, und du musst wissen, wo deine Auskunft aufhört.
  • Die Personaldecke ist in vielen Filialen knapp.

Besser als sein Ruf

  • Die Ausbildung hat einen echten fachlichen Kern: Inhaltsstoffe, Wirkung, Recht. Das ist mehr als Verkaufen.
  • Mit dem Sachkundenachweis darfst du freiverkäufliche Arzneimittel abgeben.
  • Filialverantwortung ist nach wenigen Jahren realistisch.
  • Drogerien gibt es in fast jedem Ort, und die Ketten bilden verlässlich aus.

Passt zu dir, wenn …

  • du gerne mit Menschen arbeitest und geduldig erklärst
  • du dich für Pflege, Inhaltsstoffe, Ernährung und Haushalt interessierst
  • du Verkauf, Organisation und Warenpräsentation verbinden möchtest
  • du auch bei Kasse, Preisen und Produktinformationen genau bleibst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr ca. 1.090–1.270 €
  • 2. Ausbildungsjahr ca. 1.120–1.350 €
  • 3. Ausbildungsjahr ca. 1.200–1.490 €

Beispielwerte großer Drogerie- und Einzelhandelsunternehmen 2026, brutto pro Monat

Die Vergütung hängt von Unternehmen, Region und Tarifbindung ab. Kleine Betriebe können andere Werte zahlen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung im Einzelhandel
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Viele Handelsunternehmen stellen mit mittlerem Abschluss ein. Deutsch, Biologie, Chemie, Wirtschaft und Mathematik helfen dir bei Beratung, Inhaltsstoffen und Verkauf.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Freundliches Auftreten, Verantwortungsbewusstsein, ehrliches Interesse an Warenkunde und ein Praktikum im Verkauf sind besonders wichtig.

Was du lernst

  • Warenkunde zu Kosmetik, Körperpflege, Ernährung, Haushalt und Gesundheit aufbauen
  • Kundengespräche führen und Produkte bedarfsgerecht erklären
  • rechtliche Grenzen, Kennzeichnung und Sicherheitshinweise beachten
  • Waren bestellen, annehmen, lagern und präsentieren
  • Kasse, Warenwirtschaft und kaufmännische Abläufe bedienen
  • Marketingaktionen und Verkaufsflächen gestalten
  • Bestände, Kosten und Verkaufskennzahlen auswerten

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Je nach Arbeitgeber kannst du dich später stärker auf Kosmetik, Gesundheit, Ernährung, Fotografie, Warenwirtschaft oder Filialorganisation konzentrieren.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • FilialleitungDer übliche erste Schritt. Du verantwortest Personal, Umsatz und Warenbestand einer Filiale und bist Ansprechperson für das Team.
  • Fachberatung für ein SortimentNaturkosmetik, Nahrungsergänzung, Baby, Foto: Wer sich in einem Bereich wirklich auskennt, wird zur Ansprechperson und berät auf einem anderen Niveau.
  • Handelsfachwirt/inEine Aufstiegsfortbildung, berufsbegleitend machbar und dem Bachelor formal gleichgestellt. Danach stehen Bezirks- und Gebietsleitung offen.
  • Wechsel in Einkauf oder QualitätssicherungDrogeriewaren unterliegen strengen Vorschriften. Wer sich in Kennzeichnung und Recht einarbeitet, kann in der Zentrale arbeiten.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.300–2.700 € brutto im Monat
  • Mit Filialleitung oder Handelsfachwirt ca. 3.000–4.000 € brutto im Monat

Der Drogeriehandel ist in großen Teilen von wenigen Ketten geprägt, und deren Tarifbindung entscheidet über den Verdienst. Frag im Bewerbungsgespräch danach und danach, wie schnell Filialverantwortung möglich ist.

Wusstest du?

Zur Ausbildung gehört der Sachkundenachweis für freiverkäufliche Arzneimittel. Ohne ihn dürfte niemand in der Drogerie diese Mittel abgeben.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Drogist/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Kette und Tarifbindung meist zwischen rund 1.090 und 1.270 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung richtet sich das Gehalt in tarifgebundenen Unternehmen nach dem Gehaltstarifvertrag des Einzelhandels.

Was ist der Unterschied zwischen Drogist/in und Verkäufer/in?

Die Drogistenausbildung dauert drei Jahre und hat einen fachlichen Kern: Inhaltsstoffe, Wirkungen, Kennzeichnungsrecht, freiverkäufliche Arzneimittel. Verkäufer beraten allgemein zum Sortiment.

Darf ich als Drogist/in Medikamente verkaufen?

Nur freiverkäufliche Arzneimittel, und dafür brauchst du den Sachkundenachweis, der in der Ausbildung erworben wird. Apothekenpflichtige Mittel bleiben der Apotheke vorbehalten.

Stehe ich nur an der Kasse?

Nein. Beratung, Warenpflege, Bestellung, Aktionsaufbau und die Kontrolle von Haltbarkeit und Kennzeichnung gehören dazu.

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