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Berufsfeld Fahrzeugtechnik · Duale Ausbildung

Fluggerätmechaniker/in

Du baust, wartest und reparierst Flugzeuge, Hubschrauber oder Triebwerke. Je nach Fachrichtung arbeitest du an Struktur, Systemen oder Antrieben und prüfst jedes Ergebnis nach strengen Luftfahrtvorgaben.
  • 3,5 Jahre
  • ca. 1.268 € im 1. Jahr
  • Meist mittlerer Abschluss, Fachabitur oder Abitur
Dauer 3,5 Jahre

3,5 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.268 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest bei Flugzeug- und Triebwerksherstellern, Instandhaltungsunternehmen, Fluggesellschaften oder Behörden. Typisch sind Hangars, Montagehallen, Werkstätten und Prüffelder.

  • Flugzeugstrukturen und Baugruppen montieren
  • Rumpf-, Tragflächen- und Leitwerksteile bearbeiten
  • hydraulische, pneumatische und mechanische Systeme prüfen
  • Triebwerke zerlegen, vermessen und instand setzen
  • Schäden und Verschleiß mit Prüfverfahren beurteilen
  • Arbeiten, Bauteile und Freigaben vollständig dokumentieren

Ein Tag als Fluggerätmechaniker/in

So läuft dein Tag

Du übernimmst einen klar abgegrenzten Arbeitsauftrag und prüfst Zeichnungen, Handbücher und den Zustand des Luftfahrzeugs. Danach demontierst oder montierst du Baugruppen und misst Verschleiß, Passungen und Oberflächen. Je nach Fachrichtung arbeitest du an Struktur, Systemen oder einem Triebwerk. Nach der Bearbeitung folgen Funktions-, Dichtigkeits- und Sicherheitsprüfungen. Erst nach vollständiger Dokumentation darf der nächste Arbeitsschritt beginnen.

Schichtübernahme.

Welches Flugzeug steht in welchem Check, was ist offen.

6:00 Uhr

Sichtprüfung an Struktur und Fahrwerk.

Ein Riss von wenigen Millimetern zählt.

7:00 Uhr

Bauteil tauschen.

Drehmomente, Sicherungen und Freigabepapiere gehören zum Vorgang.

9:30 Uhr

Triebwerksarbeiten.

Alles nach Handbuch, und das Handbuch ist verbindlich.

12:00 Uhr

Funktionsprüfung mit dem Kollegen im Vier-Augen-Prinzip.

14:00 Uhr

Dokumentation und Übergabe an die nächste Schicht.

15:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Schichtarbeit, Nachtarbeit und Wochenenden. Instandhaltung findet statt, wenn Flugzeuge am Boden stehen.
  • Die Dokumentation ist umfangreich und nicht verhandelbar. Ein Großteil des Tages ist Nachweisführung.
  • Du arbeitest in engen Räumen, über Kopf und bei Lärm auf dem Vorfeld.
  • Die Branche ist konjunkturempfindlich. Wer 2020 dabei war, hat das erlebt.

Besser als sein Ruf

  • Die Ausbildungsvergütung liegt weit über dem Durchschnitt, und der Einstieg danach ebenso.
  • Die Lizenzwege sind europäisch geregelt und international anerkannt.
  • Du trägst Verantwortung für etwas, das fliegen muss. Das ist anspruchsvoll und wird entsprechend bezahlt.
  • Die Betriebe sind groß und tarifgebunden, mit Betriebsrat und geregelten Bedingungen.

Passt zu dir, wenn …

  • du große Technik und präzises Handwerk verbinden möchtest
  • du räumlich denkst und technische Zeichnungen verstehst
  • du bei sicherheitsrelevanten Prüfungen konzentriert bleibst
  • du im Team nach verbindlichen Arbeitskarten arbeiten kannst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1268 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1323 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1378 €
  • 4. Ausbildungsjahr 1431 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Die Werte sind bundesweite tarifliche Durchschnittswerte. Region, Branche und Tarifbindung können zu Abweichungen führen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in der Industrie
  • Dauer 3,5 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, meist mittlerer Abschluss, Fachabitur oder Abitur

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss, Fachabitur oder Abitur ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Physik, Mathematik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Luftfahrzeugstrukturen und Werkstoffe unterscheiden
  • Metalle, Kunststoffe und Faserverbundwerkstoffe bearbeiten
  • mechanische, hydraulische und pneumatische Systeme montieren
  • Schäden mit Mess- und Prüfverfahren beurteilen
  • Triebwerke und Baugruppen warten und instand setzen
  • Luftfahrtqualität, Sicherheit und Dokumentation einhalten
  • eine der drei Fachrichtungen vertiefen

Fachrichtungen

Fertigungstechnik baut Luftfahrzeuge auf, Instandhaltungstechnik wartet und repariert sie, Triebwerkstechnik konzentriert sich auf Flugzeugantriebe.

– Fertigungstechnik

– Instandhaltungstechnik

– Triebwerkstechnik

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Freigabeberechtigung nach Part-66Wer Flugzeuge nach einer Instandhaltung wieder freigeben darf, braucht eine europäisch geregelte Lizenz. Sie ist der wichtigste Karriereschritt im Beruf und braucht Erfahrungsnachweise.
  • Spezialisierung auf einen MusterscheinJeder Flugzeugtyp wird eigens geschult. Wer Musterberechtigungen für gefragte Typen hat, ist auf dem Arbeitsmarkt sehr gut aufgestellt.
  • Techniker/in oder Studium LuftfahrttechnikÜber Fachschule oder Studium kommst du in Konstruktion, Prüfwesen oder Instandhaltungsplanung.
  • Wechsel in Fertigung oder PrüfwesenHersteller und Zulieferer suchen Leute, die aus der Instandhaltung kommen und wissen, was im Betrieb wirklich hält.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 3.000–3.600 € brutto im Monat
  • Mit Freigabeberechtigung und Musterberechtigungen ca. 4.000–5.500 € brutto im Monat

Die Luftfahrt ist stark tarifgebunden, und Schicht- und Nachtzuschläge kommen dazu. Der Verdienst hängt vor allem an den erworbenen Lizenzen. Frag im Bewerbungsgespräch danach, welche Lizenzwege der Betrieb unterstützt.

Wusstest du?

Wer ein Flugzeug nach einer Instandhaltung wieder freigeben darf, braucht eine eigene europäisch geregelte Lizenz nach Part-66. Sie wird erst nach mehreren Jahren nachgewiesener Praxis erteilt.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Fluggerätmechaniker/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung in tarifgebundenen Luftfahrtbetrieben bei rund 1.270 € im ersten Jahr und damit deutlich über dem Durchschnitt. Nach der Ausbildung steigt der Verdienst mit jeder erworbenen Lizenz und Musterberechtigung.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Fluggerätmechaniker/in?

Dreieinhalb Jahre. Es gibt drei Fachrichtungen: Instandhaltungstechnik, Fertigungstechnik und Triebwerkstechnik.

Was ist der Unterschied zum Fluggerätelektroniker?

Der Elektroniker arbeitet an Bordsystemen, Avionik und Verkabelung. Du arbeitest an Struktur, Mechanik, Triebwerken und Hydraulik.

Wie streng ist die Dokumentation?

Sehr streng. Jeder Handgriff wird nachgewiesen, jedes Bauteil hat eine Lebenslaufakte. Ohne Papier gilt eine Arbeit als nicht ausgeführt.

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