Berufsfeld Gastronomie & Hotel · Duale Ausbildung
Hauswirtschafter/in
- 3 Jahre
- ca. 1.225 € im 1. Jahr
- Häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
3 Jahre
Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule
ab 1.225 €
Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif
Abschlussprüfung
Abschluss vor der zuständigen Kammer
Dein Job
Was du machst
Du arbeitest in sozialen Einrichtungen, Kliniken, Pflege, Jugendhilfe, Tagungshäusern, Kantinen, Privathaushalten oder landwirtschaftlichen Betrieben.
- Mahlzeiten und Verpflegungsangebote planen und zubereiten
- Räume, Textilien und Materialien fachgerecht pflegen
- Vorräte, Einkauf und Kosten organisieren
- Menschen im Alltag begleiten und anleiten
- Veranstaltungen und Serviceabläufe vorbereiten
- Hygiene, Qualität und Nachhaltigkeit dokumentieren
Ein Tag als Hauswirtschafter/in
So läuft dein Tag
Du prüfst Tagesplan, Personenanzahl und besondere Bedürfnisse. Danach bereitest du Mahlzeiten, Räume oder Wäscheabläufe vor und koordinierst Material und Geräte. Je nach Schwerpunkt begleitest du Menschen, organisierst Service oder arbeitest in einem ländlichen Haushalt. Hygiene, Allergien, Wirtschaftlichkeit und Wünsche müssen gleichzeitig beachtet werden. Am Ende werden Bestände, Qualität und Leistungen dokumentiert.
Frühstück vorbereiten.
Wer welche Kost braucht, steht im Plan, und Diäten sind keine Empfehlung.
Wohnbereiche und Gemeinschaftsräume reinigen, Hygienevorgaben dokumentieren.
Wäsche: sortieren, waschen, ausbessern, verteilen.
Kennzeichnung entscheidet, ob sie zurückfindet.
Mittagessen ausgeben und beim Essen begleiten.
Für manche ist das der wichtigste Kontakt des Tages.
Bestellung und Wareneingang, Kühlketten und Haltbarkeit prüfen.
Nachmittagsangebot mit den Bewohnern, zum Beispiel gemeinsam backen.
Klartext
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Körperlich fordernd: Stehen, Heben, Bücken, und das über die ganze Schicht.
- Der Beruf hat ein Ansehensproblem. Er wird unterschätzt, und das merkst du im Gespräch.
- In Einrichtungen ist Schicht- und Wochenenddienst üblich.
- Du arbeitest mit Menschen, denen es nicht gut geht. Das nimmt man manchmal mit nach Hause.
Besser als sein Ruf
- Die Ausbildungsvergütung liegt bei öffentlichen Trägern über dem Durchschnitt vieler Berufe.
- Der Beruf ist breit: Ernährung, Hygiene, Textil, Kalkulation, Betreuung. Er verschwindet nicht.
- Einrichtungen suchen ausgebildete Hauswirtschafter und finden kaum welche.
- Der Meisterbrief führt zu Leitungsstellen mit echter Verantwortung.
Passt zu dir, wenn …
- du praktische Versorgung und Arbeit mit Menschen verbinden möchtest
- du gerne planst und mehrere Abläufe gleichzeitig koordinierst
- du Hygiene, Ernährung und Wirtschaftlichkeit ernst nimmst
- du dich auf unterschiedliche Bedürfnisse einstellen kannst
Gehalt und Ausbildung
Was du verdienst
Vergütung pro Monat
- 1. Ausbildungsjahr 1225 €
- 2. Ausbildungsjahr 1285 €
- 3. Ausbildungsjahr 1377 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Die Werte sind bundesweite tarifliche Durchschnittswerte. Region, Branche und Tarifbindung können zu Abweichungen führen.
Ausbildung im Überblick
- Art Duale Ausbildung in Hauswirtschaft, Landwirtschaft oder öffentlichem Dienst
- Dauer 3 Jahre
- Lernorte Unternehmen und Berufsschule
- Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
- Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
Gut zu wissen
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Ernährung/Haushalt, Biologie, Mathematik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
Was du lernst
- Verpflegung planen und Speisen zubereiten
- Räume und Textilien reinigen und pflegen
- Einkauf, Lagerung und Kosten steuern
- Menschen betreuen, anleiten und beteiligen
- Service und Veranstaltungen organisieren
- Hygiene, Arbeitsschutz und Nachhaltigkeit sichern
- einen der drei Schwerpunkte vertiefen
Schwerpunkte
Der Schwerpunkt verändert den Alltag deutlich: Betreuung, Service oder landwirtschaftlich geprägte Versorgung stehen jeweils stärker im Vordergrund.
– personenbetreuende Dienstleistungen
– serviceorientierte Dienstleistungen
– ländlich-agrarische Dienstleistungen
Zukunft
Das kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
Viele Wege nach oben
- Meister/in der HauswirtschaftMit Berufserfahrung kannst du die Meisterprüfung ablegen. Danach leitest du einen hauswirtschaftlichen Bereich, bildest aus und planst Personal und Budget.
- Leitung eines hauswirtschaftlichen BereichsIn Kliniken, Heimen, Tagungshäusern und Internaten gibt es feste Leitungsstellen für Küche, Reinigung und Wäscherei. Die Häuser besetzen sie gern aus den eigenen Reihen.
- Fachhauswirtschafter/in für eine ZielgruppeWeiterbildungen für die Arbeit mit alten Menschen, mit Menschen mit Behinderung oder in der Kinderbetreuung. Damit wird aus Versorgung Betreuung.
- Betriebs- oder Wirtschaftsleitung in einer EinrichtungÜber Meister- oder Fachwirtabschlüsse führt der Weg in die Wirtschaftsleitung eines Hauses, mit Verantwortung für Einkauf, Hygiene und Personal.
Nach der Ausbildung
- Einstieg ca. 2.500–2.900 € brutto im Monat
- Mit Meisterbrief oder Bereichsleitung ca. 3.200–4.000 € brutto im Monat
Viele Arbeitgeber sind kommunale oder kirchliche Träger, dort gilt ein Tarifvertrag und das Gehalt ist planbar. In privaten Haushalten und kleinen Betrieben liegt es niedriger. Frag im Bewerbungsgespräch nach dem Träger und der Tarifbindung.
Wusstest du?
Die Ausbildung deckt Ernährung, Reinigung, Textilpflege, Betriebswirtschaft und Betreuung ab. Kaum ein anderer Ausbildungsberuf verbindet so viele Bereiche in einem Abschluss.
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Häufige Fragen
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Hauswirtschafter/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung bei Trägern im öffentlichen Dienst bei rund 1.225 € im ersten Jahr und damit über dem Durchschnitt. Nach der Ausbildung richtet sich das Gehalt bei kommunalen und kirchlichen Trägern nach Tarif.
Was macht ein/e Hauswirtschafter/in?
Du versorgst Menschen in Haushalten und Einrichtungen: kochen und Speisen planen, reinigen und pflegen, Wäsche versorgen, einkaufen und kalkulieren, dazu Betreuung und Hygiene.
Ist das dasselbe wie Reinigungskraft?
Nein. Die Ausbildung dauert drei Jahre und deckt Ernährung, Hygiene, Textilpflege, Betriebswirtschaft und Betreuung ab. Reinigung ist ein Teil davon.
Wo arbeitet man später?
In Pflegeheimen, Kliniken, Kindertagesstätten, Internaten, Tagungshäusern, in landwirtschaftlichen Betrieben und in privaten Haushalten.
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