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Berufsfeld Gastronomie & Hotel · Duale Ausbildung

Hotelfachmann/-frau

Du sorgst dafür, dass Gäste von Buchung bis Abreise gut betreut werden. Rezeption, Zimmer, Service, Veranstaltungen, Verkauf und Organisation gehören zu einem vielseitigen Hotelbetrieb.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.112 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.112 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Hotels, Resorts, Pensionen, Tagungs- und Ferienbetrieben, Boardinghäusern oder vergleichbaren Beherbergungsunternehmen.

  • Reservierungen bearbeiten und Gäste empfangen
  • Check-in, Check-out und Rechnungen durchführen
  • Zimmer, Housekeeping und Qualitätsstandards koordinieren
  • Speisen-, Getränke- und Veranstaltungsservice unterstützen
  • Angebote verkaufen und Gästewünsche bearbeiten
  • Kennzahlen, Waren und betriebliche Abläufe organisieren

Ein Tag als Hotelfachmann/-frau

So läuft dein Tag

Du prüfst Anreisen, Abreisen, Veranstaltungen und besondere Gästewünsche. An der Rezeption empfängst du Gäste, beantwortest Fragen und bearbeitest Buchungen oder Rechnungen. Zwischendurch stimmst du Zimmerstatus, Housekeeping, Technik und Service ab. Bei Veranstaltungen oder im Restaurant hilfst du je nach Einsatz mit. Beschwerden werden ruhig gelöst und wichtige Informationen an die nächste Schicht übergeben.

Frühdienst am Empfang.

Du checkst Gäste aus und bereitest die Abreisen vor.

6:30 Uhr

Absprache mit dem Housekeeping.

Welche Zimmer sind frei, welche brauchen länger?

9:00 Uhr

Reservierungen bearbeiten und Anfragen für Tagungen beantworten.

11:00 Uhr

Check-in der Anreisen.

Du nimmst auf, erklärst und empfiehlst.

14:00 Uhr

Übergabe an den Spätdienst mit allem, was offen ist.

16:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Schichtdienst, Wochenenden und Feiertage sind normal. Ein Hotel schließt nicht.
  • Du bist die erste Adresse für Beschwerden, auch für solche, für die du nichts kannst.
  • Der Wechsel zwischen Früh- und Spätdienst geht in den Rhythmus.
  • In der Ausbildung durchläufst du alle Abteilungen, auch die, die dir weniger liegen.

Besser als sein Ruf

  • Du lernst einen ganzen Betrieb kennen, vom Empfang über die Küche bis zur Verwaltung.
  • Der Abschluss gilt international. Hotels gibt es überall, und Auslandserfahrung ist hier leicht zu bekommen.
  • Wer mit Menschen kann, hat hier jeden Tag damit zu tun.
  • Die Aufstiegswege sind vielfältig: Empfangsleitung, Veranstaltungsverkauf oder Hotelmanagement.

Passt zu dir, wenn …

  • du täglich mit vielen verschiedenen Menschen arbeiten möchtest
  • du auch bei Stress freundlich und organisiert bleibst
  • du Schicht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit akzeptierst
  • du mehrere Abteilungen und Informationen verbinden kannst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1112 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1231 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1347 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Die Werte sind bundesweite tarifliche Durchschnittswerte. Region, Branche und Tarifbindung können zu Abweichungen führen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in Industrie und Handel
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Deutsch, Englisch, Wirtschaft/Recht.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Gäste beraten, empfangen und betreuen
  • Reservierungen, Kasse und Rechnungen bearbeiten
  • Housekeeping und Zimmerqualität koordinieren
  • Speisen-, Getränke- und Veranstaltungsservice kennenlernen
  • Verkauf, Marketing und Online-Buchung nutzen
  • Waren, Kosten und Kennzahlen kontrollieren
  • Zusatzqualifikation Bar und Wein optional erwerben

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • EmpfangsleitungVerantwortung für Schichtplan, Reservierungen und das Team am Empfang.
  • Hotelmeister/inDie Meisterprüfung führt in die Leitung eines Hauses und berechtigt zum Ausbilden.
  • Fachwirt/in im GastgewerbeDie kaufmännische Fortbildung öffnet Vertrieb, Veranstaltungsverkauf und Verwaltung.
  • Studium HotelmanagementMit Berufserfahrung geht es auch ohne Abitur. Der Weg führt in die Direktion größerer Häuser.
  • Arbeiten im AuslandDer Abschluss ist international anerkannt, und Hotels gibt es überall.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.250–2.800 € brutto im Monat
  • Mit Erfahrung in leitender Funktion ca. 3.000–4.000 € brutto im Monat

Kettenhotels sind häufiger tarifgebunden als kleine Privathäuser, und in Ballungsräumen wird meist mehr gezahlt als auf dem Land. Kost und Logis werden manchmal angerechnet, und das gehört ins Gespräch.

Wusstest du?

Die Sterne eines Hotels vergibt kein Amt, sondern der Hotelverband nach einem Katalog mit Punkten für Ausstattung und Service. Ein Haus kann sie beantragen oder es lassen. Deshalb gibt es sehr gute Hotels ganz ohne Sterne.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Hotelfachmann/-frau?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb und Tarifbindung meist zwischen rund 900 und 1.150 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg im Gastgewerbe unter dem Durchschnitt; mit Abteilungsleitung steigt er deutlich.

Arbeitet man als Hotelfachmann/-frau nur an der Rezeption?

Nein. Die Ausbildung führt durch alle Bereiche: Empfang, Reservierung, Service, Etage, Küche und Verwaltung. Der Betrieb entscheidet, wo der Schwerpunkt liegt.

Wie wichtig sind Fremdsprachen?

Englisch ist praktisch überall Arbeitssprache. Eine zweite Sprache ist in Häusern mit internationalen Gästen ein echter Vorteil.

Kann ich mit dem Abschluss ins Ausland?

Ja. Die deutsche Hotelausbildung hat international einen guten Ruf, und Häuser im Ausland stellen gern deutsche Absolventen ein.

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