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Berufsfeld Körperpflege & Wellness · Duale Ausbildung

Fachangestellte/r für Bäderbetriebe

Du sorgst dafür, dass Menschen im Schwimmbad sicher trainieren und ihre Freizeit verbringen können. Du beaufsichtigst den Badebetrieb, rettest im Notfall, gibst Schwimmunterricht und überwachst Wasserqualität und Technik.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.368 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.368 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Hallen-, Frei-, Freizeit-, Thermal- und Erlebnisbädern oder bei kommunalen Sport- und Freizeiteinrichtungen. Arbeitsorte sind Beckenbereich, Technikräume, Kasse und Außengelände.

  • Schwimm- und Badebetrieb beaufsichtigen
  • Gefahren erkennen, Menschen retten und Erste Hilfe leisten
  • Schwimmkurse, Sport- und Spielangebote durchführen
  • Wasserproben nehmen und Wasserqualität prüfen
  • Filter-, Desinfektions- und weitere Anlagen bedienen
  • Kasse, Besucherinformation, Reinigung und Veranstaltungen unterstützen

Ein Tag als Fachangestellte/r für Bäderbetriebe

So läuft dein Tag

Vor der Öffnung kontrollierst du Becken, Rettungsmittel, Wasserwerte und Technik. Während des Betriebs beobachtest du die Wasserflächen und greifst ein, wenn Regeln missachtet werden oder jemand Hilfe braucht. Du beantwortest Fragen und leitest je nach Plan einen Schwimmkurs. Im Technikbereich misst du Wasserwerte, dokumentierst Ergebnisse und prüfst Filter- und Dosieranlagen. Reinigung, Hygiene, Kassenaufgaben und die Vorbereitung von Veranstaltungen gehören ebenfalls dazu.

Vor dem Einlass: Wasserwerte messen, Filter kontrollieren, Chlorwert dokumentieren.

6:00 Uhr

Frühschwimmer kommen.

Aufsicht am Becken, und nebenher läuft die Technik weiter.

7:00 Uhr

Schulklasse im Lehrschwimmbecken.

Du hast dreißig Kinder und ein Becken im Blick.

10:00 Uhr

Reinigung und Nachdosieren.

Zwischen zwei Ansturmzeiten ist Zeit für die Anlage.

13:00 Uhr

Nachmittagsbetrieb.

Am Beckenrand passiert selten etwas, und genau deshalb schaust du hin.

15:00 Uhr

Becken räumen, Rundgang, abschließen.

20:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Schichtdienst, Wochenenden und Feiertage. Wenn andere ins Bad gehen, arbeitest du.
  • Aufsicht heißt stundenlang aufmerksam bleiben, obwohl nichts passiert. Das ist anstrengender, als es aussieht.
  • Chlor, Feuchtigkeit und Lärm den ganzen Tag. Die Luft im Hallenbad ist gewöhnungsbedürftig.
  • Im Ernstfall trägst du Verantwortung für ein Menschenleben, und dafür gibt es keine zweite Chance.

Besser als sein Ruf

  • Die meisten Bäder sind kommunal. Tarifvertrag, geregelte Zuschläge und ein sicherer Arbeitsplatz sind hier die Regel.
  • Der Beruf ist viel technischer, als von außen sichtbar: Wasserchemie, Filteranlagen, Messtechnik.
  • Du bist den ganzen Tag in Bewegung und arbeitest nicht am Bildschirm.
  • Ausgebildete Fachangestellte werden gesucht. Viele Bäder finden keinen Nachwuchs.

Passt zu dir, wenn …

  • du sehr gut schwimmen und Verantwortung übernehmen möchtest
  • du Menschen beobachten und in Notfällen schnell handeln kannst
  • du Sport, Wasserchemie und Technik verbinden möchtest
  • du mit Schicht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit klarkommst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1.368,26 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.418,20 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.464,02 €

TVAöD-BT BBiG ab Mai 2026, brutto pro Monat

Private oder anders tarifgebundene Arbeitgeber können andere Beträge zahlen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in öffentlichem Dienst und Freizeitwirtschaft
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Sport, Biologie, Chemie.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Badebetrieb sicher beaufsichtigen
  • Rettungsschwimmen und Erste Hilfe anwenden
  • Schwimm- und Bewegungsangebote anleiten
  • Wasserchemie und Hygiene überwachen
  • technische Anlagen bedienen und kontrollieren
  • Besucher beraten und Konflikte lösen
  • Betriebsabläufe, Kasse und Veranstaltungen organisieren

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der konkrete Badtyp prägt den Anteil von Aufsicht, Kursen, Technik, Sauna und Veranstaltungen.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Meister/in für BäderbetriebeNach einigen Jahren im Beruf kannst du die Meisterprüfung ablegen. Danach übernimmst du Dienstplanung, Technik und Personalverantwortung und führst als Betriebsleitung ein Bad.
  • Technik und WasseraufbereitungFilter, Chlorung, Messtechnik, Lüftung: Wer sich hier einarbeitet, wird im Bad zur Ansprechperson und kann in Richtung technische Betriebsführung gehen.
  • Schwimmunterricht und KursbereichMit Zusatzqualifikationen gibst du Schwimmkurse, Aquafitness oder Rettungsschwimm-Ausbildungen. Das ist Arbeit mit Gruppen statt Aufsicht am Beckenrand.
  • Wechsel in Therme, Freizeitbad oder VereinKommunale Bäder, große Thermen und Vereine sind sehr verschiedene Arbeitsplätze. Wer beide Seiten kennt, hat bei der Stellensuche die Wahl.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg im öffentlichen Dienst ca. 2.800–3.100 € brutto im Monat
  • Mit Meisterbrief oder Betriebsleitung ca. 3.400–4.200 € brutto im Monat

Die meisten Bäder gehören einer Kommune oder einem Stadtwerk, deshalb ist die Bezahlung an den TVöD gebunden und liegt über dem, was viele im Dienstleistungsbereich verdienen. Zuschläge für Wochenend- und Feiertagsdienst kommen dazu. In privaten Thermen und Freizeitbädern kann das anders aussehen.

Wusstest du?

Für die Ausbildung wird fast überall das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Silber verlangt. Dazu gehört unter anderem, aus zwei Metern Tiefe einen fünf Kilogramm schweren Ring heraufzuholen.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Fachangestellte/r für Bäderbetriebe?

In der Ausbildung gilt in kommunalen Bädern meist der Tarifvertrag für Auszubildende im öffentlichen Dienst, im ersten Jahr rund 1.200 €. Nach der Ausbildung richtet sich das Gehalt nach dem TVöD und ist damit vergleichsweise gut planbar.

Wie gut muss man als Fachangestellte/r für Bäderbetriebe schwimmen können?

Sehr gut. Vor der Ausbildung steht in der Regel ein Sporttest, und das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Silber wird praktisch überall verlangt.

Muss ich immer am Beckenrand stehen?

Nein. Aufsicht ist ein Teil. Wasseraufbereitung, Technik, Reinigung, Kassenbereich und Kursbetreuung gehören genauso dazu.

Arbeite ich auch am Wochenende?

Ja. Ein Bad hat offen, wenn andere frei haben. Schichtdienst, Wochenenden und Feiertage gehören zum Beruf.

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