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Berufsfeld Logistik & Verkehr · Duale Ausbildung

Luftverkehrskaufmann/-frau

Du planst und steuerst kaufmännische Abläufe rund um Flüge, Passagiere, Fracht und Flughäfen. Zeitplan, Sicherheit, Kapazität, Kundenservice und Wirtschaftlichkeit sind eng verbunden.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.200–1.400 € im 1. Jahr
  • Häufig Fachabitur oder Abitur
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.200 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest bei Fluggesellschaften, Flughafenbetreibern, Abfertigungsunternehmen, Luftfracht- oder luftverkehrsnahen Dienstleistern.

  • Flugpläne, Kapazitäten und Abläufe unterstützen
  • Passagier-, Fracht- oder Abfertigungsleistungen organisieren
  • Angebote, Verträge und Abrechnungen bearbeiten
  • Kunden und Geschäftspartner informieren
  • Marketing, Vertrieb und Netzwerkplanung unterstützen
  • Kennzahlen, Kosten und Qualitätsdaten auswerten

Ein Tag als Luftverkehrskaufmann/-frau

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Flugpläne, Kapazitäten und Abläufe unterstützen; Passagier-, Fracht- oder Abfertigungsleistungen organisieren; Angebote, Verträge und Abrechnungen bearbeiten. Später kommen hinzu: Kunden und Geschäftspartner informieren; Marketing, Vertrieb und Netzwerkplanung unterstützen; Kennzahlen, Kosten und Qualitätsdaten auswerten. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Flugplan des Tages prüfen, Verspätungen und Umläufe sichten.

6:30 Uhr

Frachtbuchungen abwickeln, Gewicht und Volumen den Flügen zuordnen.

8:00 Uhr

Gefahrgutmeldung prüfen, Papiere gegen die Vorschriften abgleichen.

10:00 Uhr

Ein Flug fällt aus.

Umbuchungen und Frachtumleitung organisieren.

12:00 Uhr

Angebot für einen Speditionskunden kalkulieren.

14:30 Uhr

Auslastungszahlen auswerten und an die Planung melden.

16:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Der Flugplan bestimmt alles, auch die eigene Arbeitszeit.
  • Störungen laufen sofort auf, und die Lösung wird sofort erwartet.
  • Vorschriften in der Luftfahrt sind streng und lassen keinen Spielraum.
  • Die Branche reagiert empfindlich auf Krisen.

Besser als sein Ruf

  • Überdurchschnittliche Ausbildungsvergütung und guter Tarif.
  • Internationales Umfeld mit Englisch als Alltagssprache.
  • Sehr abwechslungsreiche Aufgaben zwischen Planung und Betrieb.
  • Vergünstigte Flüge sind bei vielen Unternehmen Teil der Leistungen.

Passt zu dir, wenn …

  • du Luftfahrt und kaufmännische Planung verbinden möchtest
  • du sehr gut organisierst und international kommunizierst
  • du auch unter Zeitdruck genau bleibst
  • du Schicht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit akzeptierst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr ca. 1.200–1.400 €
  • 2. Ausbildungsjahr ca. 1.270–1.470 €
  • 3. Ausbildungsjahr ca. 1.350–1.550 €

Aktuelle Branchenorientierung im Luftverkehr 2026

Flughafenbetreiber, Airlines und Dienstleister haben unterschiedliche Tarifverträge.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in Industrie und Handel
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Fachabitur oder Abitur

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: Fachabitur oder Abitur. Hilfreich sind besonders Englisch, Wirtschaft/Recht, Mathematik, Geografie.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Luftverkehrsmärkte und Flughafenprozesse verstehen
  • Passagier- und Frachtleistungen organisieren
  • Flugplanung und Abfertigung kaufmännisch begleiten
  • Verträge, Preise und Abrechnungen bearbeiten
  • Sicherheits- und Rechtsvorgaben beachten
  • Marketing, Vertrieb und Kundenservice umsetzen
  • englischsprachig und international kommunizieren

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der konkrete Betrieb prägt die späteren Einsatzschwerpunkte.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • LuftfrachtSendungen für den Flug abzuwickeln folgt eigenen Regeln, von Sicherheit bis Gefahrgut.
  • Netz- und KapazitätsplanungFlüge, Slots und Sitzplatzkapazitäten planen ist der analytische Kern der Branche.
  • Revenue ManagementPreise steuern, damit ein Flug voll und trotzdem profitabel wird.
  • Fachwirt oder StudiumÜber Fortbildung oder Studium geht es in Leitungsaufgaben bei Airlines und Flughäfen.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 3.000–3.500 € brutto im Monat
  • In Planung oder Revenue Management ca. 3.800–5.000 € brutto im Monat

Große Luftfahrtunternehmen sind tarifgebunden; in operativen Bereichen kommen Schichtzuschläge dazu.

Wusstest du?

Für jeden Flug wird die Beladung genau berechnet und verteilt: Gewicht und Schwerpunkt müssen innerhalb enger Grenzen liegen. Deshalb entscheidet die Ladeplanung nicht nur, was mitfliegt, sondern auch, wo im Rumpf es steht.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Luftverkehrskaufmann/-frau?

Du arbeitest an der kaufmännischen Seite der Luftfahrt: Flüge und Fracht disponieren, Kapazitäten planen, Tarife und Angebote kalkulieren, Abfertigung koordinieren, Kunden betreuen und Kennzahlen auswerten.

Wie viel verdient man als Luftverkehrskaufmann/-frau?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Unternehmen bei rund 1.200 bis 1.400 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt und liegt über vielen kaufmännischen Berufen.

Arbeitet man am Flughafen?

Meist ja, in der Verwaltung einer Airline, eines Abfertigers oder des Flughafens selbst. Schichtdienst ist in operativen Bereichen üblich.

Ist der Beruf krisenanfällig?

Die Branche schwankt stärker als andere, das gehört zur Wahrheit. Dafür ist sie international, technisch anspruchsvoll und wächst langfristig weiter.

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