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Berufsfeld Metall & Maschinenbau · Duale Ausbildung

Gießereimechaniker/in

Du stellst Metallteile her, indem du Formen und Kerne vorbereitest, Metall schmilzt und kontrolliert gießt. Temperatur, Legierung, Formstoff und Prozess müssen stimmen, damit das Bauteil ohne Lunker, Risse oder Maßfehler entsteht.
  • 3,5 Jahre
  • ca. 1.175 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss
Dauer 3,5 Jahre

3,5 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.175 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Eisen-, Stahl-, Leichtmetall- oder Nichteisenmetallgießereien, bei Automobilzulieferern, Maschinenbauern oder spezialisierten Gussunternehmen.

  • Gussmodelle, Formen und Kerne vorbereiten
  • Schmelzöfen beschicken und Legierungen herstellen
  • Temperatur und Zusammensetzung des Metalls prüfen
  • Schmelze sicher in Formen einbringen
  • Gussteile ausformen, reinigen und nachbearbeiten
  • Fehlerbilder, Maße und Werkstoffqualität kontrollieren

Ein Tag als Gießereimechaniker/in

So läuft dein Tag

Du prüfst Fertigungsauftrag, Werkstoff und Formverfahren und bereitest Modell, Form oder Kern vor. Im Schmelzbetrieb werden Legierungen zusammengestellt, Öfen beschickt und Temperaturen kontrolliert. Der eigentliche Guss folgt einem genau geplanten und gesicherten Ablauf. Nach dem Erstarren entfernst du Formstoff und Angüsse und prüfst das Bauteil. Fehler werden ausgewertet und Prozesswerte für den nächsten Guss angepasst.

Schichtübergabe, Ofenzustand und Formanlage prüfen.

6:00 Uhr

Formen herstellen, Kerne einlegen, Formkasten schließen.

6:30 Uhr

Schmelze kontrollieren: Temperatur und Analyse.

9:00 Uhr

Abguss, Formen füllen, Erstarrung abwarten.

11:00 Uhr

Ausformen und Putzen: Grate abtrennen, Angüsse entfernen.

13:30 Uhr

Teile prüfen und dokumentieren, Übergabe schreiben.

15:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Hitze, Rauch und Lärm sind der Arbeitsplatz.
  • Schichtbetrieb, weil Öfen nicht einfach ausgeschaltet werden.
  • Schwere körperliche Arbeit beim Formen und Putzen.
  • Flüssiges Metall verzeiht keinen Leichtsinn.

Besser als sein Ruf

  • Gute Bezahlung mit Zulagen, die es anderswo nicht gibt.
  • Moderne Gießereien sind hochautomatisiert und technisch anspruchsvoll.
  • Gussteile stecken in jedem Fahrzeug und jeder Maschine.
  • Sehr gute Übernahmechancen, weil der Beruf wenig bekannt ist.

Passt zu dir, wenn …

  • du große Industrieanlagen und Werkstoffe spannend findest
  • du Hitze, Lärm und Schichtarbeit akzeptieren kannst
  • du Prozesswerte und Qualität genau beobachtest
  • du im Team sicher und nach festen Abläufen arbeitest

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1175 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1230 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1313 €
  • 4. Ausbildungsjahr 1394 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Die Werte sind bundesweite tarifliche Durchschnittswerte. Region, Branche und Tarifbindung können zu Abweichungen führen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in der Industrie
  • Dauer 3,5 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Physik, Chemie, Mathematik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Formstoffe, Modelle und Kerne herstellen
  • Schmelzöfen und Gießanlagen bedienen
  • Legierungen und Schmelzen prüfen
  • Gussverfahren sicher durchführen
  • Gussteile ausformen und nachbearbeiten
  • Werkstoff-, Maß- und Fehlerprüfungen anwenden
  • einen von sechs Schwerpunkten vertiefen

Schwerpunkte

Der Schwerpunkt bestimmt, ob Formen, Kerne, Schmelze oder ein bestimmtes Gießverfahren im Mittelpunkt stehen.

– Handformguss

– Maschinenformguss

– Druck- und Kokillenguss

– Feinguss

– Schmelzbetrieb

– Kernherstellung

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Fachrichtung HandformgussEinzelstücke und Kleinserien von Hand formen. Facharbeit mit hohem Anteil an Erfahrung.
  • Fachrichtung MaschinenformgussFormanlagen bedienen und Serien fahren.
  • Fachrichtung Druck- und KokillengussAutomatisierte Verfahren mit hoher Stückzahl und enger Toleranz.
  • Industriemeister GießereiDie Aufstiegsfortbildung führt in Schicht- und Betriebsleitung.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.900–3.400 € brutto im Monat
  • Mit Schicht oder Anlagenverantwortung ca. 3.600–4.700 € brutto im Monat

Zulagen für Hitze, Schicht und Nacht machen einen spürbaren Teil aus. Gießereien sind meist tarifgebunden.

Wusstest du?

Ein Gussteil erstarrt von außen nach innen, und die letzte flüssige Stelle zieht sich zusammen. Damit dort kein Loch entsteht, wird ein zusätzlicher Materialvorrat angegossen. Der Speiser. Er wird später abgetrennt und wieder eingeschmolzen.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Gießereimechaniker/in?

Du stellst Gussteile her: Formen und Kerne fertigen, Metall schmelzen und legieren, abgießen, Gussteile ausformen und putzen, Qualität prüfen, Anlagen bedienen.

Wie viel verdient man als Gießereimechaniker/in?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.175 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt, mit Schicht- und Hitzezulagen darüber.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Dreieinhalb Jahre.

Wie heiß ist es in einer Gießerei?

An der Schmelze sehr heiß. Deshalb gehören Schutzkleidung, Pausenregelungen und arbeitsmedizinische Vorsorge fest zum Betrieb.

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