Berufsfeld Holz · Duale Ausbildung
Holzmechaniker/in
- 3 Jahre
- ca. 1.092 € im 1. Jahr
- Häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
3 Jahre
Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule
ab 1.092 €
Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif
Abschlussprüfung
Abschluss vor der zuständigen Kammer
Dein Job
Was du machst
Du arbeitest in Möbel-, Küchen-, Fenster-, Türen-, Holzpackmittel- oder Innenausbauindustrie sowie in industriellen Montageunternehmen.
- Werkstoffe und Produktionsdaten prüfen
- CNC-, Säge-, Fräs- und Bearbeitungsanlagen einrichten
- Holzteile und Platten zuschneiden und bearbeiten
- Bauteile beschichten, verbinden und montieren
- Innenausbauten oder Bauelemente vor Ort einbauen
- Maße, Oberfläche und Funktion kontrollieren
Ein Tag als Holzmechaniker/in
So läuft dein Tag
Du prüfst Auftrag, Material und digitale Fertigungsdaten und richtest Werkzeuge und Maschinen ein. Platten oder Holzbauteile werden zugeschnitten, gebohrt, gefräst und mit Kanten oder Oberflächen versehen. Danach montierst du Baugruppen und prüfst Maß und Funktion. In der Montagefachrichtung fährst du auch zum Kunden und baust Innenausbauten oder Bauelemente ein. Produktionsdaten und Qualität werden dokumentiert.
Schichtbeginn.
Übergabe von der Nachtschicht, Anlage prüfen, Material bereitstellen.
Die Linie läuft.
Du überwachst Zuschnitt und Kantenbearbeitung und greifst ein, wenn Maße wandern.
Störung an der Kantenanleimmaschine.
Suchen, beheben, dokumentieren.
Qualitätskontrolle.
Stichproben messen und protokollieren.
Rüsten auf das nächste Los.
Programm laden, Werkzeuge wechseln, Probeteil fahren.
Übergabe an die Spätschicht.
Klartext
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Schichtbetrieb. Früh, spät, teils nachts, und der Körper braucht Wochen, bis er sich daran gewöhnt.
- Lärm und Holzstaub sind ständige Begleiter, auch mit Absaugung und Gehörschutz.
- Die Arbeit an der Linie ist getaktet. Wer den Rhythmus mag, ist richtig; wer Abwechslung sucht, weniger.
- Du siehst selten ein fertiges Möbelstück, sondern zehntausend gleiche Teile davon.
Besser als sein Ruf
- Die Holzindustrie ist häufiger tarifgebunden als das Handwerk. Das schlägt sich im Gehalt nieder.
- Du arbeitest an großen, teuren Anlagen und lernst Maschinen zu bedienen, die im Handwerk niemand hat.
- Schichtzuschläge machen einen spürbaren Unterschied auf der Abrechnung.
- Der Weg über Industriemeister oder Techniker steht offen und wird von vielen Betrieben unterstützt.
Passt zu dir, wenn …
- du Holz und automatisierte Produktion verbinden möchtest
- du Maschinen systematisch einrichtest
- du bei Serien und Baugruppen genau bleibst
- du je nach Fachrichtung auch Montageeinsätze magst
Gehalt und Ausbildung
Was du verdienst
Vergütung pro Monat
- 1. Ausbildungsjahr 1092 €
- 2. Ausbildungsjahr 1194 €
- 3. Ausbildungsjahr 1282 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Die Werte sind bundesweite tarifliche Durchschnittswerte. Region, Branche und Tarifbindung können zu Abweichungen führen.
Ausbildung im Überblick
- Art Duale Ausbildung in der Industrie
- Dauer 3 Jahre
- Lernorte Unternehmen und Berufsschule
- Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
- Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
Gut zu wissen
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Informatik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
Was du lernst
- Holz, Holzwerkstoffe und Beschläge beurteilen
- CNC- und Bearbeitungsmaschinen einrichten
- Teile sägen, fräsen, bohren und beschichten
- Baugruppen verbinden und montieren
- Oberflächen und Funktionen prüfen
- digitale Fertigungsdaten und Logistik nutzen
- eine der drei Fachrichtungen vertiefen
Fachrichtungen
Die Fachrichtungen trennen industrielle Fertigung nach Produkt und die Montage beim Kunden.
– Herstellen von Möbeln und Innenausbauteilen
– Herstellen von Bauelementen, Holzpackmitteln und Rahmen
– Montieren von Innenausbauten und Bauelementen
Zukunft
Das kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
Viele Wege nach oben
- Industriemeister/in HolzMit ein paar Jahren Berufserfahrung kannst du den Industriemeister machen. Danach führst du eine Schicht oder eine Fertigungslinie, planst Personal und trägst Verantwortung für Qualität und Termine.
- Techniker/in für HolztechnikZwei Jahre Fachschule in Vollzeit, vier berufsbegleitend. Danach arbeitest du in Konstruktion, Arbeitsvorbereitung oder Qualitätssicherung statt an der Maschine.
- CNC-ProgrammierungDie Fertigung läuft über programmierte Anlagen. Wer die Programme schreibt und Störungen findet, ist in jedem Werk gefragt und arbeitet weniger körperlich.
- Wechsel in Montage und InnenausbauDie Fachrichtung Montage bringt dich auf die Baustelle: Ladenbau, Messebau, Innenausbau. Kein Werk, keine Schicht, dafür wechselnde Orte.
Nach der Ausbildung
- Einstieg ca. 2.500–3.000 € brutto im Monat
- Mit Industriemeister oder Techniker ca. 3.400–4.300 € brutto im Monat
Die Holzindustrie zahlt in tarifgebundenen Betrieben nach Flächentarif, und das macht den Unterschied. Schichtzuschläge kommen dazu. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und Schichtmodell.
Wusstest du?
Der Beruf kennt drei Fachrichtungen, und eine davon führt kaum in eine Werkhalle: Wer Innenausbauten und Bauelemente montiert, arbeitet auf Baustellen und in Läden statt an der Fertigungslinie.
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Häufige Fragen
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Holzmechaniker/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Tarifbindung meist zwischen rund 800 und 1.100 € im ersten Jahr. In tarifgebundenen Betrieben der Holzindustrie liegt sie am oberen Ende dieser Spanne.
Was ist der Unterschied zwischen Holzmechaniker/in und Tischler/in?
Holzmechaniker arbeiten in der Industrie an Serien und großen Maschinen, Tischler im Handwerk an Einzelstücken nach Maß. Beides sind dreijährige Ausbildungen.
Welche Fachrichtungen gibt es?
Drei: Möbel und Innenausbauteile herstellen, Holzwerkstoffe herstellen, Innenausbauten und Bauelemente montieren. Der Betrieb legt die Richtung fest.
Arbeite ich im Schichtbetrieb?
In vielen Werken ja. Wo Anlagen durchlaufen, wird in zwei oder drei Schichten gearbeitet, und dafür gibt es Zuschläge.
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