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Berufsfeld Lebensmittel & Ernährung · Duale Ausbildung

Konditor/in

Du stellst Torten, Pralinen, Gebäck, Desserts und feine Backwaren her. Rezeptur, Temperatur, Timing und dekorative Gestaltung müssen exakt zusammenpassen.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.107 € im 1. Jahr
  • Häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.107 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Gesellenprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Konditoreien, Confiserien, Cafés, Hotels, Patisserien, Bäckereien mit Konditorei oder industriellen Süßwarenbetrieben.

  • Teige, Massen, Cremes und Füllungen herstellen
  • Torten, Kuchen und Kleingebäck backen
  • Pralinen, Konfekt und Desserts fertigen
  • Produkte glasieren, überziehen und dekorieren
  • Rohstoffe bestellen und Qualität kontrollieren
  • Hygiene, Kühlung und Produktionsabläufe organisieren

Ein Tag als Konditor/in

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Teige, Massen, Cremes und Füllungen herstellen; Torten, Kuchen und Kleingebäck backen; Pralinen, Konfekt und Desserts fertigen. Später kommen hinzu: Produkte glasieren, überziehen und dekorieren; Rohstoffe bestellen und Qualität kontrollieren; Hygiene, Kühlung und Produktionsabläufe organisieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Du startest mit den Massen und Böden, die Zeit zum Auskühlen brauchen.

5:30 Uhr

Torten füllen und einstreichen.

Jetzt kommt es auf saubere Kanten an.

8:00 Uhr

Du arbeitest an Bestellungen.

Eine Hochzeitstorte hat einen Termin, den niemand verschieben kann.

10:30 Uhr

Pralinen und Kleingebäck für die Theke.

12:30 Uhr

Du bereitest vor, was morgen früh gebraucht wird, und räumst auf.

14:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Vor Weihnachten, Ostern und in der Hochzeitssaison wird es eng. Dann sind lange Tage normal.
  • Du arbeitest oft am Wochenende, weil dann gefeiert wird.
  • Feine Arbeit über Stunden geht in Rücken und Schultern.
  • Ein Fehler auf der letzten Etappe kostet dich die ganze Torte. Das kann frustrieren.

Besser als sein Ruf

  • Du gestaltest wirklich selbst. Innerhalb des Handwerks hast du echten Spielraum für eigene Ideen.
  • Deine Arbeit steht auf dem Tisch, wenn Menschen etwas feiern. Das bekommst du direkt zurückgemeldet.
  • Der Beruf ist handwerklich anspruchsvoll und wird deshalb selten von Maschinen ersetzt.
  • Mit dem Meisterbrief kannst du ausbilden und einen eigenen Betrieb führen.

Passt zu dir, wenn …

  • du Geschmack und Gestaltung verbinden möchtest
  • du Rezepturen genau einhältst und trotzdem kreativ bist
  • du früh aufstehen und lange stehen kannst
  • du feine Handarbeit und Produktion im Team magst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1.107 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.211 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.320 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Handwerksbetrieb, Region und Tarifbindung können abweichen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung im Handwerk
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Gesellenprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss. Hilfreich sind besonders Ernährung/Hauswirtschaft, Kunst/Gestaltung, Mathematik, Chemie.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Rohstoffe und Rezepturen beurteilen
  • Teige, Massen, Cremes und Füllungen herstellen
  • Back-, Kühl- und Temperierverfahren anwenden
  • Schokolade, Zucker und Marzipan verarbeiten
  • Torten und Schaustücke gestalten
  • Waren kalkulieren, lagern und präsentieren
  • Hygiene und Allergene sicher beherrschen

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der konkrete Betrieb prägt die späteren Einsatzschwerpunkte.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Konditormeister/inMit dem Meisterbrief darfst du ausbilden und einen eigenen Betrieb führen. Für viele ist das der Weg zur eigenen Konditorei.
  • Techniker/in für LebensmitteltechnikWenn dich die Herstellung im größeren Maßstab reizt, führt der Techniker in die industrielle Produktion und in die Qualitätssicherung.
  • Spezialisierung im BetriebSchaustücke, Pralinen, Hochzeitstorten: In vielen Konditoreien übernimmt jemand einen Bereich ganz und wird darin richtig gut.
  • SelbstständigkeitEin kleines Café mit eigener Produktion braucht weniger Startkapital als ein großer Betrieb. Der Meisterbrief ist dafür die Voraussetzung.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.200–2.700 € brutto im Monat
  • Mit Meisterbrief ca. 2.900–3.600 € brutto im Monat

Wie viel am Ende dasteht, hängt von Region, Betriebsgröße und Tarifbindung ab. In einer Konditorei mit eigenem Café verdienst du anders als in der Backwarenindustrie.

Wusstest du?

Konditor und Bäcker sind zwei eigenständige Ausbildungsberufe mit jeweils eigener Meisterprüfung.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Konditor/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Bundesland und Tarifbindung meist zwischen rund 750 und 1.100 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg im Handwerk niedrig; mit dem Meisterbrief oder in der Industrie steigt er.

Was ist der Unterschied zu Bäcker/in?

Konditoren konzentrieren sich stärker auf feine Backwaren, Torten, Desserts, Schokolade und dekorative Gestaltung.

Muss man als Konditor/in zeichnen können?

Ein gutes Gefühl für Farben, Formen und Proportionen hilft. Die handwerklichen Gestaltungstechniken lernst du in der Ausbildung.

Gibt es Fachrichtungen, Schwerpunkte oder Wahlqualifikationen?

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der konkrete Betrieb prägt die späteren Einsatzschwerpunkte.

Wo arbeite ich nach der Ausbildung?

Du arbeitest in Konditoreien, Confiserien, Cafés, Hotels, Patisserien, Bäckereien mit Konditorei oder industriellen Süßwarenbetrieben.

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