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Berufsfeld Metall & Maschinenbau · Duale Ausbildung

Berg- und Maschinenmann/-frau

Du arbeitest dort, wo Rohstoffe gewonnen, Strecken gesichert und Material transportiert wird. Je nach Fachrichtung bedienst du Gewinnungsmaschinen oder hältst Förderanlagen, Pumpen und Leitungen in Betrieb. Die Ausbildung dauert zwei Jahre und verlangt viel Sicherheitsbewusstsein.
  • 2 Jahre
  • ca. 1.080 € im 1. Jahr
  • Häufig Hauptschulabschluss
Dauer 2 Jahre

2 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.080 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Betrieben des Rohstoffbergbaus, in Untertagedeponien, im Schacht- und Tunnelbau oder in Bereichen der Altbergbausanierung. Je nach Betrieb bist du unter Tage, in technischen Anlagen oder auf Betriebsgeländen im Freien eingesetzt.

  • Bergwerksbereiche und Arbeitsstellen sichern
  • Bohr-, Gewinnungs-, Transport- und Förderanlagen bedienen
  • Maschinen, Leitungen, Pumpen und Transporteinrichtungen montieren
  • Verschleiß und Störungen erkennen und Instandhaltungsarbeiten ausführen
  • Rohstoffe, Gestein und Material sicher transportieren
  • Lüftungs-, Entwässerungs- und weitere Versorgungseinrichtungen unterstützen

Ein Tag als Berg- und Maschinenmann/-frau

So läuft dein Tag

Vor Schichtbeginn besprecht ihr Arbeitsbereich, Gefahren und geplante Aufgaben. Du kontrollierst Maschinen und Schutztechnik und fährst anschließend mit dem Team zum Einsatzort. In der Fachrichtung Vortrieb und Gewinnung unterstützt du dabei, Strecken zu schaffen, Gestein zu lösen und Bereiche zu sichern. In Transport und Instandhaltung kümmerst du dich stärker um Förderbänder, Grubenbahnen, Pumpen sowie Rohr- und Schlauchleitungen. Du tauschst Verschleißteile, reinigst Anlagen und prüfst, ob alles betriebsbereit ist. Sicherheitsregeln gelten dabei ohne Ausnahme.

Schichtbeginn, Ausrüstung fassen, Unterweisung.

5:30 Uhr

Anlage prüfen: Bandanlagen, Antriebe, Sicherheitsschalter.

6:30 Uhr

Material fördern und transportieren, Störungen beheben.

8:30 Uhr

Wartung: schmieren, spannen, verschlissene Teile tauschen.

11:00 Uhr

Betriebspunkt sichern und Ausbau kontrollieren.

13:00 Uhr

Übergabe an die nächste Schicht.

14:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Staub, Lärm und enge Verhältnisse.
  • Schichtbetrieb und frühe Anfangszeiten.
  • Zwei Jahre sind ein Grundberuf, kein Endpunkt.
  • Der Bergbau in Deutschland ist deutlich kleiner geworden.

Besser als sein Ruf

  • Gute Bezahlung mit Zulagen schon nach zwei Jahren.
  • Der Weg ins dritte Jahr steht offen.
  • Rohstoffe wie Kali und Salz werden weiter gebraucht.
  • Sehr enger Zusammenhalt in den Betrieben.

Passt zu dir, wenn …

  • du Maschinen, Technik und praktische Reparaturen magst
  • du körperlich belastbar bist und mit engen oder ungewöhnlichen Arbeitsorten klarkommst
  • du Sicherheitsregeln ohne Diskussion einhältst
  • du dich auf ein festes Team verlassen kannst und selbst verlässlich bist

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr ca. 1.080 €
  • 2. Ausbildungsjahr ca. 1.200–1.300 €

Beispielwerte 2026, brutto pro Monat

Die tatsächliche Vergütung hängt von Rohstoffbereich, Betrieb, Region und Tarifvertrag ab.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung im Bergbau
  • Dauer 2 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Hauptschulabschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. In der Praxis ist ein Hauptschulabschluss eine häufige Grundlage. Werken/Technik und Mathematik helfen dir bei Maschinen, Zeichnungen, Kräften und Querschnitten.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Zusätzlich können eine ärztlich bestätigte Eignung, Belastbarkeit und sehr zuverlässiges Sicherheitsverhalten wichtig sein.

Was du lernst

  • bergmännische Arbeitsplätze und Verkehrswege sichern
  • Metall und weitere Werkstoffe bearbeiten
  • Maschinen und Fördereinrichtungen bedienen
  • Leitungen, Pumpen und Transportanlagen montieren und warten
  • technische Zeichnungen und bergbauliche Pläne lesen
  • Störungen erkennen und einfache Instandsetzungen durchführen
  • Arbeitsschutz, Wetterführung und Gefahrenabwehr beachten

Fachrichtungen

In Vortrieb und Gewinnung geht es stärker um das Erschließen, Sichern und Gewinnen. In Transport und Instandhaltung stehen Fördertechnik, Leitungen, Pumpen und Reparaturen im Mittelpunkt.

– Vortrieb und Gewinnung

– Transport und Instandhaltung

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Drittes AusbildungsjahrDer Beruf dauert zwei Jahre. Mit dem dritten Jahr wirst du Bergbautechnologe.
  • Maschinen- und AnlagentechnikFördereinrichtungen und Aufbereitungsanlagen betreuen.
  • InstandhaltungWer Maschinen im Berg instand hält, ist unverzichtbar.
  • SteigerÜber Berufserfahrung und Fortbildung geht es in die Aufsicht.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.900–3.400 € brutto im Monat
  • Nach dem dritten Jahr oder mit Untertagezulagen ca. 3.600–4.600 € brutto im Monat

Bergbaubetriebe zahlen nach eigenen Tarifverträgen mit Schicht- und Erschwerniszulagen.

Wusstest du?

Bandanlagen unter Tage laufen über Kilometer und transportieren tausende Tonnen am Tag. Ein einziges falsch laufendes Band verschleißt in Tagen, was sonst Jahre hält. Deshalb gehört das Kontrollieren des Bandlaufs zu den wichtigsten Routineaufgaben.

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Unternehmen mit diesem Beruf

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Berg- und Maschinenmann/-frau?

Du arbeitest in Bergbau- und Aufbereitungsbetrieben: Maschinen und Anlagen bedienen und warten, Material gewinnen und transportieren, Grubenbaue sichern, Sicherheitseinrichtungen prüfen.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Zwei Jahre. Sie ist die Grundstufe zur dreijährigen Ausbildung als Bergbautechnologe.

Wie viel verdient man als Berg- und Maschinenmann/-frau?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.080 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst mit Zulagen deutlich über dem Durchschnitt vergleichbarer Grundberufe.

Arbeitet man immer unter Tage?

Nicht zwingend. Auch Tagebaue und Aufbereitungsanlagen über Tage beschäftigen diesen Beruf.

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