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Berufsfeld Kunststoff, Keramik & Glas · Duale Ausbildung

Packmitteltechnologe/-technologin

Du entwickelst und produzierst Verpackungen aus Karton, Wellpappe und weiteren Materialien. Stanzform, Druckbild, Faltung, Klebung und Maschinenlauf müssen ein stabiles und wirtschaftliches Produkt ergeben.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.163 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.163 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest bei Herstellern von Faltschachteln, Wellpappe, Displays, Etiketten und weiteren Packmitteln.

  • Verpackungsaufträge und Muster prüfen
  • Material und Produktionsverfahren auswählen
  • Stanz-, Druck- und Klebemaschinen einrichten
  • Verpackungen schneiden, rillen, falten und kleben
  • Produktionslinien überwachen und Störungen beheben
  • Maße, Druckbild, Stabilität und Funktion kontrollieren

Ein Tag als Packmitteltechnologe/-technologin

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Verpackungsaufträge und Muster prüfen; Material und Produktionsverfahren auswählen; Stanz-, Druck- und Klebemaschinen einrichten. Später kommen hinzu: Verpackungen schneiden, rillen, falten und kleben; Produktionslinien überwachen und Störungen beheben; Maße, Druckbild, Stabilität und Funktion kontrollieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Auftragsmappe durchgehen: Welche Sorte, welche Stanzform, welche Stückzahl.

6:00 Uhr

Rüsten.

Stanzform einbauen, Anschläge setzen, Kleberwerk einstellen.

7:00 Uhr

Anfahren und erste Muster prüfen: Maße, Falzlinien, Klebenaht, Druckbild.

9:00 Uhr

Serie läuft.

Stichproben ziehen, Stapelfestigkeit prüfen, Ausschuss beobachten.

11:00 Uhr

Rüsten auf den nächsten Auftrag.

Jede Minute hier fehlt der Ausbringung.

13:00 Uhr

Palettieren, kennzeichnen, Übergabe.

14:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Schichtbetrieb und ein getakteter Ablauf.
  • Lärm, Papierstaub und Kleber gehören zum Arbeitsplatz.
  • Rüstzeiten stehen unter Druck: Wer langsam rüstet, kostet die Schicht Stückzahl.
  • Die Aufträge sind kurzlebig, und die Stückzahlen wechseln ständig.

Besser als sein Ruf

  • Verpackung ist eine Wachstumsbranche, getrieben vom Onlinehandel.
  • Der Beruf verbindet Maschinenbedienung, Drucktechnik und Materialkunde.
  • Tarifbindung und Schichtzuschläge machen den Verdienst besser, als der Beruf bekannt ist.
  • Wer in die Konstruktion wechselt, entwirft Verpackungen am Rechner statt sie zu fahren.

Passt zu dir, wenn …

  • du Maschinen und sichtbare Produkte verbinden möchtest
  • du räumliche Zuschnitte und Faltungen verstehst
  • du Materialverbrauch und Qualität im Blick behältst
  • du Produktionsstörungen systematisch löst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1.163 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.242 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.337 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Region, Tarifbindung und Betrieb können abweichen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in der Verpackungsindustrie
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Informatik, Physik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Verpackungen konstruieren und Muster erstellen
  • Papier, Karton und Wellpappe beurteilen
  • Stanz-, Druck- und Klebeanlagen bedienen
  • Werkzeuge und Maschinen rüsten
  • Produktionsdaten digital steuern
  • Qualität und Materialverbrauch prüfen
  • betriebliche Wahlqualifikationen vertiefen

Wahlqualifikationen

Wahlqualifikationen passen die Ausbildung an Konstruktion, Produktion, Veredelung und die Maschinenlandschaft des Betriebs an.

– computergestützte Mustererstellung

– Produktionsvorbereitung

– Veredelung

– Steuerung komplexer Anlagen

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Anlagenführung und RüstverantwortungWellpappenanlagen und Stanzautomaten leben vom schnellen Rüsten. Wer das beherrscht, entscheidet über die Ausbringung einer ganzen Schicht.
  • Industriemeister/in Printmedien oder PapierverarbeitungDie Aufstiegsfortbildung. Danach führst du eine Schicht und verantwortest Termine, Qualität und Personal.
  • Konstruktion von VerpackungenAus einer Produktanforderung wird ein Zuschnitt: Stanzform, Falzlinien, Stapelfestigkeit. Ein eigener Beruf im Beruf, mit eigener Software.
  • Nachhaltige VerpackungWeniger Material, besser recycelbar, ohne Kunststoffanteil: das Thema, an dem die Branche gerade arbeitet.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 3.000–3.500 € brutto im Monat inklusive Schichtzuschlägen
  • Mit Meister oder in der Konstruktion ca. 3.900–4.800 € brutto im Monat

Die Papier- und Verpackungsindustrie ist überwiegend tarifgebunden. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und Schichtmodell.

Wusstest du?

Wellpappe hält, weil die Welle zwischen zwei Deckenbahnen steht. Wie hoch die Welle ist und wie viele Lagen es gibt, entscheidet über Stapelfestigkeit und Materialeinsatz, und genau das wird beim Zuschnitt festgelegt.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Packmitteltechnologe/-technologin?

In der Ausbildung liegt die Vergütung in tarifgebundenen Betrieben bei rund 1.160 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst mit Schichtzuschlägen über dem Durchschnitt.

Was macht ein/e Packmitteltechnologe/-technologin?

Du stellst Verpackungen aus Papier, Karton und Wellpappe her: Maschinen einrichten und fahren, Zuschnitte stanzen, kleben und falten, Druckbilder kontrollieren und die Qualität prüfen.

Was ist der Unterschied zum Papiertechnologen?

Der Papiertechnologe stellt das Material her. Du machst daraus Verpackungen: Faltschachteln, Kartons, Displays.

Arbeite ich im Schichtbetrieb?

In den meisten Betrieben ja. Verpackungen werden auf Abruf produziert, und die Maschinen sind zu teuer, um still zu stehen.

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