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Berufsfeld Metall & Maschinenbau · Duale Ausbildung

Bergbautechnologe/-technologin

Du arbeitest mit großen Maschinen und technischen Prozessen, um Rohstoffe zu erschließen oder tiefe Bohrungen herzustellen. Dabei beobachtest du geologische Bedingungen, sicherst Arbeitsbereiche und überwachst Anlagen. Der Beruf ist technisch, verantwortungsvoll und stark spezialisiert.
  • 3 Jahre
  • ca. 992–1.122 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Schulabschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 992 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Bergbaubetrieben, Tiefbohrunternehmen, Rohstoffgewinnung, Untertagedeponien oder spezialisierten technischen Dienstleistern. Je nach Fachrichtung liegen die Arbeitsorte unter Tage oder an großen Bohranlagen im Freien.

  • Maschinen und Anlagen der Bergbautechnik in Betrieb nehmen und bedienen
  • geologische Bedingungen und Gesteinsschichten beurteilen
  • Bergbau- oder Bohrprozesse überwachen und dokumentieren
  • Maschinen montieren, warten und bei Störungen prüfen
  • Transport-, Förder- und Logistikprozesse sicher durchführen
  • Arbeits-, Gesundheits-, Umwelt- und Sicherheitsregeln einhalten

Ein Tag als Bergbautechnologe/-technologin

So läuft dein Tag

In der Tiefbautechnik fährst du mit dem Team in bergbauliche Bereiche ein, kontrollierst Maschinen, Sicherung und Luftverhältnisse und unterstützt beim Erschließen, Unterhalten oder Sichern von Grubenräumen. Du beobachtest Gestein und Anlagenzustand und reagierst auf Abweichungen. In der Tiefbohrtechnik arbeitest du meist über Tage an Bohranlagen. Du kontrollierst Bohrwerkzeuge, Bohrspülung und Messdaten, begleitest Bohrlochmessung und Zementierung und überwachst den Prozess. In beiden Fachrichtungen gehören Wartung, Logistik und strenge Sicherheitsabläufe dazu.

Einfahren: Ausrüstung fassen, Unterweisung, Anschlagen der Marke.

5:30 Uhr

Betriebspunkt prüfen: Wetter, Firste, Ausbau.

6:30 Uhr

Vortrieb: bohren, laden, ausbrechen, sichern.

8:00 Uhr

Maschine warten, Hydraulik und Schneidwerkzeuge prüfen.

11:00 Uhr

Fördereinrichtung kontrollieren und Material abtransportieren.

13:00 Uhr

Ausfahren, Übergabe, Dokumentation.

14:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Arbeit unter Tage: eng, staubig, warm, ohne Tageslicht.
  • Schichtbetrieb und lange Anfahrtszeiten im Berg.
  • Strenge Sicherheitsvorschriften, die aus gutem Grund bestehen.
  • Der klassische Bergbau in Deutschland ist stark geschrumpft.

Besser als sein Ruf

  • Sehr gute Bezahlung mit Zulagen, die es sonst kaum gibt.
  • Geothermie und Untergrundspeicher geben dem Beruf eine neue Zukunft.
  • Extrem kollegiale Betriebe. Unter Tage verlässt man sich aufeinander.
  • Ein Beruf mit Technik in einer Größenordnung, die man sonst nicht sieht.

Passt zu dir, wenn …

  • du große Maschinen und komplexe technische Abläufe spannend findest
  • du dich für Gestein, Geologie und Rohstoffgewinnung interessierst
  • du sicherheitskritische Regeln zuverlässig einhalten kannst
  • du bei Messwerten und Störungen ruhig und systematisch bleibst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr ca. 992–1.122 €
  • 2. Ausbildungsjahr ca. 1.131–1.351 €
  • 3. Ausbildungsjahr ca. 1.232–1.610 €

Beispielwerte 2026, brutto pro Monat

Die Vergütung hängt stark von Fachrichtung, Rohstoffbranche, Region und Tarifvertrag ab.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung im Bergbau
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Schulabschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Viele Betriebe achten auf einen mittleren Abschluss. Technik, Physik, Mathematik, Geografie und Informatik helfen dir beim Verständnis von Maschinen, Geologie und Prozessdaten.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Zusätzlich können gesundheitliche Eignung, Verantwortungsbewusstsein und ein Praktikum im spezialisierten Betrieb wichtig sein.

Was du lernst

  • Bergbau- und Bohrmaschinen bedienen, montieren und warten
  • Werkstoffe bearbeiten und Steuerungstechnik anwenden
  • geologische Bedingungen und Gestein beurteilen
  • Grubenräume sichern oder Bohrlöcher herstellen und kontrollieren
  • Messwerte, Prozessdaten und technische Pläne auswerten
  • Transport- und Förderprozesse organisieren
  • Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzmaßnahmen umsetzen

Fachrichtungen

Tiefbautechnik konzentriert sich auf Grubenräume, Gewinnung, Förderung und Arbeiten unter Tage. Tiefbohrtechnik behandelt tiefe Bohrungen, Bohrspülung, Messung, Zementierung und übertägige Bohranlagen.

– Tiefbautechnik

– Tiefbohrtechnik

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Fachrichtung TiefbautechnikArbeiten unter Tage: Vortrieb, Ausbau und Gewinnung.
  • Fachrichtung TiefbohrtechnikBohrungen für Geothermie, Wasser und Rohstoffe niederbringen.
  • SteigerDie Aufstiegsfortbildung führt in die Aufsicht über Betriebspunkte und Personal.
  • Geothermie und UntergrundspeicherDer Untergrund wird für Wärme und Speicherung wichtiger. Ein wachsendes Feld.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 3.000–3.600 € brutto im Monat
  • Mit Untertagezulagen oder als Steiger ca. 4.000–5.200 € brutto im Monat

Bergbaubetriebe zahlen nach eigenen Tarifverträgen mit Zulagen für Schicht, Untertage und Erschwernis.

Wusstest du?

Die Wetterführung, also die Bewegung der Luft, ist unter Tage lebenswichtig und wird ständig gemessen. Frischluft wird über einen Schacht eingezogen und über einen anderen abgeführt; ein einziger falsch gesetzter Wetterbau kann ganze Strecken unbefahrbar machen.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Bergbautechnologe/-technologin?

Du arbeitest im Berg- und Bohrbetrieb: Vortriebe herstellen und sichern, Maschinen und Anlagen bedienen und warten, Bohrungen niederbringen, Wetterführung und Sicherheit überwachen.

Wie viel verdient man als Bergbautechnologe/-technologin?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 992 bis 1.122 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst mit Zulagen für Untertagearbeit deutlich über dem Durchschnitt.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Drei Jahre.

Gibt es Bergbau in Deutschland noch?

Der Steinkohlenbergbau ist beendet, aber Salz, Kali, Erze und Industrieminerale werden weiter gefördert. Dazu kommen Tiefbohrtechnik, Geothermie und Untergrundspeicher.

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