Zum Inhalt springen

Berufsfeld Chemie, Pharma & Labor · Schulische Ausbildung

Physikalisch-technische/r Assistent/in

In dieser Ausbildung arbeitest du an physikalische Messungen, Geräte, Versuche und Datenanalyse. Theorie, praktische Übungen und Praxiseinsätze greifen ineinander – der genaue Ablauf hängt bei landesrechtlichen Bildungsgängen von Bundesland und Schule ab.
  • 2 Jahre
  • Meist ohne Vergütung
Dauer 2 Jahre

2 Jahre

Dauer der Ausbildung

Meist ohne Vergütung

Finanzierung der schulischen Ausbildung

Staatlich anerkannt

Abschluss der schulischen Ausbildung

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Laboren von Forschung, Industrie, Umwelt-, Lebensmittel-, Medizin- oder Prüfeinrichtungen.

  • Proben und Versuchsmaterial vorbereiten
  • Versuchs- oder Analyseverfahren aufbauen
  • Labor- und Messgeräte bedienen
  • chemische, biologische oder physikalische Werte bestimmen
  • Ergebnisse plausibilisieren und auswerten
  • Versuche und Qualitätsdaten dokumentieren

Ein Tag als Physikalisch-technische/r Assistent/in

So läuft dein Tag

Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um physikalische Messungen, Geräte, Versuche und Datenanalyse, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.

Physik: Mechanik, Optik, Elektrizitätslehre, mit Rechnung und Herleitung.

8:00 Uhr

Labor: Messaufbau aufbauen, kalibrieren, Messreihe fahren.

9:45 Uhr

Auswertung: Ausgleichsrechnung, Fehlerfortpflanzung, Diagramme.

11:30 Uhr

Elektronik und Messtechnik: Sensoren, Verstärker, Datenerfassung.

13:30 Uhr

Projektarbeit: einen Versuch von der Frage bis zum Bericht durchziehen.

15:00 Uhr

Im Betrieb: einen Prüfstand betreuen und Messreihen aufnehmen.

In der Praxisphase

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Es gibt keine Ausbildungsvergütung. Zwei Jahre müssen anders finanziert werden.
  • Der Stoff ist rechenlastig, und daran scheitern einige.
  • Der Abschluss ist wenig bekannt, und du wirst ihn im Bewerbungsgespräch erklären.
  • Messungen sind empfindlich; ein unsauberer Aufbau macht eine ganze Reihe wertlos.

Besser als sein Ruf

  • Zwei Jahre, ein Berufsabschluss und häufig die Fachhochschulreife dazu.
  • Wer danach Physik oder Ingenieurwissenschaften studiert, hat den Laborteil schon hinter sich.
  • Messtechnik wird in jeder Branche gebraucht: Optik, Automobil, Medizintechnik, Forschung.
  • Du lernst, mit Unsicherheiten umzugehen, und das ist eine Fähigkeit, die weit über den Beruf hinausreicht.

Passt zu dir, wenn …

  • du Naturwissenschaften praktisch anwenden möchtest
  • du sehr genau mit Proben und Messgeräten arbeitest
  • du Daten kritisch hinterfragst
  • du feste Methoden und saubere Dokumentation magst

Gehalt und Ausbildung

Was die Ausbildung kostet

Finanzierung

Modell: vollzeitschulische oder fachschulische Ausbildung mit Praktika Ausbildungsvergütung: meist keine laufende Ausbildungsvergütung; Praxisphasen können im Einzelfall bezahlt sein Schulgeld: öffentliche Schulen häufig schulgeldfrei; private Schulen können Gebühren verlangen Förderung: Schüler-BAföG, Aufstiegs-BAföG oder Landesförderung können je nach Bildungsgang möglich sein

Kosten und Förderung unterscheiden sich nach Bundesland, Schule und persönlicher Situation.

Ausbildung im Überblick

  • Art Vollzeitschulische Ausbildung mit verpflichtenden Praxisphasen
  • Regelung Landesrechtlich geregelt
  • Dauer Landesabhängig meist 24 Monate
  • Lernorte Schule und Praxis
  • Prüfung Staatlich anerkannter Abschluss
  • Schulabschluss Meist mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Dauer: landesabhängig meist 24 Monate; kombinierte Bildungsgänge können länger dauern

Meistens brauchst du einen mittleren Schulabschluss. Gute Noten in den Naturwissenschaften und in Mathematik sind wichtig.

Zugang, Dauer, Abschlussbezeichnung und Schulangebot können sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.

Lernorte: Berufsfachschule oder Fachschule sowie Praktikums- beziehungsweise Praxiseinrichtungen

Praxisanteil: verpflichtende Praktika oder Praxisphasen sind Bestandteil; Umfang ist schul- und landesabhängig

Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt

Was du lernst

  • naturwissenschaftliche Grundlagen anwenden
  • Proben entnehmen und aufbereiten
  • standardisierte Laborverfahren durchführen
  • Messgeräte kalibrieren und bedienen
  • Daten mathematisch und statistisch auswerten
  • Qualität, Hygiene und Sicherheit gewährleisten
  • Ergebnisse fachgerecht dokumentieren

Ausbildungsvarianten

Der Bildungsgang ist bereits als eigenes schulisches Berufsprofil geführt. Inhalte, Schwerpunkte und Zusatzabschlüsse können sich bei landesrechtlichen Ausbildungen nach Bundesland und Schule unterscheiden.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Einstieg in Prüffeld und EntwicklungBetriebe stellen physikalisch-technische Assistenten für Messaufbauten, Prüfstände und Versuchsbetreuung ein.
  • Optik, Lasertechnik oder WerkstoffprüfungDrei Felder mit eigener Messtechnik, in denen der Bildungsgang unmittelbar anschlussfähig ist.
  • Weiterbildung zum TechnikerDer Abschluss wird auf die Fachschule angerechnet und führt in Versuchsplanung und Laborleitung.
  • Studium Physik oder IngenieurwissenschaftenViele Fachschulen bieten den Bildungsgang zusammen mit der Fachhochschulreife an. Wer sie mitnimmt, kann direkt studieren.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.900–3.400 € brutto im Monat

In der Industrie gilt meist der Metall- oder Chemietarif, an Instituten der öffentliche. Wer die Fachhochschulreife mitgenommen hat und studiert, kommt später deutlich höher heraus.

Wusstest du?

Jedes Messgerät wird regelmäßig kalibriert, und zwar gegen ein Normal, dessen Rückführung bis zur nationalen Referenz nachweisbar ist. Ohne diese Kette ist eine Messung eine Zahl, aber kein Beleg.

In deiner Nähe

Unternehmen mit diesem Beruf

Ihr Unternehmen bildet Physikalisch-technische/r Assistent/in aus?

Zeigen Sie sich hier den passenden Bewerbern aus Ihrer Region, kostenlos.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Bekommt man als Physikalisch-technische/r Assistent/in eine Ausbildungsvergütung?

Nein. Die Ausbildung findet an einer Fachschule statt. An staatlichen Schulen fällt in der Regel kein Schulgeld an, private verlangen welches; BAföG ist möglich.

Was macht ein/e Physikalisch-technische/r Assistent/in?

Du baust Messaufbauten auf und führst Versuche durch: physikalische Größen messen, Geräte kalibrieren, Daten auswerten, Messunsicherheiten bestimmen und Ergebnisse dokumentieren.

Was ist der Unterschied zum Physiklaboranten?

Der Laborant lernt dreieinhalb Jahre dual im Betrieb, mit Vergütung. Du lernst zwei Jahre an einer Schule, breiter und theoretischer, oft mit der Fachhochschulreife.

Wie viel Mathematik steckt darin?

Viel. Ohne Freude an Rechnen und Formeln wird der Bildungsgang zäh.

Finde es heraus

Passt Physikalisch-technische/r Assistent/in zu dir?

30 Fragen, rund 5 Minuten. Du siehst, wie gut der Beruf zu dir passt, und welche noch.