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Berufsfeld Metall & Maschinenbau · Duale Ausbildung

Industriemechaniker/in

Du baust, wartest und reparierst Maschinen und Produktionsanlagen. Mechanik, Pneumatik, Hydraulik, Montage und systematische Fehlersuche sorgen dafür, dass die Produktion zuverlässig läuft.
  • 3,5 Jahre
  • ca. 1.221 € im 1. Jahr
  • Meist mittlerer Abschluss
  • Praktikum möglich
Dauer 3,5 Jahre
Arbeitssituation im Beruf Industriemechaniker/in

3,5 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.221 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Maschinenbau, Automobil-, Chemie-, Lebensmittel-, Metall-, Elektro- oder nahezu jeder produzierenden Industrie.

  • Bauteile nach Zeichnung fertigen und bearbeiten
  • Maschinen und Baugruppen montieren
  • Pneumatik- und Hydrauliksysteme einbauen
  • Anlagen einrichten und Funktionen prüfen
  • Wartungen und Inspektionen durchführen
  • Störungen analysieren und Bauteile instand setzen

Ein Tag als Industriemechaniker/in

So läuft dein Tag

Du übernimmst einen Montage- oder Instandhaltungsauftrag und prüfst Zeichnung, Anlage und Sicherheitsfreigabe. Bauteile werden gefertigt, angepasst oder ausgetauscht und Baugruppen montiert. Bei einer Störung untersuchst du Geräusch, Spiel, Druck, Temperatur und Messwerte. Nach der Reparatur richtest du die Anlage aus und testest sie unter sicheren Bedingungen. Arbeiten und Teile werden dokumentiert.

Schichtübergabe: Welche Anlage lief nicht, was ist offen?

6:00 Uhr

Störung an einer Verpackungslinie suchen: Mechanik, Pneumatik oder Sensor?

6:30 Uhr

Ersatzteil aus dem Lager holen, Lager wechseln, Ausrichtung prüfen.

9:00 Uhr

Wartungsplan abarbeiten: schmieren, messen, dokumentieren.

11:30 Uhr

Bauteil an der Drehmaschine anfertigen, weil das Original nicht lieferbar ist.

13:30 Uhr

Anlage anfahren, Werte prüfen, Übergabe schreiben.

15:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Schichtbetrieb ist in der Instandhaltung die Regel.
  • Wenn eine Anlage steht, warten alle auf dich, und das spürt man.
  • Öl, Lärm und enge Stellen an Maschinen gehören dazu.
  • Rufbereitschaft an Wochenenden ist in vielen Betrieben üblich.

Besser als sein Ruf

  • Einer der gefragtesten gewerblichen Berufe überhaupt.
  • Sehr gute Bezahlung in tarifgebundener Industrie.
  • Störungssuche ist Denkarbeit, nicht Schrauberei.
  • Aufstiegswege bis Meister und Techniker sind klar und werden gefördert.

Passt zu dir, wenn …

  • du Maschinen wirklich verstehen und reparieren möchtest
  • du handwerklich genau und logisch arbeitest
  • du bei Anlagenstillstand ruhig nach Ursachen suchst
  • du Teamarbeit mit eigenständiger Verantwortung verbinden kannst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1221 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1287 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1375 €
  • 4. Ausbildungsjahr 1452 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Die Werte sind bundesweite tarifliche Durchschnittswerte. Region, Branche und Tarifbindung können zu Abweichungen führen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in der Industrie
  • Dauer 3,5 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, meist mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Physik, Mathematik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Metall manuell und maschinell bearbeiten
  • Bauteile und Baugruppen montieren
  • Pneumatik, Hydraulik und Antriebe anwenden
  • Maschinen einrichten und in Betrieb nehmen
  • Wartung und vorbeugende Instandhaltung durchführen
  • Störungen systematisch diagnostizieren
  • digitale Instandhaltung und betriebliche Einsatzgebiete nutzen

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Industriemeister MetallDie Aufstiegsfortbildung ist der Standardweg in Schicht- und Bereichsleitung.
  • InstandhaltungAnlagen am Laufen zu halten ist der Kern des Berufs, und in jedem Werk gefragt.
  • Techniker für MaschinentechnikÜber die Fachschule geht es in Konstruktion, Arbeitsvorbereitung und Projektarbeit.
  • Servicetechniker im AußendienstMaschinen beim Kunden montieren und in Betrieb nehmen, oft weltweit.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 3.000–3.600 € brutto im Monat
  • In der Instandhaltung mit Schicht oder als Meister ca. 4.000–5.500 € brutto im Monat

In der tarifgebundenen Metall- und Elektroindustrie kommen Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Schichtzulagen dazu. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung.

Wusstest du?

Die meisten Anlagenstörungen sind nicht kaputte Teile, sondern Verschleiß, der sich angekündigt hat. Deshalb wird heute mit Schwingungs- und Temperaturmessung überwacht: Ein Lager meldet sein Ende Wochen vorher, wenn jemand hinhört.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Industriemechaniker/in?

Du baust, wartest und reparierst Maschinen und Anlagen: Bauteile fertigen, Baugruppen montieren, Anlagen in Betrieb nehmen, Störungen suchen und beheben, Wartungspläne abarbeiten.

Wie viel verdient man als Industriemechaniker/in?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.221 € im ersten Jahr, in der Metall- und Elektroindustrie oft darüber. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt und liegt über vielen gewerblichen Berufen.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Dreieinhalb Jahre, Verkürzung bei guten Leistungen möglich.

Welche Einsatzgebiete gibt es?

Instandhaltung, Produktionstechnik, Maschinen- und Anlagenbau sowie Feingerätebau. Der Betrieb legt den Schwerpunkt fest.

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