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Berufsfeld Metall & Maschinenbau · Duale Ausbildung

Maschinen- und Anlagenführer/in

Du richtest Produktionsmaschinen ein, startest sie und überwachst den laufenden Prozess. Je nach Schwerpunkt entstehen Metallteile, Textilien, Lebensmittel oder Papier- und Druckprodukte.
  • 2 Jahre
  • ca. 1.177 € im 1. Jahr
  • Häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
  • Praktikum möglich
Dauer 2 Jahre

2 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.177 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Produktionsbetrieben der Metall-, Kunststoff-, Textil-, Lebensmittel-, Papier- oder Druckindustrie.

  • Aufträge, Materialien und Maschinenzustand prüfen
  • Maschinen umrüsten und Werkzeuge einsetzen
  • Parameter einstellen und Produktion starten
  • Materialzufuhr und Prozess überwachen
  • Störungen erkennen und einfache Ursachen beheben
  • Produkte messen, prüfen und dokumentieren

Ein Tag als Maschinen- und Anlagenführer/in

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Aufträge, Materialien und Maschinenzustand prüfen; Maschinen umrüsten und Werkzeuge einsetzen; Parameter einstellen und Produktion starten. Später kommen hinzu: Materialzufuhr und Prozess überwachen; Störungen erkennen und einfache Ursachen beheben; Produkte messen, prüfen und dokumentieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Schichtübergabe: Was lief, was klemmt, was steht an?

5:45 Uhr

Anlage rüsten: Werkzeuge wechseln, Parameter einstellen.

6:00 Uhr

Anfahren und Erstmuster prüfen, Freigabe erteilen.

7:30 Uhr

Serie überwachen, Stichproben messen, Werte dokumentieren.

10:00 Uhr

Störung beheben: Sensor reinigen, Zuführung freimachen.

12:30 Uhr

Wartung nach Plan, Übergabe an die Spätschicht.

14:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Schichtbetrieb, häufig auch nachts und am Wochenende.
  • Wenn die Anlage steht, zählt jede Minute.
  • Lärm, Öl und monotone Phasen gehören dazu.
  • Zwei Jahre sind ein Grundberuf, kein Endpunkt.

Besser als sein Ruf

  • Schneller Einstieg in die Industrie mit ordentlicher Vergütung.
  • Der Weg in eine Aufbauausbildung steht offen und wird oft angeboten.
  • Anlagenführer werden in jeder Branche gebraucht.
  • Schichtzulagen heben den Verdienst deutlich an.

Passt zu dir, wenn …

  • du Maschinen und sichtbare Produktion magst
  • du aufmerksam auf Geräusche, Anzeigen und Qualität achtest
  • du praktisch arbeitest und klare Abläufe einhältst
  • du Schichtarbeit grundsätzlich akzeptierst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1.177 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.247 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Schwerpunkt, Branche und Tarifgebiet können abweichen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in der Industrie
  • Dauer 2 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Physik, Mathematik, Informatik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Produktionsaufträge und Materialien vorbereiten
  • Maschinen und Anlagen einrichten und bedienen
  • Werkzeuge und Formate wechseln
  • Prozessparameter und Qualität überwachen
  • Störungen erkennen und Maßnahmen einleiten
  • Wartung, Reinigung und Dokumentation durchführen
  • einen der fünf Schwerpunkte vertiefen

Schwerpunkte

Der Schwerpunkt orientiert die Ausbildung an Material und Produktionsverfahren des Betriebs. Die grundlegende Maschinenführung bleibt gemeinsam.

– Metall- und Kunststofftechnik

– Textiltechnik

– Textilveredelung

– Lebensmitteltechnik

– Druckweiter- und Papierverarbeitung

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Drittes und viertes AusbildungsjahrDer Beruf dauert zwei Jahre. Mit einer Aufbauausbildung wirst du Industrie-, Zerspanungs- oder Verfahrensmechaniker.
  • AnlagenverantwortungWer eine Linie selbstständig fährt, hat Verantwortung für Ausbringung und Qualität.
  • InstandhaltungStörungen selbst zu beheben ist der nächste Schritt und wird besser bezahlt.
  • IndustriemeisterMit Berufserfahrung führt die Aufstiegsfortbildung in Schichtleitung.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.600–3.100 € brutto im Monat
  • Mit Schicht oder Anlagenverantwortung ca. 3.300–4.200 € brutto im Monat

Schichtzulagen machen einen erheblichen Teil aus. Frag im Bewerbungsgespräch nach Schichtmodell und Tarifbindung.

Wusstest du?

Die meiste Zeit an einer Anlage kostet nicht das Produzieren, sondern das Rüsten. Deshalb wird Rüstzeit systematisch verkürzt: Werkzeuge werden vorbereitet, während die Maschine noch läuft. Jede eingesparte Minute kommt bei jedem Auftrag wieder.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Maschinen- und Anlagenführer/in?

Du richtest Maschinen ein und fährst sie: Anlagen rüsten und anfahren, Prozesse überwachen, Störungen beheben, Qualität prüfen, Wartungsarbeiten ausführen.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Zwei Jahre. Sie ist eine Grundstufe, auf die viele Betriebe eine Aufbauausbildung anbieten.

Wie viel verdient man als Maschinen- und Anlagenführer/in?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.177 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst in tarifgebundenen Betrieben ordentlich, mit Schichtzulagen deutlich darüber.

Welche Schwerpunkte gibt es?

Metall- und Kunststofftechnik, Textiltechnik, Textilveredelung, Lebensmitteltechnik sowie Druckweiter- und Papierverarbeitung.

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