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Berufsfeld Gesundheit & Medizin · Schulische Ausbildung

Notfallsanitäter/in

In dieser Ausbildung arbeitest du an präklinische Notfallmedizin, Rettung und sichere Übergabe. Theorie, praktische Übungen und Praxiseinsätze greifen ineinander – der genaue Ablauf hängt bei landesrechtlichen Bildungsgängen von Bundesland und Schule ab.
  • 3 Jahre
  • Vergütung nach Träger und Tarif
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Dauer der Ausbildung

Vergütung nach Träger und Tarif

Finanzierung der schulischen Ausbildung

Staatliche Prüfung

Abschluss der schulischen Ausbildung

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest im Rettungsdienst, auf Rettungswachen, in Einsatzfahrzeugen, Leitstellen oder notfallmedizinischen Einrichtungen.

  • Notfallsituationen und Gefahrenlage erfassen
  • Patienten untersuchen und lebensrettende Maßnahmen einleiten
  • medizinische Geräte und Medikamente einsetzen
  • Transport und Übergabe organisieren
  • Einsatzstelle mit Partnern koordinieren
  • Einsatz und medizinische Maßnahmen dokumentieren

Ein Tag als Notfallsanitäter/in

So läuft dein Tag

Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um präklinische Notfallmedizin, Rettung und sichere Übergabe, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.

Dienstbeginn: Fahrzeug prüfen, Medikamente und Geräte kontrollieren.

6:00 Uhr

Erster Einsatz: Sturz mit Verdacht auf Oberschenkelbruch.

6:45 Uhr

Reanimation.

Alles, was du gelernt hast, in wenigen Minuten.

9:00 Uhr

Übergabe im Schockraum, Dokumentation schreiben.

11:30 Uhr

Krankentransport zwischen zwei Kliniken.

13:00 Uhr

Fahrzeug wieder herrichten, Verbrauch nachfüllen.

16:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Wechselschicht rund um die Uhr, auch an Feiertagen.
  • Du siehst Dinge, die man nicht abends abstellt.
  • Körperlich schwer: Tragen unter schlechten Bedingungen.
  • Gewalt gegen Rettungskräfte ist ein reales, wachsendes Problem.

Besser als sein Ruf

  • Hohe Ausbildungsvergütung und tarifliche Sicherheit.
  • Ein Beruf, in dem deine Entscheidungen unmittelbar zählen.
  • Sehr starker Zusammenhalt im Team.
  • Klare Wege weiter: Praxisanleitung, Leitstelle, Studium.

Passt zu dir, wenn …

  • du auch in unübersichtlichen Situationen ruhig bleibst
  • du körperlich fit und belastbar bist
  • du Verantwortung und Teamarbeit magst
  • du medizinische Entscheidungen systematisch vorbereitest

Gehalt und Ausbildung

Was die Ausbildung kostet

Finanzierung

Modell: vergütete schulisch-praktische Ausbildung mit Ausbildungsvertrag Ausbildungsvergütung: Ausbildungsvergütung ist vorgesehen; Höhe richtet sich nach Träger und Tarif Schulgeld: kein Schulgeld bei gesetzlich geregelter Ausbildung; Lernmittelregelungen beachten Förderung: ergänzende Unterstützung kann abhängig von persönlicher Situation möglich sein

Die Ausbildung ist bezahlt; konkrete Monatsbeträge werden nicht als allgemeingültig versprochen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Schulische und praktische Ausbildung mit Ausbildungsvertrag
  • Regelung Bundesrechtlich geregelt
  • Dauer 36 Monate (3 Jahre)
  • Lernorte Schule und Praxis
  • Prüfung Staatliche Prüfung
  • Schulabschluss Meist hauptschul- oder mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Meistens brauchst du einen mittleren Schulabschluss oder einen Hauptschulabschluss mit einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung. Dazu kommt der Nachweis, dass du gesundheitlich geeignet bist.

Bundesweit einheitliche Berufs- und Prüfungsregelung; Schulstandorte und Bewerbungsfristen unterscheiden sich regional.

Lernorte: staatlich anerkannte Schule und kooperierende Klinik beziehungsweise Praxiseinrichtungen

Praxisanteil: umfangreiche praktische Ausbildung in kooperierenden Einrichtungen

Abschluss: bundesrechtlich geregelte staatliche Prüfung

Was du lernst

  • Anatomie, Notfallmedizin und Pharmakologie anwenden
  • Patienten strukturiert untersuchen
  • lebensrettende Maßnahmen durchführen
  • Rettungsfahrzeuge und Medizintechnik bedienen
  • Einsatzstellen und Transporte organisieren
  • mit Leitstelle, Feuerwehr und Klinik kommunizieren
  • Belastungen reflektieren und Dokumentation sichern

Ausbildungsvarianten

Der Berufsabschluss ist bundesrechtlich geregelt. Schulen können Lernangebote und Praxiskonzepte unterschiedlich organisieren, der staatliche Abschluss bleibt bundesweit vergleichbar.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • PraxisanleitungAuszubildende im Rettungsdienst anzuleiten ist eine gefragte Zusatzqualifikation.
  • LeitstelleAls Disponent Notrufe abfragen und Einsätze koordinieren.
  • Organisatorischer Leiter RettungsdienstBei Großschadenslagen die Einsatzabwicklung führen.
  • StudiumNotfallpflege und Rettungswissenschaften bauen auf der Ausbildung auf.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 3.100–3.500 € brutto im Monat
  • Mit Erfahrung, Zulagen oder Funktion ca. 3.800–4.800 € brutto im Monat

Zulagen für Wechselschicht, Nacht und Wochenende machen einen erheblichen Teil aus. Öffentliche und kirchliche Träger zahlen nach Tarif.

Wusstest du?

Notfallsanitäter dürfen in bestimmten, genau festgelegten Lagen selbst Medikamente geben, bevor ein Arzt eintrifft. Diese Befugnis ist im Notfallsanitätergesetz verankert und war der eigentliche Grund für die Reform der Ausbildung.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Notfallsanitäter/in?

Du versorgst Notfallpatienten: Lage einschätzen, lebensrettende Maßnahmen durchführen, Medikamente nach Vorgabe geben, Patienten überwachen und transportieren, mit Notarzt und Klinik zusammenarbeiten.

Wie viel verdient man als Notfallsanitäter/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung meist nach TVAöD bei rund 1.290 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung gilt der TVöD oder ein Tarif des Trägers, mit Zulagen für Schicht, Nacht und Wochenende.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Notfallsanitäter?

Drei Jahre.

Was ist der Unterschied zum Rettungssanitäter?

Der Rettungssanitäter absolviert einen mehrmonatigen Lehrgang. Der Notfallsanitäter hat eine dreijährige Ausbildung und darf deutlich mehr eigenständig tun.

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