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Berufsfeld Kunsthandwerk & Musikinstrumente · Duale Ausbildung

Spielzeughersteller/in

Du stellst Spielzeug und Spielwaren aus Holz, Kunststoff, Textilien, Metall oder kombinierten Materialien her. Entwurf, Modell, Maschine, Montage, Oberfläche und Produktsicherheit greifen ineinander.
  • 3 Jahre
  • ab 724 € im 1. Jahr
  • Häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 724 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest bei Herstellern von Holz-, Kunststoff-, Plüsch-, Metall- und Modellspielwaren sowie in Musterbau und Kleinserienfertigung.

  • Entwürfe, Muster und Fertigungsunterlagen vorbereiten
  • Holz, Kunststoff, Textilien und Metall bearbeiten
  • Maschinen, Formen und Werkzeuge einrichten
  • Einzelteile herstellen, montieren und verbinden
  • Spielzeug bemalen, bedrucken und veredeln
  • Funktion, Stabilität und Produktsicherheit kontrollieren

Ein Tag als Spielzeughersteller/in

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Entwürfe, Muster und Fertigungsunterlagen vorbereiten; Holz, Kunststoff, Textilien und Metall bearbeiten; Maschinen, Formen und Werkzeuge einrichten. Später kommen hinzu: Einzelteile herstellen, montieren und verbinden; Spielzeug bemalen, bedrucken und veredeln; Funktion, Stabilität und Produktsicherheit kontrollieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Auftrag prüfen, Maschinen rüsten, Erstmuster fertigen.

6:30 Uhr

Serie fahren, Maße stichprobenweise messen.

8:00 Uhr

Montage: Baugruppen fügen, Funktion prüfen.

10:30 Uhr

Oberflächen behandeln, Farben nach Vorgabe.

13:00 Uhr

Sicherheitsprüfung: Kleinteile, Kanten, Zugfestigkeit.

14:30 Uhr

Verpacken, Kennzeichnung prüfen, Dokumentation abschließen.

16:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Serienarbeit mit Taktvorgaben.
  • Lärm, Staub und Lacke gehören zur Fertigung.
  • Wenige Betriebe in Deutschland; die Suche kann dauern.
  • Vor Weihnachten wird es eng, und das jedes Jahr.

Besser als sein Ruf

  • Du fertigst Produkte, die tatsächlich benutzt und geliebt werden.
  • Sicherheitsprüfung ist anspruchsvolle, verantwortungsvolle Arbeit.
  • Verschiedene Werkstoffe machen den Beruf abwechslungsreich.
  • Deutsche Spielwaren haben international einen sehr guten Ruf.

Passt zu dir, wenn …

  • du Gestaltung und praktische Herstellung verbinden möchtest
  • du mit verschiedenen Materialien experimentierst
  • du besonders genau auf sichere Funktionen achtest
  • du für einen seltenen Ausbildungsbetrieb flexibel bist

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr mind. 724 €
  • 2. Ausbildungsjahr mind. 854 €
  • 3. Ausbildungsjahr mind. 977 €

Gesetzliche Mindestausbildungsvergütung 2026, brutto pro Monat

Für dem seltenen Ausbildungsberuf Spielzeughersteller/in liegt derzeit keine belastbare bundesweite typische Vergütungsspanne vor. Tarifverträge oder betriebliche Regelungen können deutlich höhere Beträge vorsehen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in der Spielwarenherstellung
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Kunst/Gestaltung, Mathematik, Physik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Werkstoffe und Spielzeugkonstruktionen beurteilen
  • Entwürfe und Modelle umsetzen
  • manuell und maschinell fertigen
  • Bauteile verbinden und montieren
  • Oberflächen gestalten und veredeln
  • Funktion und Sicherheitsanforderungen prüfen
  • Maschinen warten und Qualität dokumentieren

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Das Sortiment des Betriebs bestimmt Materialien, Maschinen und den Anteil von Handarbeit, Musterbau und Serie.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • MusterbauPrototypen für neue Produkte bauen und testen ist die anspruchsvollste Arbeit im Betrieb.
  • QualitätsprüfungSpielzeug unterliegt strengen Sicherheitsnormen; wer sie prüft, hat Verantwortung.
  • FertigungsplanungAbläufe und Serien planen, Werkzeuge und Material disponieren.
  • IndustriemeisterDie Aufstiegsfortbildung führt in Schicht- und Fertigungsleitung.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.300–2.800 € brutto im Monat
  • Im Musterbau oder mit Gruppenverantwortung ca. 2.900–3.800 € brutto im Monat

Tarifgebundene Industriebetriebe zahlen deutlich besser. Die deutsche Spielwarenindustrie ist klein, aber technisch stark.

Wusstest du?

Spielzeug für Kinder unter drei Jahren muss den Kleinteiletest bestehen: Was in einen genormten Zylinder passt, der die Größe eines Kinderrachens abbildet, darf sich nicht lösen lassen. Deshalb werden Augen und Knöpfe mit festgelegter Zugkraft geprüft.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Spielzeughersteller/in?

Du fertigst Spielzeug in Serie: Bauteile aus Holz, Kunststoff oder Textil herstellen, Maschinen einrichten, montieren, bemalen und lackieren, Sicherheit und Qualität prüfen.

Wie viel verdient man als Spielzeughersteller/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung bei mindestens rund 724 € im ersten Jahr, in tarifgebundenen Betrieben darüber. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich vergleichbarer Fertigungsberufe.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Drei Jahre.

Was ist der Unterschied zum Holzspielzeugmacher?

Der Holzspielzeugmacher ist ein Handwerksberuf mit Schwerpunkt Holz und Volkskunst. Der Spielzeughersteller arbeitet industriell mit verschiedenen Werkstoffen.

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