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Berufsfeld Medien & Gestaltung · Duale Ausbildung

Medientechnologe/-technologin Druck

Du richtest Druckmaschinen ein und produzierst Druckerzeugnisse in gleichbleibender Qualität. Druckdaten, Farbe, Papier, Maschine, Geschwindigkeit und Weiterverarbeitung müssen zusammenpassen.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.154 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.154 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Gesellen- oder Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Akzidenz-, Verpackungs-, Zeitungs-, Etiketten- oder Spezialdruckereien sowie in industriellen Druckbetrieben.

  • Druckaufträge und Daten auf Machbarkeit prüfen
  • Druckformen, Farben und Bedruckstoffe vorbereiten
  • Druckmaschinen einrichten und Probedrucke herstellen
  • Farbe, Register und Prozess laufend überwachen
  • Störungen beheben und Maschinen warten
  • Druckqualität messen und Ergebnisse dokumentieren

Ein Tag als Medientechnologe/-technologin Druck

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Druckaufträge und Daten auf Machbarkeit prüfen; Druckformen, Farben und Bedruckstoffe vorbereiten; Druckmaschinen einrichten und Probedrucke herstellen. Später kommen hinzu: Farbe, Register und Prozess laufend überwachen; Störungen beheben und Maschinen warten; Druckqualität messen und Ergebnisse dokumentieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Schichtübergabe, Auftragsmappe und Maschinenzustand prüfen.

6:00 Uhr

Platten einspannen, Farbe und Papier einrichten.

6:30 Uhr

Andruck: Farbe messen, mit dem Proof abgleichen, freigeben lassen.

8:00 Uhr

Auflage läuft, Bogen ziehen und laufend kontrollieren.

10:00 Uhr

Rüstwechsel für den nächsten Auftrag.

13:00 Uhr

Maschine reinigen und Übergabe schreiben.

15:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Schichtbetrieb, häufig auch nachts.
  • Lärm, Farbgeruch und Reinigungsmittel gehören dazu.
  • Bei Farbabweichungen steht die Auflage, und der Termin läuft.
  • Papierstapel und Farbeimer sind schwer.

Besser als sein Ruf

  • Sehr technische Arbeit an Maschinen im Millionenwert.
  • Gute Bezahlung mit Zulagen in tarifgebundenen Betrieben.
  • Verpackung und Etiketten sind ein wachsender Markt.
  • Farbmanagement ist Spezialwissen, das gesucht wird.

Passt zu dir, wenn …

  • du große Maschinen und präzise Farbwiedergabe magst
  • du Daten und praktische Produktion verbinden möchtest
  • du bei laufender Maschine aufmerksam bleibst
  • du Schichtarbeit grundsätzlich akzeptierst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1.154 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.218 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.296 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Druckverfahren, Betrieb und Tarifbindung können abweichen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in Handwerk und Industrie
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Gesellen- oder Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: mittlerer Abschluss. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Physik, Kunst/Gestaltung.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Druckverfahren und Bedruckstoffe unterscheiden
  • Druckdaten und Auftragsunterlagen prüfen
  • Maschinen, Druckformen und Farbwerke einrichten
  • Farbmanagement und Messsysteme anwenden
  • Fortdruck und Qualität überwachen
  • Maschinen reinigen und instand halten
  • Wahlqualifikationen für Verfahren und Produkte vertiefen

Wahlqualifikationen

Die Wahlqualifikationen passen die Ausbildung an Druckverfahren, Maschinenpark und Produktspektrum des Betriebs an.

– verschiedene Druckverfahren und Maschinen

– Verpackungs-, Etiketten- oder Akzidenzproduktion

– Druckveredelung und Weiterverarbeitung

– digitale Prozesssteuerung und Qualität

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • AnlagenverantwortungGroße Druckmaschinen selbstständig zu fahren ist der Kern des Berufs.
  • Industriemeister PrintmedienDie Aufstiegsfortbildung führt in Schicht- und Betriebsleitung.
  • DigitaldruckKleinauflagen und personalisierter Druck sind ein wachsender Bereich.
  • FarbmanagementFarbverbindlichkeit über Maschinen und Materialien hinweg zu sichern ist Spezialwissen.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.700–3.200 € brutto im Monat
  • Mit Anlagenverantwortung oder Schicht ca. 3.400–4.400 € brutto im Monat

Die Druckindustrie hat einen Tarifvertrag mit Schichtzulagen. Verpackungsdruckereien stehen wirtschaftlich am besten da.

Wusstest du?

Farbe wird im Druck nicht nach Augenmaß beurteilt, sondern gemessen: Ein Spektralfotometer vergleicht den Bogen mit dem Sollwert und gibt eine Abweichung als Zahl aus. Erst unterhalb der vereinbarten Toleranz gilt die Auflage als in Ordnung.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Medientechnologe/-technologin Druck?

Du fährst Druckmaschinen: Maschine einrichten, Druckplatten einspannen, Farbe und Feuchtmittel einstellen, Auflage drucken und überwachen, Farbe messen, Qualität sichern.

Wie viel verdient man als Medientechnologe/-technologin Druck?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.154 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst in der Druckindustrie tariflich geregelt, mit Schichtzulagen darüber.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Drei Jahre. Der Beruf hieß früher Drucker.

Stirbt der Druck nicht aus?

Zeitungsauflagen sinken, aber Verpackung, Etiketten und Werbedruck wachsen. Genau dort sitzen die meisten Betriebe, die ausbilden.

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