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Berufsfeld Fahrzeugtechnik · Duale Ausbildung

Leichtflugzeugbauer/in

Du baust und reparierst Segel-, Motorsegler und leichte Flugzeuge aus Faserverbund, Metall oder Holz. Geringes Gewicht, hohe Festigkeit und luftfahrtrechtliche Qualität müssen zusammenpassen.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.243–1.373 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.243 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest bei Herstellern und Reparaturbetrieben für Segelflugzeuge, Motorsegler, Ultraleicht- und leichte Motorflugzeuge.

  • Zeichnungen, Formen und Fertigungsunterlagen prüfen
  • Faserverbund-, Metall- und Holzbauteile herstellen
  • Rümpfe, Tragflächen und Steuerflächen montieren
  • Klebe-, Niet- und Laminierverbindungen ausführen
  • Oberflächen bearbeiten und schützen
  • Maße, Gewicht und luftfahrtechnische Qualität prüfen

Ein Tag als Leichtflugzeugbauer/in

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Zeichnungen, Formen und Fertigungsunterlagen prüfen; Faserverbund-, Metall- und Holzbauteile herstellen; Rümpfe, Tragflächen und Steuerflächen montieren. Später kommen hinzu: Klebe-, Niet- und Laminierverbindungen ausführen; Oberflächen bearbeiten und schützen; Maße, Gewicht und luftfahrtechnische Qualität prüfen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Jahresnachprüfung an einem Segelflugzeug.

Rumpf, Flächen, Steuerung, alles nach Prüfliste.

7:30 Uhr

Reparatur einer Faserverbundstelle: alten Aufbau abtragen, laminieren, aushärten lassen.

9:30 Uhr

Steuerseile prüfen und einstellen.

Freigängigkeit und Endlagen sind sicherheitsrelevant.

12:00 Uhr

Einbau eines neuen Instruments und Anpassung der Bordelektrik.

13:30 Uhr

Wägung und Schwerpunktbestimmung.

Ohne sie darf das Flugzeug nicht starten.

15:00 Uhr

Prüfprotokoll schreiben und in die Bordpapiere eintragen.

16:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Es gibt bundesweit wenige Ausbildungsbetriebe, und sie liegen selten in der Nähe.
  • Harze, Staub und Lösungsmittel bei der Composite-Arbeit. Atemschutz ist Pflicht.
  • Die Betriebe sind klein, die Bezahlung liegt unter der Verkehrsluftfahrt.
  • Die Verantwortung ist hoch: Ein Fehler an einem Segelflugzeug hat keine zweite Sicherung.

Besser als sein Ruf

  • Du arbeitest an einem ganzen Flugzeug, nicht an einem Ausschnitt davon.
  • Composite-Kenntnisse sind auch außerhalb der Luftfahrt gefragt, etwa im Bootsbau und im Motorsport.
  • Der Beruf verbindet Holz, Metall, Kunststoff und Elektrik. Das ist selten geworden.
  • Die Prüferberechtigung ist ein klarer, erreichbarer Karriereschritt.

Passt zu dir, wenn …

  • du Flugzeuge und präzisen Leichtbau spannend findest
  • du sehr sorgfältig mit Faserverbund und Klebtechnik arbeitest
  • du Zeichnungen räumlich sicher umsetzt
  • du Qualität und Dokumentation ernst nimmst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1.243–1.373 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.298–1.408 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.379–1.489 €

Industrieorientierung 2026, brutto pro Monat

Kleine Flugzeugbaubetriebe können anders vergüten; die Werte zeigen die tarifgebundene Metall- und Elektroindustrie.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in der Industrie
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: mittlerer Abschluss. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Physik, Mathematik, Chemie.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Leichtbauwerkstoffe und Konstruktionen verstehen
  • Faserverbundbauteile laminieren und aushärten
  • Metall und Holz präzise bearbeiten
  • Bauteile kleben, nieten und montieren
  • Steuerungen und einfache Systeme einbauen
  • Oberflächen und Strukturen instand setzen
  • Luftfahrtnormen und Qualitätssicherung anwenden

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der konkrete Betrieb prägt die späteren Einsatzschwerpunkte.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Prüfer/in für LuftfahrtgerätWer kleine Flugzeuge nach Wartung wieder freigeben darf, braucht eine eigene Berechtigung. Sie ist der wichtigste Schritt im Beruf.
  • Composite-TechnikSegelflugzeuge und moderne Kleinflugzeuge bestehen aus faserverstärkten Kunststoffen. Wer Laminieren, Reparieren und Prüfen beherrscht, ist gesucht, auch außerhalb der Luftfahrt.
  • Restaurierung historischer FlugzeugeEin kleines, gut bezahltes Feld. Museen und Sammler suchen Betriebe, die alte Holz- und Stoffbauweisen noch beherrschen.
  • Wechsel in die VerkehrsluftfahrtMit Erfahrung im Leichtflugzeugbau steht der Weg in größere Instandhaltungsbetriebe offen, dort dann mit den Lizenzen nach Part-66.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.700–3.200 € brutto im Monat

Die Betriebe sind klein und selten tarifgebunden, deshalb entscheidet der einzelne Arbeitgeber. In der Verkehrsluftfahrt liegen die Gehälter höher, dort brauchst du aber die Lizenzen nach Part-66. Frag im Bewerbungsgespräch danach, welche Berechtigungen der Betrieb unterstützt.

Wusstest du?

Vor jedem Start muss die Masse und der Schwerpunkt eines Flugzeugs bekannt sein. Deshalb gehört das Wägen und Berechnen des Schwerpunkts zu den Arbeiten, die dieser Beruf regelmäßig ausführt.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Leichtflugzeugbauer/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb und Tarifbindung meist zwischen rund 1.240 und 1.370 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst unter dem in der Verkehrsluftfahrt, weil die Betriebe klein sind.

Was macht ein/e Leichtflugzeugbauer/in?

Du baust und wartest kleine Flugzeuge, Segelflugzeuge und Ultraleichtflugzeuge: Struktur aus Holz, Metall und Faserverbund, Steuerung, Einbauten und die vorgeschriebenen Prüfungen.

Wo kann man diesen Beruf lernen?

In wenigen Betrieben, meist an Flugplätzen und bei Herstellern von Segel- und Ultraleichtflugzeugen. Wer den Beruf lernen will, sucht überregional.

Muss ich selbst fliegen?

Nein. Viele im Beruf fliegen privat, gefordert wird es nicht. Wer die Belastungen im Flug kennt, versteht die Konstruktion allerdings besser.

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