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Berufsfeld Metall & Maschinenbau · Duale Ausbildung

Metallbauer/in

Du stellst Konstruktionen, Tore, Treppen, Fassaden, Nutzfahrzeugaufbauten oder gestaltete Metallarbeiten her. Du misst, schneidest, formst, schweißt und montierst – in Werkstatt und auf Baustelle.
  • 3,5 Jahre
  • ca. 968 € im 1. Jahr
  • Häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
Dauer 3,5 Jahre

3,5 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 968 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Gesellenprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Metallbauwerkstätten, Schlossereien, Fahrzeugbaubetrieben und auf Baustellen bei privaten, gewerblichen oder öffentlichen Auftraggebern.

  • Zeichnungen lesen und Werkstücke anreißen
  • Metallprofile und Bleche trennen und umformen
  • Bauteile schweißen, schrauben und montieren
  • Konstruktionen oder Fahrzeugaufbauten herstellen
  • Antriebe, Schlösser und Steuerungen einbauen
  • Bauteile montieren, prüfen und instand setzen

Ein Tag als Metallbauer/in

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Zeichnungen lesen und Werkstücke anreißen; Metallprofile und Bleche trennen und umformen; Bauteile schweißen, schrauben und montieren. Später kommen hinzu: Konstruktionen oder Fahrzeugaufbauten herstellen; Antriebe, Schlösser und Steuerungen einbauen; Bauteile montieren, prüfen und instand setzen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Zeichnung prüfen, Material zuschneiden und richten.

7:00 Uhr

Teile heften und ausrichten, Winkel und Maße kontrollieren.

8:30 Uhr

Schweißen: Nahtvorbereitung, Lage für Lage.

10:30 Uhr

Schleifen und entgraten, Oberfläche für den Korrosionsschutz vorbereiten.

13:00 Uhr

Auf der Baustelle: Geländer montieren, Befestigung prüfen.

14:30 Uhr

Aufmaß für den nächsten Auftrag nehmen.

16:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Schwere Bauteile, Lärm, Funken und Rauch.
  • Montage bei jedem Wetter, oft in der Höhe.
  • Termindruck, weil andere Gewerke auf dein Teil warten.
  • Handwerkslöhne starten niedriger als in der Industrie.

Besser als sein Ruf

  • Vom Zuschnitt bis zur Montage machst du alles selbst.
  • Metallbauer werden überall gesucht, in jeder Region.
  • Der Meisterbrief führt in einen Markt mit vollen Auftragsbüchern.
  • Sichtbares Ergebnis: Ein Tor, das am Abend hängt.

Passt zu dir, wenn …

  • du gerne große und sichtbare Konstruktionen baust
  • du Schweißen, Montieren und technische Zeichnungen magst
  • du körperlich belastbar und höhentauglich bist
  • du im Team auf Baustellen zuverlässig arbeitest

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 968 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.045 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.142 €
  • 4. Ausbildungsjahr 1.204 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Region, Tarifbindung und Betrieb können abweichen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung im Metallbauer-Handwerk
  • Dauer 3,5 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Gesellenprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Physik, Informatik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Metalle manuell und maschinell bearbeiten
  • technische Zeichnungen und Aufmaße nutzen
  • Schweiß- und Fügeverfahren anwenden
  • Konstruktionen herstellen und montieren
  • mechanische und elektrische Komponenten einbauen
  • Oberflächen schützen und Qualität prüfen
  • eine Fachrichtung vertiefen

Fachrichtungen

Konstruktionstechnik konzentriert sich auf Bau- und Tragkonstruktionen, Metallgestaltung auf gestaltete Einzelstücke und Nutzfahrzeugbau auf Aufbauten und Systeme von Nutzfahrzeugen.

– Konstruktionstechnik

– Metallgestaltung

– Nutzfahrzeugbau

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Meister/in im MetallbauerhandwerkEin meisterpflichtiges Handwerk. Der Meisterbrief führt zum eigenen Betrieb.
  • Fachrichtung KonstruktionstechnikGeländer, Treppen, Tore und Hallenbau. Die häufigste Richtung.
  • Fachrichtung MetallgestaltungSchmiedearbeit und gestaltete Metallteile, oft in Restaurierung und Denkmalpflege.
  • SchweißfachkraftGeprüfte Schweißverfahren sind eine Zusatzqualifikation mit direkter Wirkung auf den Lohn.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.700–3.200 € brutto im Monat
  • Mit Schweißnachweisen oder Meisterbrief ca. 3.500–4.800 € brutto im Monat

Das Metallhandwerk zahlt etwas unter der Industrie, dafür ist der Weg zum eigenen Betrieb kürzer. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und Montageanteil.

Wusstest du?

Beim Schweißen zieht sich das Metall beim Abkühlen zusammen. Ein Bauteil verzieht sich, wenn die Reihenfolge der Nähte nicht stimmt. Erfahrene Metallbauer schweißen deshalb versetzt und in Abschnitten, damit am Ende gerade ist, was gerade sein soll.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Metallbauer/in?

Du fertigst und montierst Bauteile aus Metall: zuschneiden, umformen, schweißen, montieren, Geländer, Tore, Treppen und Fassadenteile herstellen, Anlagen instand setzen.

Wie viel verdient man als Metallbauer/in?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 968 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich des Metallhandwerks; mit Meisterbrief deutlich darüber.

Welche Fachrichtungen gibt es beim Metallbauer?

Konstruktionstechnik, Metallgestaltung sowie Nutzfahrzeugbau.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Dreieinhalb Jahre.

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