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Berufsfeld Logistik & Verkehr · Duale Ausbildung

Schifffahrtskaufmann/-frau

Du organisierst den Einsatz von Seeschiffen, Ladung, Häfen und weltweite Transporte. Fahrpläne, Frachtraten, Dokumente, Zoll, Wetter und internationale Kommunikation müssen zusammenpassen.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.082 € im 1. Jahr
  • Häufig Fachabitur oder Abitur, auch mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.082 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Reedereien, Schiffsmaklereien, Linienagenturen, Hafen- und Logistikunternehmen sowie internationalen Transportabteilungen.

  • Schiffsreisen und Hafenanläufe organisieren
  • Ladung, Container und Frachtraum disponieren
  • Frachtangebote und Verträge bearbeiten
  • Zoll-, Lade- und Transportdokumente erstellen
  • mit Häfen, Agenturen und Kunden weltweit kommunizieren
  • Kosten, Termine und Reiseverlauf überwachen

Ein Tag als Schifffahrtskaufmann/-frau

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Schiffsreisen und Hafenanläufe organisieren; Ladung, Container und Frachtraum disponieren; Frachtangebote und Verträge bearbeiten. Später kommen hinzu: Zoll-, Lade- und Transportdokumente erstellen; mit Häfen, Agenturen und Kunden weltweit kommunizieren; Kosten, Termine und Reiseverlauf überwachen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Nachrichten aus Asien sichten.

Dort ist der Arbeitstag schon halb vorbei.

7:30 Uhr

Buchungen erfassen, Schiffsraum zuordnen, Termine bestätigen.

8:30 Uhr

Konnossement ausstellen und prüfen.

Ein Fehler darin ist teuer.

10:30 Uhr

Hafenagentur abstimmen: Liegeplatz, Lotse, Umschlagbeginn.

12:30 Uhr

Frachtrate für eine Anfrage kalkulieren, Bunkerpreise einrechnen.

14:30 Uhr

Verspätung eines Schiffs: Kunden informieren, Anschlüsse neu planen.

16:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Zeitzonen bestimmen den Tag; frühe und späte Termine sind normal.
  • Ein Schiff wartet nicht, und Fehler in Papieren blockieren Ladung.
  • Der Markt schwankt stark, und mit ihm die Stimmung in der Branche.
  • Sehr viel Fachvokabular, das man erst lernen muss.

Besser als sein Ruf

  • Ein internationaler Beruf mit echtem Weltbezug.
  • In den Kernbereichen wird überdurchschnittlich verdient.
  • Ausbildungsplätze konzentrieren sich in Hafenstädten, dort aber mit guten Aussichten.
  • Wer verhandeln kann, hat hier ein Feld dafür.

Passt zu dir, wenn …

  • du internationale Logistik und kaufmännische Arbeit verbinden möchtest
  • du sicher auf Englisch kommunizierst
  • du Termine, Kosten und Dokumente genau überwachst
  • du auch bei Störungen und Zeitzonen organisiert bleibst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1.082 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.177 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.299 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Region, Tarifbindung und Betrieb können abweichen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in Reedereien und Schifffahrtsunternehmen
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Fachabitur oder Abitur, auch mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Fachabitur oder Abitur ein, manche auch mit mittlerem Abschluss. Hilfreich sind besonders Englisch, Geografie, Wirtschaft/Recht, Mathematik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Seeschifffahrtsmärkte und Transportketten verstehen
  • Schiffe, Ladung und Häfen disponieren
  • Frachtverträge und Dokumente bearbeiten
  • Zoll, Versicherung und Gefahrgut berücksichtigen
  • Kosten und Erlöse kalkulieren
  • englische Fachkommunikation führen
  • eine Fachrichtung vertiefen

Fachrichtungen

Linienfahrt arbeitet mit festen Routen und Fahrplänen; Trampfahrt organisiert Schiffe flexibler nach Ladungsangebot und Auftrag.

– Linienfahrt

– Trampfahrt

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • BefrachtungLadung und Schiffsraum zusammenbringen ist das Kerngeschäft und der Bereich mit dem größten Hebel.
  • LinienagenturReedereien vertreten, Buchungen abwickeln, Häfen koordinieren.
  • Trampfahrt und CharteringWer Schiffe verchartert, verhandelt Raten und Verträge auf internationalem Markt.
  • Fachwirt oder StudiumÜber Fortbildung oder ein Studium der Logistik geht es in Leitungsaufgaben.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.800–3.300 € brutto im Monat
  • In Befrachtung oder Chartering ca. 3.800–5.500 € brutto im Monat

Die Branche zahlt in den kaufmännischen Kernbereichen überdurchschnittlich, häufig mit erfolgsabhängigen Anteilen.

Wusstest du?

Das Konnossement ist mehr als ein Frachtbrief: Es verbrieft das Recht auf die Ware. Wer das Papier hat, bekommt die Ladung. Deshalb wird es bis heute in Originalen verschickt und im Zweifel per Kurier hinterhergeflogen.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Schifffahrtskaufmann/-frau?

Du wickelst Seetransporte ab: Ladung buchen, Schiffsraum disponieren, Konnossemente und Zollpapiere erstellen, Hafenabfertigung koordinieren, Frachtraten kalkulieren und Kunden betreuen.

Wie viel verdient man als Schifffahrtskaufmann/-frau?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.082 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst branchenüblich geregelt und steigt in Befrachtung und Chartering deutlich.

Welche Fachrichtungen gibt es?

Linienfahrt und Trampfahrt. Die Linienfahrt arbeitet mit festen Fahrplänen, die Trampfahrt mit einzeln verhandelten Ladungen.

Braucht man Englisch?

Ja, durchgehend. Die Seeschifffahrt korrespondiert international, und Verträge sind fast immer englisch.

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