Berufsfeld Kunsthandwerk & Musikinstrumente · Duale Ausbildung
Holzspielzeugmacher/in
- 3 Jahre
- ca. 724–1.176 € im 1. Jahr
- Häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
3 Jahre
Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule
ab 724 €
Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif
Gesellenprüfung
Abschluss vor der zuständigen Kammer
Dein Job
Was du machst
Du arbeitest in Holzspielzeugwerkstätten, Manufakturen, Kunsthandwerk, Modellbau oder spezialisierten Spielwarenherstellern.
- Spielzeugideen, Zeichnungen und Schablonen umsetzen
- Holz auswählen, zuschneiden und trocknen
- Teile drechseln, sägen, fräsen und schnitzen
- bewegliche und feste Baugruppen montieren
- Oberflächen schleifen, bemalen und schützen
- Funktion, Sicherheit und kindgerechte Qualität prüfen
Ein Tag als Holzspielzeugmacher/in
So läuft dein Tag
Du prüfst Entwurf, Zielgruppe und Material und bereitest Schablonen oder Vorrichtungen vor. Holzteile werden gesägt, gedrechselt, gefräst oder geschnitzt. Danach montierst du Räder, Gelenke oder kleine Baugruppen und prüfst die Bewegung. Oberflächen werden geschliffen, bemalt oder bedruckt. Zum Schluss kontrollierst du Kanten, Kleinteile, Stabilität und Produktsicherheit.
Holz auswählen und zuschneiden, Feuchte prüfen.
Drechseln: Serie gleicher Teile in gleicher Größe.
Sägearbeiten an der Dekupiersäge, feine Konturen.
Montage: Teile fügen, Mechanik prüfen.
Bemalen mit lebensmittelechten Farben.
Lackieren und trocknen einrichten.
Klartext
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Holzstaub und Lärm gehören zur Werkstatt.
- Serienarbeit mit hoher Wiederholung, besonders vor Weihnachten.
- Sehr wenige Ausbildungsplätze, regional konzentriert.
- Billigimporte drücken auf Preise und Margen.
Besser als sein Ruf
- Du stellst Dinge her, über die sich Kinder tatsächlich freuen.
- Erzgebirgische Volkskunst ist ein Markt mit sehr treuer Kundschaft.
- Handwerk mit Gestaltung, Mechanik und Farbe.
- Ein außergewöhnlicher Abschluss mit hohem Wiedererkennungswert.
Passt zu dir, wenn …
- du Holzhandwerk und spielerische Gestaltung verbinden möchtest
- du sehr genau an kleinen Teilen arbeitest
- du kindgerechte Sicherheit ernst nimmst
- du Einzelstücke und kleine Serien magst
Gehalt und Ausbildung
Was du verdienst
Vergütung pro Monat
- 1. Ausbildungsjahr 724–1.176 €
- 2. Ausbildungsjahr 854–1.232 €
- 3. Ausbildungsjahr 1.000–1.300 €
Aktuelle Spanne für Handwerk und Holzindustrie 2026
Kleine Kunsthandwerksbetriebe und industrielle Hersteller vergüten unterschiedlich.
Ausbildung im Überblick
- Art Duale Ausbildung im Handwerk
- Dauer 3 Jahre
- Lernorte Unternehmen und Berufsschule
- Prüfung Gesellenprüfung vor der Kammer
- Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
Gut zu wissen
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Kunst/Gestaltung, Mathematik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
Was du lernst
- Spielzeugentwürfe und technische Zeichnungen nutzen
- Holz und Holzwerkstoffe auswählen
- sägen, drechseln, fräsen, bohren und schnitzen
- Teile verbinden und Mechaniken montieren
- Oberflächen gestalten und beschichten
- Produkt- und Kindersicherheit prüfen
- Einzelstücke und Kleinserien kalkulieren
Monoberuf
Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Werkstatt und Sortiment bestimmen Figuren, Fahrzeuge, Baukästen, Dekoration oder traditionelle regionale Produkte.
Zukunft
Das kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
Viele Wege nach oben
- Meister/in im HolzspielzeugmacherhandwerkDer Meisterbrief führt zur eigenen Werkstatt mit Verkauf und Auftragsarbeit.
- Erzgebirgische VolkskunstRäuchermänner, Pyramiden und Schwibbögen sind ein Markt mit fester Kundschaft.
- Modell- und PrototypenbauWer Formen und Mechanik beherrscht, kann auch Muster für andere Branchen bauen.
- MuseumswerkstättenHistorisches Spielzeug nachzubauen und zu erhalten ist eine kleine Nische.
Nach der Ausbildung
- Einstieg ca. 2.200–2.600 € brutto im Monat
- Mit Meisterbrief oder eigener Werkstatt ca. 2.800–3.700 € brutto im Monat
Betriebe mit eigenem Verkauf und Onlinehandel stehen deutlich besser da als reine Zulieferer.
Wusstest du?
Beim Reifendrehen entsteht das Tier nicht einzeln, sondern als Profil im Querschnitt eines ganzen Holzreifens. Aus einem gedrehten Ring werden dann dutzende gleiche Figuren gesägt. Eine Technik, die es so nur im Erzgebirge gibt.
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Häufige Fragen
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Holzspielzeugmacher/in?
Du fertigst Spielzeug und Volkskunst aus Holz: drechseln, sägen, fräsen, reifendrehen, montieren, bemalen und lackieren, dazu Entwurf und Musterbau.
Wie viel verdient man als Holzspielzeugmacher/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb bei rund 724 bis 1.176 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich vergleichbarer Holzhandwerke.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Drei Jahre. Ausgebildet wird vor allem im Erzgebirge.
Gibt es den Beruf noch?
Ja, mit sehr wenigen Ausbildungsplätzen. Die erzgebirgische Volkskunst ist ein stabiler Markt mit treuer Kundschaft.
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