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Berufsfeld Chemie, Pharma & Labor · Schulische Ausbildung

Chemisch-technische/r Assistent/in

In dieser Ausbildung arbeitest du an chemische Analytik, Synthese, Messgeräte und Laborqualität. Theorie, praktische Übungen und Praxiseinsätze greifen ineinander – der genaue Ablauf hängt bei landesrechtlichen Bildungsgängen von Bundesland und Schule ab.
  • 2 Jahre
  • Meist ohne Vergütung
Dauer 2 Jahre

2 Jahre

Dauer der Ausbildung

Meist ohne Vergütung

Finanzierung der schulischen Ausbildung

Staatlich anerkannt

Abschluss der schulischen Ausbildung

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Laboren von Forschung, Industrie, Umwelt-, Lebensmittel-, Medizin- oder Prüfeinrichtungen.

  • Proben und Versuchsmaterial vorbereiten
  • Versuchs- oder Analyseverfahren aufbauen
  • Labor- und Messgeräte bedienen
  • chemische, biologische oder physikalische Werte bestimmen
  • Ergebnisse plausibilisieren und auswerten
  • Versuche und Qualitätsdaten dokumentieren

Ein Tag als Chemisch-technische/r Assistent/in

So läuft dein Tag

Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um chemische Analytik, Synthese, Messgeräte und Laborqualität, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.

Allgemeine Chemie: Reaktionsgleichungen, Stöchiometrie, Gleichgewichte.

8:00 Uhr

Praktikum: Synthese ansetzen, überwachen, aufarbeiten, Ausbeute berechnen.

9:45 Uhr

Analytik: titrieren, photometrieren, Chromatogramm auswerten.

11:30 Uhr

Physikalische Chemie und Mathematik.

13:30 Uhr

Protokolle schreiben.

Ohne saubere Protokolle zählt kein Ergebnis.

15:00 Uhr

Im Labor: eine Messreihe eigenständig vorbereiten und durchführen.

In der Praxisphase

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Es gibt keine Ausbildungsvergütung. Zwei Jahre müssen anders finanziert werden.
  • Der duale Laborant ist in Betrieben bekannter, und den Unterschied musst du im Gespräch aufwiegen.
  • Protokolle und Auswertungen kosten Abende, besonders am Anfang.
  • Der Umgang mit Gefahrstoffen verlangt jeden Tag Disziplin.

Besser als sein Ruf

  • Zwei Jahre, ein Berufsabschluss und häufig die Fachhochschulreife dazu.
  • Du lernst breiter als in einem einzelnen Betrieb, weil die Schule alle Verfahren zeigt.
  • Der Weg ins Chemiestudium ist offen, und der Laborteil fällt dir leichter als anderen.
  • Labore suchen Personal, und der Abschluss ist dort anerkannt.

Passt zu dir, wenn …

  • du Naturwissenschaften praktisch anwenden möchtest
  • du sehr genau mit Proben und Messgeräten arbeitest
  • du Daten kritisch hinterfragst
  • du feste Methoden und saubere Dokumentation magst

Gehalt und Ausbildung

Was die Ausbildung kostet

Finanzierung

Modell: vollzeitschulische oder fachschulische Ausbildung mit Praktika Ausbildungsvergütung: meist keine laufende Ausbildungsvergütung; Praxisphasen können im Einzelfall bezahlt sein Schulgeld: öffentliche Schulen häufig schulgeldfrei; private Schulen können Gebühren verlangen Förderung: Schüler-BAföG, Aufstiegs-BAföG oder Landesförderung können je nach Bildungsgang möglich sein

Kosten und Förderung unterscheiden sich nach Bundesland, Schule und persönlicher Situation.

Ausbildung im Überblick

  • Art Vollzeitschulische Ausbildung mit verpflichtenden Praxisphasen
  • Regelung Landesrechtlich geregelt
  • Dauer Landesabhängig meist 24 Monate
  • Lernorte Schule und Praxis
  • Prüfung Staatlich anerkannter Abschluss
  • Schulabschluss Meist mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Dauer: landesabhängig meist 24 Monate; kombinierte Bildungsgänge können länger dauern

Meistens brauchst du einen mittleren Schulabschluss. Gute Noten in den Naturwissenschaften und in Mathematik sind wichtig.

Zugang, Dauer, Abschlussbezeichnung und Schulangebot können sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.

Lernorte: Berufsfachschule oder Fachschule sowie Praktikums- beziehungsweise Praxiseinrichtungen

Praxisanteil: verpflichtende Praktika oder Praxisphasen sind Bestandteil; Umfang ist schul- und landesabhängig

Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt

Was du lernst

  • naturwissenschaftliche Grundlagen anwenden
  • Proben entnehmen und aufbereiten
  • standardisierte Laborverfahren durchführen
  • Messgeräte kalibrieren und bedienen
  • Daten mathematisch und statistisch auswerten
  • Qualität, Hygiene und Sicherheit gewährleisten
  • Ergebnisse fachgerecht dokumentieren

Ausbildungsvarianten

Der Bildungsgang ist bereits als eigenes schulisches Berufsprofil geführt. Inhalte, Schwerpunkte und Zusatzabschlüsse können sich bei landesrechtlichen Ausbildungen nach Bundesland und Schule unterscheiden.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Einstieg in Analytik oder EntwicklungLabore stellen chemisch-technische Assistenten für Routineanalytik, Synthese und Versuchsbetreuung ein. Der Abschluss ist im Labor bekannt.
  • Spezialisierung auf ein AnalysenverfahrenChromatographie, Spektroskopie, Elementanalytik: Wer ein Verfahren wirklich beherrscht, wird dafür zuständig.
  • Weiterbildung zum TechnikerDer Abschluss wird auf die Fachschule angerechnet und führt in Laborleitung und Methodenentwicklung.
  • Studium ChemieViele Fachschulen bieten den Bildungsgang zusammen mit der Fachhochschulreife an. Wer sie mitnimmt, kann direkt studieren und kennt das Labor bereits.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.900–3.400 € brutto im Monat

In der Industrie gilt der Chemietarif, an Hochschulen und Ämtern der öffentliche. Der Unterschied ist spürbar, und der duale Laborant startet meist etwas höher. Frag im Bewerbungsgespräch nach dem Tarifwerk.

Wusstest du?

Ein Messwert ohne Blindprobe ist wertlos: Erst der Vergleich mit einem Ansatz ohne Probensubstanz zeigt, was vom Ergebnis auf Gefäße, Reagenzien und Wasser zurückgeht. Deshalb läuft die Blindprobe bei jeder Serie mit.

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Unternehmen mit diesem Beruf

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Bekommt man als Chemisch-technische/r Assistent/in eine Ausbildungsvergütung?

Nein. Die Ausbildung findet an einer Fachschule statt. An staatlichen Schulen fällt in der Regel kein Schulgeld an, private verlangen welches; BAföG ist möglich.

Was ist der Unterschied zwischen Chemisch-technische/r Assistent/in und Chemielaborant/in?

Der Laborant lernt dreieinhalb Jahre dual im Betrieb, mit Vergütung und viel Praxis. Der Assistent lernt zwei Jahre an einer Schule, breiter und theoretischer, oft mit der Fachhochschulreife dazu.

Wo arbeite ich danach?

In Laboren der Chemie-, Pharma- und Lebensmittelindustrie, in Umweltlaboren, an Hochschulen und in Untersuchungsämtern.

Ist die Arbeit gefährlich?

Mit Gefahrstoffen wird täglich gearbeitet, und deshalb sind Abzüge, Schutzausrüstung und Betriebsanweisungen streng geregelt. Wer sich daran hält, arbeitet sicher.

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