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Berufsfeld Holz · Duale Ausbildung

Holzbearbeitungsmechaniker/in

Du verarbeitest Rundholz zu Schnittholz, Hobelware, Platten oder weiteren Holzprodukten. Du steuerst Säge-, Sortier-, Trocknungs- und Bearbeitungsanlagen und prüfst Holzfeuchte, Maß und Qualität.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.078 € im 1. Jahr
  • Häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.078 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Sägewerken, Hobelwerken, Holzwerkstoff-, Leimholz- oder weiteren holzverarbeitenden Industriebetrieben.

  • Rundholz und Holzarten beurteilen
  • Säge- und Bearbeitungsanlagen einrichten
  • Stämme sägen, sortieren und zuschneiden
  • Holz trocknen, hobeln und weiterverarbeiten
  • Produktionsdaten und Maschinenzustand überwachen
  • Maße, Feuchte, Oberfläche und Qualität prüfen

Ein Tag als Holzbearbeitungsmechaniker/in

So läuft dein Tag

Du prüfst Auftrag, Holzart und eingehende Stämme und legst Schnitt- und Produktionsdaten fest. An der Anlage richtest du Werkzeuge, Abmessungen und Fördertechnik ein. Während des Prozesses beobachtest du Schnittbild, Maschine und Materialfluss. Holz wird sortiert, getrocknet, gehobelt oder zu Produkten weiterverarbeitet. Am Ende kontrollierst du Maße, Feuchte und Qualität und dokumentierst die Charge.

Rundholzplatz.

Die Stämme von gestern sind vermessen, du sortierst nach Durchmesser und Güte.

6:00 Uhr

Einschnitt.

Die Anlage läuft, du überwachst Schnittbild und Ausbeute.

7:30 Uhr

Sägeblattwechsel.

Ein stumpfes Blatt kostet Maßhaltigkeit und Material.

10:00 Uhr

Sortierung der Schnittware.

Was Ast oder Riss hat, wird herabgestuft.

12:00 Uhr

Stapeln und Trockenkammer beschicken.

Ohne Trocknung arbeitet das Holz später beim Kunden.

13:30 Uhr

Anlage reinigen, Späne abführen, Übergabe an die Spätschicht.

14:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Lärm ist in einem Sägewerk kein Nebengeräusch, sondern der Normalzustand.
  • Ein Teil der Arbeit findet draußen statt, bei jedem Wetter und das ganze Jahr.
  • Die Anlagen sind schnell und stark. Unaufmerksamkeit ist hier keine Kleinigkeit.
  • Der Beruf ist wenig bekannt, und du wirst oft erklären müssen, was du eigentlich machst.

Besser als sein Ruf

  • Sägewerke suchen Fachkräfte und finden kaum welche. Deine Aussichten auf eine Stelle sind sehr gut.
  • Du arbeitest mit einem Rohstoff, der nachwächst, und siehst am Stamm, was daraus wird.
  • Die Anlagen sind Hightech: Laservermessung, Optimierungsrechner, automatische Sortierung.
  • Sägewerke liegen meist im ländlichen Raum. Wer dort wohnt, hat einen Arbeitsplatz vor der Tür.

Passt zu dir, wenn …

  • du Holz und große Produktionsanlagen verbinden möchtest
  • du Qualität anhand von Struktur, Maß und Feuchte beurteilst
  • du Schichtarbeit und industriellen Materialfluss akzeptierst
  • du Maschinen ruhig und systematisch einrichtest

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1078 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1151 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1247 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Die Werte sind bundesweite tarifliche Durchschnittswerte. Region, Branche und Tarifbindung können zu Abweichungen führen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in der Industrie
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Physik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Holzarten und Rundholzqualitäten beurteilen
  • Säge-, Hobel- und Sortieranlagen einrichten
  • Holz schneiden, sortieren und trocknen
  • Werkzeuge und Maschinen warten
  • Produktionsdaten digital erfassen
  • Maß, Feuchte und Oberfläche prüfen
  • betriebliche Wahlqualifikationen vertiefen

Wahlqualifikationen

Betriebliche Wahlqualifikationen passen die Ausbildung an Anlagen und Produkte des Unternehmens an.

– Sägewerk und Zuschnitt

– Hobel- und Weiterverarbeitung

– Trocknung und Sortierung

– Holzwerkstoffe und besondere Produkte

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Anlagenführung im SägewerkModerne Sägewerke laufen über computergesteuerte Anlagen mit Vermessung und automatischem Einschnitt. Wer die Anlage einstellt und Störungen findet, hat den anspruchsvollsten Platz im Werk.
  • Industriemeister/in HolzMit Berufserfahrung und Aufstiegsfortbildung führst du eine Schicht, planst Personal und verantwortest Ausbeute und Termine.
  • Techniker/in für HolztechnikZwei Jahre Fachschule in Vollzeit, vier berufsbegleitend. Danach arbeitest du in Arbeitsvorbereitung, Qualitätssicherung oder Produktionsplanung.
  • Sortierung und QualitätsbeurteilungWer Holz beurteilen kann, entscheidet über Güteklassen und damit über den Preis. Das ist Erfahrungssache und nichts, was eine Maschine allein übernimmt.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.400–2.800 € brutto im Monat
  • Mit Anlagenführung oder Meisterbrief ca. 3.000–3.800 € brutto im Monat

Sägewerke sind unterschiedlich stark tarifgebunden, und das ist der größte Hebel beim Gehalt. Schichtzuschläge kommen dazu, wo im Zwei-Schicht-Betrieb gearbeitet wird. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und Schichtmodell.

Wusstest du?

Ein Optimierungsrechner im Sägewerk berechnet für jeden vermessenen Stamm das Schnittbild, das am meisten verwertbares Holz ergibt. Der Stamm wird dafür vor dem Einschnitt dreidimensional abgetastet.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Holzbearbeitungsmechaniker/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung in tarifgebundenen Betrieben bei rund 1.080 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung hängt der Verdienst vor allem daran, ob das Sägewerk tarifgebunden ist und ob im Schichtbetrieb gearbeitet wird.

Was macht ein/e Holzbearbeitungsmechaniker/in genau?

Du machst aus Rundholz Schnittware. Stämme vermessen und sortieren, einschneiden, sortieren, trocknen, hobeln und für den Versand vorbereiten.

Arbeite ich draußen oder drinnen?

Beides. Der Rundholzplatz liegt im Freien, der Einschnitt in der Halle. Im Winter merkst du das deutlich.

Ist der Beruf gefährlich?

Die Maschinen sind groß und schnell, deshalb sind Schutzeinrichtungen und Unterweisungen streng geregelt. Wer sich daran hält, arbeitet sicher.

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