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Berufsfeld Metall & Maschinenbau · Duale Ausbildung

Verfahrenstechnologe/-technologin Metall

Du erzeugst oder formst Stahl und Nichteisenmetalle in großen Industrieanlagen. Schmelze, Legierung, Guss, Walzen, Pressen, Wärmebehandlung und Qualitätsprüfung werden je nach Fachrichtung gesteuert.
  • 3,5 Jahre
  • ca. 1.115 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss
Dauer 3,5 Jahre

3,5 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.115 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Stahlwerken, Hütten, Gießereien, Walzwerken, Press- und Umformbetrieben für Eisen-, Stahl-, Aluminium-, Kupfer- und weitere Metalle.

  • Erze, Schrotte, Legierungen oder Vormaterial vorbereiten
  • Schmelz-, Gieß-, Walz- oder Pressanlagen einrichten
  • metallurgische und thermische Prozesse steuern
  • Materialfluss und Produktionsdaten überwachen
  • Proben nehmen und Werkstoffeigenschaften prüfen
  • Anlagen warten, Störungen beheben und Produkte übergeben

Ein Tag als Verfahrenstechnologe/-technologin Metall

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Erze, Schrotte, Legierungen oder Vormaterial vorbereiten; Schmelz-, Gieß-, Walz- oder Pressanlagen einrichten; metallurgische und thermische Prozesse steuern. Später kommen hinzu: Materialfluss und Produktionsdaten überwachen; Proben nehmen und Werkstoffeigenschaften prüfen; Anlagen warten, Störungen beheben und Produkte übergeben. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Schichtübergabe: Chargenplan, Anlagenzustand, Störungen.

5:45 Uhr

Ofen beschicken, Legierungsmittel zugeben.

6:00 Uhr

Probe ziehen und Analyse abwarten, Charge nachstellen.

8:30 Uhr

Abstich vorbereiten und begleiten.

11:00 Uhr

Walzstraße überwachen, Maße und Temperatur kontrollieren.

13:00 Uhr

Werte dokumentieren und Übergabe schreiben.

14:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Hitze, Lärm und Staub in einem Ausmaß, das man erlebt haben muss.
  • Vollkontinuierliche Schicht, also auch an Weihnachten.
  • Anlagen mit enormen Energien; Sicherheitsregeln sind unverhandelbar.
  • Die Stahlbranche steht im internationalen Wettbewerb unter Druck.

Besser als sein Ruf

  • Sehr gute Bezahlung mit Zulagen, die weit über dem Durchschnitt liegen.
  • Vollkontischicht bringt viele zusammenhängende freie Tage.
  • Grüner Stahl und Wasserstoff verändern die Branche technisch grundlegend.
  • Ein Beruf, in dem Prozesse im Tonnenmaßstab von deinen Entscheidungen abhängen.

Passt zu dir, wenn …

  • du große Industrieanlagen und Werkstofftechnik spannend findest
  • du Hitze, Lärm und Schichtbetrieb akzeptierst
  • du Prozesswerte und Materialqualität genau beurteilst
  • du im Team sicherheitskritische Anlagen betreibst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1.115 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.173 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.258 €
  • 4. Ausbildungsjahr 1.359 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Fachrichtung, Metallbranche und Tarifgebiet können abweichen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in der Metallindustrie
  • Dauer 3,5 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Physik, Chemie, Mathematik, Werken/Technik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Metalle, Legierungen und metallurgische Prozesse verstehen
  • Schmelz-, Gieß- und Umformanlagen bedienen
  • Wärmebehandlung und Materialfluss steuern
  • Mess-, Steuer- und Regeltechnik anwenden
  • Werkstoffe und Prozessproben prüfen
  • Anlagen instand halten und Prozesse optimieren
  • eine Fachrichtung vertiefen

Fachrichtungen

Metallurgie konzentriert sich auf Erzeugen und Gießen von Metallen; Umformung auf Walzen, Pressen und weitere Formänderung. Eisen/Stahl und Nichteisenmetalle bilden jeweils eigene Fachrichtungen.

– Eisen- und Stahlmetallurgie

– Nichteisenmetallumformung

– Nichteisenmetallurgie

– Stahlumformung

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Fachrichtung StahlerzeugungAm Hochofen oder Elektrolichtbogenofen arbeiten, wo Stahl entsteht.
  • Fachrichtung NichteisenmetallurgieAluminium, Kupfer und Legierungen erzeugen und verarbeiten.
  • Fachrichtung UmformtechnikWalzwerke und Strangpressen fahren, aus denen Bleche und Profile kommen.
  • Industriemeister HüttentechnikDie Aufstiegsfortbildung führt in Schicht- und Betriebsleitung.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 3.100–3.700 € brutto im Monat
  • Mit Anlagenverantwortung oder Vollkontischicht ca. 4.000–5.500 € brutto im Monat

Die Stahlindustrie zahlt nach eigenem Tarif mit hohen Schicht- und Hitzezulagen. Vollkontischicht bedeutet zusätzliche freie Tage.

Wusstest du?

Beim Abstich eines Elektroofens fließen hundert Tonnen flüssiger Stahl in wenigen Minuten in die Pfanne. Bis zum Erstarren im Strangguss bleiben danach nur wenige Stunden. Die gesamte Chargenplanung richtet sich nach dieser Uhr.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Verfahrenstechnologe/-technologin Metall?

Du erzeugst und verarbeitest Metall im Großmaßstab: Öfen und Anlagen fahren, Chargen zusammenstellen, Temperatur und Analyse überwachen, walzen oder pressen, Qualität prüfen.

Wie viel verdient man als Verfahrenstechnologe/-technologin Metall?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.115 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst in der Stahl- und Metallindustrie deutlich über dem Durchschnitt, mit hohen Schichtzulagen.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Dreieinhalb Jahre.

Wie heiß ist es dort?

An Ofen und Walzstraße sehr heiß. Schutzkleidung, Pausenregelungen und arbeitsmedizinische Vorsorge sind deshalb fest geregelt.

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