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Berufsfeld Chemie, Pharma & Labor · Schulische Ausbildung

Biologisch-technische/r Assistent/in

In dieser Ausbildung arbeitest du an biologische Proben, Zell- und Mikrobiologie sowie Laboranalytik. Theorie, praktische Übungen und Praxiseinsätze greifen ineinander – der genaue Ablauf hängt bei landesrechtlichen Bildungsgängen von Bundesland und Schule ab.
  • 2 Jahre
  • Meist ohne Vergütung
Dauer 2 Jahre

2 Jahre

Dauer der Ausbildung

Meist ohne Vergütung

Finanzierung der schulischen Ausbildung

Staatlich anerkannt

Abschluss der schulischen Ausbildung

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Laboren von Forschung, Industrie, Umwelt-, Lebensmittel-, Medizin- oder Prüfeinrichtungen.

  • Proben und Versuchsmaterial vorbereiten
  • Versuchs- oder Analyseverfahren aufbauen
  • Labor- und Messgeräte bedienen
  • chemische, biologische oder physikalische Werte bestimmen
  • Ergebnisse plausibilisieren und auswerten
  • Versuche und Qualitätsdaten dokumentieren

Ein Tag als Biologisch-technische/r Assistent/in

So läuft dein Tag

Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um biologische Proben, Zell- und Mikrobiologie sowie Laboranalytik, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.

Zellbiologie: Aufbau, Teilung, Kultivierungsbedingungen.

8:00 Uhr

Praktikum an der Sterilbank: Medienwechsel, Passagieren, Mikroskopieren.

9:45 Uhr

Mikrobiologie: Nährböden gießen, beimpfen, ältere Ansätze auswerten.

11:30 Uhr

Molekularbiologie: DNA isolieren, PCR ansetzen, Gel laufen lassen.

13:30 Uhr

Auswertung und Protokoll, mit Berechnung von Konzentrationen und Ausbeuten.

15:00 Uhr

Im Institut: eine Versuchsreihe betreuen und dokumentieren.

In der Praxisphase

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Es gibt keine Ausbildungsvergütung. Zwei Jahre müssen anders finanziert werden.
  • Steriles Arbeiten verzeiht keinen unaufmerksamen Moment, und eine verlorene Kultur kostet Wochen.
  • In der Forschung sind Stellen oft befristet, weil sie an Projekten hängen.
  • Der duale Laborant ist in Betrieben bekannter und startet meist etwas höher.

Besser als sein Ruf

  • Zwei Jahre, ein Berufsabschluss und häufig die Fachhochschulreife dazu.
  • Du lernst Methoden, die in Forschung und Diagnostik täglich gebraucht werden.
  • Der Weg ins Biologiestudium ist offen, und der Laborteil fällt dir deutlich leichter.
  • Diagnostiklabore und Pharma suchen Personal, unabhängig von der Konjunktur.

Passt zu dir, wenn …

  • du Naturwissenschaften praktisch anwenden möchtest
  • du sehr genau mit Proben und Messgeräten arbeitest
  • du Daten kritisch hinterfragst
  • du feste Methoden und saubere Dokumentation magst

Gehalt und Ausbildung

Was die Ausbildung kostet

Finanzierung

Modell: vollzeitschulische oder fachschulische Ausbildung mit Praktika Ausbildungsvergütung: meist keine laufende Ausbildungsvergütung; Praxisphasen können im Einzelfall bezahlt sein Schulgeld: öffentliche Schulen häufig schulgeldfrei; private Schulen können Gebühren verlangen Förderung: Schüler-BAföG, Aufstiegs-BAföG oder Landesförderung können je nach Bildungsgang möglich sein

Kosten und Förderung unterscheiden sich nach Bundesland, Schule und persönlicher Situation.

Ausbildung im Überblick

  • Art Vollzeitschulische Ausbildung mit verpflichtenden Praxisphasen
  • Regelung Landesrechtlich geregelt
  • Dauer Landesabhängig meist 24 Monate
  • Lernorte Schule und Praxis
  • Prüfung Staatlich anerkannter Abschluss
  • Schulabschluss Meist mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Dauer: landesabhängig meist 24 Monate; kombinierte Bildungsgänge können länger dauern

Meistens brauchst du einen mittleren Schulabschluss. Gute Noten in den Naturwissenschaften und in Mathematik sind wichtig.

Zugang, Dauer, Abschlussbezeichnung und Schulangebot können sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.

Lernorte: Berufsfachschule oder Fachschule sowie Praktikums- beziehungsweise Praxiseinrichtungen

Praxisanteil: verpflichtende Praktika oder Praxisphasen sind Bestandteil; Umfang ist schul- und landesabhängig

Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt

Was du lernst

  • naturwissenschaftliche Grundlagen anwenden
  • Proben entnehmen und aufbereiten
  • standardisierte Laborverfahren durchführen
  • Messgeräte kalibrieren und bedienen
  • Daten mathematisch und statistisch auswerten
  • Qualität, Hygiene und Sicherheit gewährleisten
  • Ergebnisse fachgerecht dokumentieren

Ausbildungsvarianten

Der Bildungsgang ist bereits als eigenes schulisches Berufsprofil geführt. Inhalte, Schwerpunkte und Zusatzabschlüsse können sich bei landesrechtlichen Ausbildungen nach Bundesland und Schule unterscheiden.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Einstieg in Forschung und DiagnostikHochschulen, Institute, Kliniken und Diagnostiklabore stellen BTA für Versuchsbetreuung und Routinediagnostik ein.
  • Zellkultur und MolekularbiologieWer Kulturen sicher führt und molekularbiologische Methoden beherrscht, wird gezielt gesucht, besonders in der Pharmaforschung.
  • Weiterbildung zum TechnikerDer Abschluss wird auf die Fachschule angerechnet und führt in Laborleitung und Methodenentwicklung.
  • Studium Biologie oder BiotechnologieViele Fachschulen bieten den Bildungsgang zusammen mit der Fachhochschulreife an. Wer sie mitnimmt, kann direkt studieren.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.800–3.300 € brutto im Monat

An Hochschulen und Instituten gilt der öffentliche Tarif, in der Industrie der Chemietarif, der höher liegt. Frag im Bewerbungsgespräch nach dem Tarifwerk und danach, ob die Stelle befristet ist.

Wusstest du?

Sterilarbeit funktioniert über eine Luftströmung, nicht über eine Scheibe: Die Sicherheitswerkbank zieht Luft nach innen und bläst gefilterte Luft über die Arbeitsfläche. Wer schnell hineingreift, unterbricht genau diese Strömung.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Bekommt man als Biologisch-technische/r Assistent/in eine Ausbildungsvergütung?

Nein. Die Ausbildung findet an einer Fachschule statt. An staatlichen Schulen fällt in der Regel kein Schulgeld an, private verlangen welches; BAföG ist möglich.

Was ist der Unterschied zwischen Biologisch-technische/r Assistent/in und Biologielaborant/in?

Der Laborant lernt dreieinhalb Jahre dual im Betrieb, mit Vergütung. Der BTA lernt zwei Jahre an einer Schule, breiter angelegt und oft mit der Fachhochschulreife dazu.

Wo arbeite ich danach?

An Hochschulen und Forschungsinstituten, in Pharma und Diagnostik, in Umwelt- und Lebensmittellaboren.

Sind die Stellen sicher?

In der Industrie ja. In der Forschung sind viele Stellen an Projekte gebunden und deshalb befristet. Das gehört zur ehrlichen Auskunft dazu.

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