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Berufsfeld Wirtschaft & Verwaltung · Duale Ausbildung

Sport- und Fitnesskaufmann/-frau

Du organisierst den Betrieb von Fitnessstudios, Vereinen oder Freizeitanlagen, berätst Mitglieder und planst Angebote, Marketing und Veranstaltungen. Sportnähe trifft auf Verkauf, Verwaltung und Zahlen.
  • 3 Jahre
  • ca. 724–1.000 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss oder Hochschulreife
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 724 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Fitnessstudios, Sportvereinen, Verbänden, Freizeitanlagen, Sportämtern und Gesundheits- oder Rehazentren.

  • Mitglieder, Kunden und Interessenten beraten
  • Sport- und Fitnessangebote organisatorisch planen
  • Verträge, Beiträge und Zahlungsvorgänge bearbeiten
  • Marketingaktionen und Veranstaltungen vorbereiten
  • Räume, Geräte und Termine koordinieren
  • Kennzahlen, Auslastung und Servicequalität auswerten

Ein Tag als Sport- und Fitnesskaufmann/-frau

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Mitglieder, Kunden und Interessenten beraten; Sport- und Fitnessangebote organisatorisch planen; Verträge, Beiträge und Zahlungsvorgänge bearbeiten. Später kommen hinzu: Marketingaktionen und Veranstaltungen vorbereiten; Räume, Geräte und Termine koordinieren; Kennzahlen, Auslastung und Servicequalität auswerten. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Studio öffnen, Geräte und Sauberkeit kontrollieren.

9:00 Uhr

Beratungsgespräch mit Interessenten, Probetraining vereinbaren.

10:00 Uhr

Kursplan für den nächsten Monat erstellen, Trainer einteilen.

12:00 Uhr

Beitragsläufe prüfen, Kündigungen und Rücklastschriften bearbeiten.

14:00 Uhr

Aktion für den Herbst planen und Werbemittel bestellen.

16:00 Uhr

Abendbetrieb: an der Theke, Mitglieder ansprechen, Fragen klären.

18:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Abend- und Wochenendarbeit, weil dann trainiert wird.
  • Vertriebsdruck: Neue Verträge sind das Geschäft.
  • Die Ausbildungsvergütung liegt am unteren Ende.
  • Kündigungswellen im Frühjahr sind Routine und trotzdem unangenehm.

Besser als sein Ruf

  • Du arbeitest in einem Umfeld, das dir wahrscheinlich ohnehin Spaß macht.
  • Ein kaufmännischer Abschluss, der auch außerhalb der Branche zählt.
  • Verantwortung schon früh, gerade in kleineren Studios.
  • Trainerlizenzen lassen sich gut parallel erwerben.

Passt zu dir, wenn …

  • du Sport und kaufmännische Arbeit verbinden möchtest
  • du gerne Mitglieder berätst und Angebote erklärst
  • du Organisation und Verkauf nicht unterschätzt
  • du flexible Arbeitszeiten im Sportbetrieb akzeptierst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 724–1.000 €
  • 2. Ausbildungsjahr 854–1.150 €
  • 3. Ausbildungsjahr 977–1.300 €

Aktuelle Arbeitgeber- und Mindestwertspanne der Fitnessbranche 2026, brutto pro Monat

Die Fitnessbranche ist tariflich uneinheitlich. Die Spanne verbindet gesetzliche Untergrenze und aktuelle Arbeitgeberbeispiele.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in der Sport- und Fitnesswirtschaft
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss oder Hochschulreife

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss oder Hochschulreife ein. Hilfreich sind besonders Sport, Wirtschaft/Recht, Deutsch, Mathematik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Sport- und Dienstleistungsangebote entwickeln
  • Kunden beraten und Mitglieder betreuen
  • Verträge, Beiträge und Rechnungen bearbeiten
  • Marketing und Vertrieb umsetzen
  • Sportstätten und Geräte organisieren
  • Veranstaltungen planen und begleiten
  • Personal-, Qualitäts- und Sicherheitsaufgaben bearbeiten

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Fitnessstudio, Verein, Verband, Freizeitbetrieb oder kommunale Sportstätte prägen den konkreten Schwerpunkt.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • StudioleitungEin Studio zu führen heißt Personal, Mitglieder, Kurse und Zahlen zu verantworten.
  • Vertrieb und MitgliederbindungNeue Mitglieder gewinnen und bestehende halten entscheidet über den Erfolg eines Studios.
  • Fachwirt im Sport oder StudiumSportfachwirt oder ein Studium im Sportmanagement führen in größere Häuser und Verbände.
  • Eigenes StudioDie Selbstständigkeit ist in der Branche ein üblicher Weg, mit entsprechendem Risiko.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.200–2.600 € brutto im Monat
  • Als Studioleitung oder im Vertrieb ca. 2.900–3.800 € brutto im Monat

Die Branche ist selten tarifgebunden, und die Löhne liegen unter dem kaufmännischen Durchschnitt. Provisionen im Vertrieb machen einen Teil aus.

Wusstest du?

Fitnessverträge dürfen sich nach der Erstlaufzeit nur noch auf unbestimmte Zeit verlängern und sind dann mit einem Monat Frist kündbar. Automatische Verlängerungen um ein ganzes Jahr sind seit der Gesetzesänderung von 2022 unwirksam.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Sport- und Fitnesskaufmann/-frau?

Du führst den kaufmännischen Betrieb einer Sporteinrichtung: Mitglieder beraten und betreuen, Verträge abschließen, Kurse und Trainer planen, Marketing umsetzen, Kosten und Umsätze überwachen.

Wie viel verdient man als Sport- und Fitnesskaufmann/-frau?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb bei rund 724 bis 1.000 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im unteren Bereich der kaufmännischen Berufe; mit Studioleitung deutlich höher.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Drei Jahre.

Ist das ein Trainerberuf?

Nein, der Schwerpunkt ist kaufmännisch. Trainerlizenzen kannst du zusätzlich erwerben, und viele Betriebe unterstützen das.

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