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Berufsfeld Chemie, Pharma & Labor · Schulische Ausbildung

Präparationstechnische/r Assistent/in

In dieser Ausbildung arbeitest du an naturkundliche Präparate, Sammlungen und konservierende Verfahren. Theorie, praktische Übungen und Praxiseinsätze greifen ineinander – der genaue Ablauf hängt bei landesrechtlichen Bildungsgängen von Bundesland und Schule ab.
  • 2 Jahre
  • Meist ohne Vergütung
Dauer 2 Jahre

2 Jahre

Dauer der Ausbildung

Meist ohne Vergütung

Finanzierung der schulischen Ausbildung

Staatlich anerkannt

Abschluss der schulischen Ausbildung

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Museen, Sammlungen, Forschung, Pathologie, Anatomie, naturkundlichen Instituten oder Präparationswerkstätten.

  • Objekte, Funde oder Präparate erfassen
  • Materialzustand untersuchen
  • Präparation oder Konservierung vorbereiten
  • Modelle, Präparate oder Sammlungsobjekte bearbeiten
  • Objekte beschriften und lagern
  • Arbeitsschritte und wissenschaftliche Daten dokumentieren

Ein Tag als Präparationstechnische/r Assistent/in

So läuft dein Tag

Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um naturkundliche Präparate, Sammlungen und konservierende Verfahren, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.

Eingegangene Gewebeproben annehmen, zuordnen und dokumentieren.

Verwechslung ist der schlimmste Fehler.

7:30 Uhr

Einbetten in Paraffin und Blöcke vorbereiten.

8:30 Uhr

Schneiden am Mikrotom.

Wenige Mikrometer dünn, gleichmäßig, ohne Falten.

10:30 Uhr

Färben nach Protokoll und eindecken.

12:30 Uhr

Qualitätskontrolle unter dem Mikroskop.

Was nicht beurteilbar ist, wird neu gemacht.

14:30 Uhr

Geräte reinigen, Reagenzien ansetzen, Präparate archivieren.

16:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Der Umgang mit Gewebe und Verstorbenen ist nicht für jeden, und das merkt man erst in der Praxis.
  • Feine Handarbeit über Stunden, mit hoher Konzentration und wenig Bewegung.
  • Formalin und andere Fixiermittel sind Gefahrstoffe und riechen entsprechend.
  • Es gibt in der Regel keine Ausbildungsvergütung, und die Zahl der Schulen ist klein.

Besser als sein Ruf

  • Deine Präparate sind die Grundlage für Diagnosen, an denen Behandlungen hängen.
  • Der Beruf ist klein, und ausgebildete Fachkräfte werden von Kliniken gesucht.
  • Kliniken und Universitäten zahlen nach Tarif, mit geregelten Arbeitszeiten und ohne Schichtdienst.
  • Die Arbeit ist ruhig und konzentriert, ohne Kundenkontakt und ohne Termindruck von außen.

Passt zu dir, wenn …

  • du Naturwissenschaft und feine Handarbeit verbinden möchtest
  • du mit biologischem Material professionell umgehen kannst
  • du sehr geduldig und genau arbeitest
  • du seltene Spezialberufe interessant findest

Gehalt und Ausbildung

Was die Ausbildung kostet

Finanzierung

Modell: vollzeitschulische oder fachschulische Ausbildung mit Praktika Ausbildungsvergütung: meist keine laufende Ausbildungsvergütung; Praxisphasen können im Einzelfall bezahlt sein Schulgeld: öffentliche Schulen häufig schulgeldfrei; private Schulen können Gebühren verlangen Förderung: Schüler-BAföG, Aufstiegs-BAföG oder Landesförderung können je nach Bildungsgang möglich sein

Kosten und Förderung unterscheiden sich nach Bundesland, Schule und persönlicher Situation.

Ausbildung im Überblick

  • Art Vollzeitschulische Ausbildung mit verpflichtenden Praxisphasen
  • Regelung Landesrechtlich geregelt
  • Dauer Landesabhängig meist 24 Monate
  • Lernorte Schule und Praxis
  • Prüfung Staatlich anerkannter Abschluss
  • Schulabschluss Meist mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Dauer: landesabhängig meist 24 Monate; kombinierte Bildungsgänge können länger dauern

Meistens brauchst du einen mittleren Schulabschluss. Manche Schulen verlangen zusätzlich ein Aufnahmeverfahren, ein Praktikum oder einen Eignungsnachweis.

Zugang, Dauer, Abschlussbezeichnung und Schulangebot können sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.

Lernorte: Berufsfachschule oder Fachschule sowie Praktikums- beziehungsweise Praxiseinrichtungen

Praxisanteil: verpflichtende Praktika oder Praxisphasen sind Bestandteil; Umfang ist schul- und landesabhängig

Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt

Was du lernst

  • Anatomie, Material- und Naturkunde anwenden
  • Präparations- und Konservierungsverfahren nutzen
  • Werkzeuge und Chemikalien sicher einsetzen
  • Modelle und Präsentationen herstellen
  • Sammlungsobjekte inventarisieren
  • Schäden und Zustand dokumentieren
  • mit Wissenschaft und Ausstellung zusammenarbeiten

Ausbildungsvarianten

Der Bildungsgang ist bereits als eigenes schulisches Berufsprofil geführt. Inhalte, Schwerpunkte und Zusatzabschlüsse können sich bei landesrechtlichen Ausbildungen nach Bundesland und Schule unterscheiden.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Histologie in Pathologie und DiagnostikGewebeschnitte herstellen und färben ist die Grundlage jeder pathologischen Befundung. Wer das beherrscht, wird in Kliniken dringend gebraucht.
  • Präparation für Forschung und LehreUniversitäten und Institute brauchen Präparate für Unterricht und Versuche. Eine ruhige, sehr fachliche Arbeit.
  • Museums- und SammlungspräparationNaturkundliche Sammlungen erhalten und aufbereiten. Ein kleines Feld mit besonderer Fachlichkeit.
  • Weiterbildung und StudiumDer Abschluss wird auf medizinisch-technische Weiterbildungen angerechnet; mit Fachhochschulreife stehen Studiengänge in Biologie und Medizintechnik offen.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.800–3.300 € brutto im Monat

Kliniken, Universitäten und Institute zahlen nach öffentlichem Tarif, damit ist der Verdienst planbar. Der Beruf ist klein, und Fachkräfte sind entsprechend gesucht.

Wusstest du?

Ein Gewebeschnitt für die Mikroskopie ist wenige Mikrometer dünn, dünner als ein Haar im Querschnitt. Er wird am Mikrotom von Hand geführt, und die Gleichmäßigkeit entscheidet darüber, ob ein Befund überhaupt möglich ist.

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Unternehmen mit diesem Beruf

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Bekommt man als Präparationstechnische/r Assistent/in eine Ausbildungsvergütung?

Nein, in der Regel nicht. Die Ausbildung findet an einer Fachschule statt; private Schulen verlangen Schulgeld, BAföG ist möglich.

Was macht ein/e Präparationstechnische/r Assistent/in?

Du stellst Präparate her: Gewebe fixieren, einbetten, schneiden, färben und eindecken, dazu Präparate für Forschung, Lehre und Sammlungen aufbereiten und konservieren.

Wo arbeite ich danach?

In Pathologien, Instituten für Anatomie und Rechtsmedizin, in Forschungseinrichtungen, in naturkundlichen Museen und Sammlungen.

Muss man das aushalten können?

Ja, und es wird schrittweise gelernt. Der Umgang mit menschlichem und tierischem Gewebe gehört zum Beruf und ist der Punkt, an dem manche merken, dass er nichts für sie ist.

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