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Berufsfeld Gastronomie & Hotel · Duale Ausbildung

Fachmann/-frau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie

Du betreust Gäste im Restaurant und bei Veranstaltungen, berätst zu Speisen und Getränken und organisierst Serviceabläufe. Neben klassischem Service gehören Bankett, Veranstaltungen, Kasse und Teamkoordination dazu.
  • 3 Jahre
  • ca. 950–1.200 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 950 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Restaurants, Hotels, Veranstaltungsstätten, Catering, Kreuzfahrt, Kultur- und Freizeitbetrieben. Arbeitsorte sind Gastraum, Veranstaltungsfläche, Bar, Büro und Lager.

  • Gäste empfangen, beraten und Bestellungen aufnehmen
  • Speisen und Getränke fachgerecht servieren
  • Tische, Räume und Veranstaltungen vorbereiten
  • Menüs, Getränke und Abläufe mit Küche und Veranstaltern abstimmen
  • Kasse, Reservierungen und Reklamationen bearbeiten
  • Bankette und Veranstaltungsgastronomie organisieren

Ein Tag als Fachmann/-frau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie

So läuft dein Tag

Du prüfst Reservierungen und Veranstaltungsplan und bereitest Tische, Räume und Servicebereiche vor. Während des Services berätst du zu Speisen, Allergenen und Getränken, nimmst Bestellungen auf und stimmst Timing mit Küche und Bar ab. Bei Veranstaltungen planst du Laufwege, Bestuhlung, Personal und Material. Nach dem Service rechnest du ab, besprichst Rückmeldungen und bereitest den nächsten Einsatz vor.

Du gehst die Reservierungen durch und planst die Stationen für den Tag.

9:30 Uhr

Gastraum vorbereiten.

Eindecken, Karten prüfen, Absprache mit der Küche.

11:00 Uhr

Mittagsservice.

Du berätst, empfiehlst und behältst deine Station im Blick.

12:00 Uhr

Vorbereitung einer Abendveranstaltung.

Bestuhlung, Ablauf, Getränke.

15:00 Uhr

Abendservice und Veranstaltung.

18:00 Uhr

Abrechnung, Nachbereitung, Übergabe.

23:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Abende, Wochenenden und Feiertage sind deine Hauptarbeitszeit.
  • Du stehst und läufst die ganze Schicht.
  • Bei einer Veranstaltung hängt viel an dir, und Fehler sieht der Gast sofort.
  • Der geteilte Dienst kommt auch hier vor.

Besser als sein Ruf

  • Du arbeitest eigenverantwortlich am Gast und gestaltest, wie ein Abend läuft.
  • Veranstaltungen sind Projektarbeit. Planung und Organisation gehören dazu, nicht nur Servieren.
  • Der Beruf öffnet Wege in Hotellerie, Eventgastronomie und Betriebsleitung.
  • Fachkräfte werden gesucht, und das verbessert deine Verhandlungsposition.

Passt zu dir, wenn …

  • du Menschen aufmerksam betreuen und beraten möchtest
  • du bei Tempo und vielen Tischen organisiert bleibst
  • du Gastronomie, Getränke und Veranstaltungen spannend findest
  • du abends, am Wochenende und an Feiertagen arbeiten kannst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 950–1.200 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.050–1.350 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.150–1.462 €

Beispielhafte Vergütungsspanne 2026, brutto pro Monat

Bundesland, Betrieb und Tarifbindung bestimmen die konkrete Vergütung.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung im Gastgewerbe
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Deutsch, Englisch, Wirtschaft/Recht.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Gäste beraten und Service gestalten
  • Speisen und Getränke servieren und präsentieren
  • Getränkekunde, Menü- und Verkaufsempfehlungen anwenden
  • Reservierung, Kasse und Abrechnung bearbeiten
  • Veranstaltungen, Bankette und Räume planen
  • Reklamationen und besondere Gästesituationen lösen
  • Teamabläufe und Nachhaltigkeit organisieren

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Restaurantmeister/inDer Meisterbrief führt in die Leitung eines Betriebs und berechtigt zum Ausbilden.
  • Restaurant- oder BankettleitungDer übliche Weg im Haus: Verantwortung für Personal, Abläufe und Umsatz eines Bereichs.
  • Sommelier/SommelièreWer sich für Wein interessiert, kann sich dafür weiterbilden. In der gehobenen Gastronomie ist das eine eigene Rolle.
  • Fachwirt/in im GastgewerbeDie kaufmännische Fortbildung führt in Kalkulation, Vertrieb und Betriebsleitung.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.300–2.900 € brutto im Monat
  • Mit Erfahrung als Restaurantleitung ca. 3.000–3.900 € brutto im Monat

Hotels und größere Häuser zahlen oft nach Tarif, kleine Betriebe unterschiedlich. Trinkgeld kommt dazu, ist aber keine Zusage und gehört nicht in eine Gehaltsrechnung.

Wusstest du?

Ein Menü wird nicht nach Geschmack zusammengestellt, sondern nach einer festen Reihenfolge: leicht vor kräftig, kalt vor warm, hell vor dunkel. Deshalb steht der Fisch vor dem Rind und nicht umgekehrt.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Fachmann/-frau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb und Tarifbindung meist zwischen rund 900 und 1.150 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg im Gastgewerbe unter dem Durchschnitt; Trinkgeld und Zuschläge kommen dazu.

Was ist der Unterschied zwischen Fachmann/-frau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie und der Fachkraft für Gastronomie?

Die Fachkraft ist die zweijährige Ausbildung. Das dritte Jahr bringt Veranstaltungsorganisation, Kalkulation, Warenwirtschaft und Führungsgrundlagen dazu.

Arbeite ich nur im Restaurant?

Nein. Bankette, Tagungen, Feiern und Catering gehören ausdrücklich dazu, und dort liegt der organisatorische Teil des Berufs.

Was ist die Zusatzqualifikation Bar und Wein?

Ein freiwilliger Zusatz während der Ausbildung, der Getränkekunde, Beratung und Barbetrieb vertieft. Er wird gesondert geprüft und im Zeugnis ausgewiesen.

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