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Berufsfeld Metall & Maschinenbau · Duale Ausbildung

Behälter- und Apparatebauer/in

Du baust Behälter, Apparate und Rohrsysteme für Industrieanlagen – zum Beispiel für Lebensmittel, Pharma, Chemie oder Energie. Dafür formst du Bleche und Rohre, schweißt Bauteile zusammen und prüfst, ob später alles dicht und sicher funktioniert.
  • 3,5 Jahre
  • ca. 724–1.130 € im 1. Jahr
  • Meist Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
Dauer 3,5 Jahre
Arbeitssituation im Beruf Behälter- und Apparatebauer/in

3,5 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 724 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Gesellenprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Betrieben des Behälter-, Apparate-, Anlagen-, Metall- oder Maschinenbaus. Viele Aufgaben finden in Werkstätten und Fertigungshallen statt. Für Montage, Inbetriebnahme und Reparatur bist du auch bei Kunden in Industrieanlagen unterwegs.

  • Fertigungsabläufe planen und technische Zeichnungen auswerten
  • Bleche, Rohre und Profile zuschneiden, biegen und formen
  • Bauteile aus Stahl, Edelstahl, Kupfer oder anderen Werkstoffen schweißen
  • Behälter, Apparate und Rohrleitungssysteme montieren
  • Anlagen beim Kunden aufstellen, in Betrieb nehmen und prüfen
  • Bauteile warten, reparieren und Oberflächen schützen

Ein Tag als Behälter- und Apparatebauer/in

So läuft dein Tag

In der Werkstatt prüfst du Zeichnung, Maße und Material. Anschließend schneidest du Bleche oder Rohre zu und formst sie mit Maschinen. Einzelne Teile heftest und schweißt du zusammen, bearbeitest die Nähte und kontrollierst, ob die Baugruppe maßhaltig ist. Große Apparate werden oft erst beim Kunden vollständig montiert. Dort verbindest du Baugruppen und Rohrleitungen, führst Druck- oder Dichtheitsprüfungen durch und hilfst bei der Inbetriebnahme. Auch Wartung und Reparatur bestehender Anlagen gehören dazu.

Zeichnung und Abwicklung prüfen, Blechzuschnitt anzeichnen.

6:30 Uhr

Blech schneiden und auf der Rundmaschine walzen.

7:30 Uhr

Mantel heften, Rundheit prüfen, Böden ansetzen.

10:00 Uhr

Schweißen nach Verfahrensanweisung, Wurzel und Decklage.

12:30 Uhr

Stutzen einschweißen, Beize und Passivierung vorbereiten.

14:30 Uhr

Druckprüfung ansetzen, Protokoll ausfüllen.

16:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Arbeiten im Behälterinneren sind eng, laut und warm.
  • Schweißrauch und Zwangshaltungen belasten.
  • Druckbehälter unterliegen strengen Prüfungen; Nacharbeit ist teuer.
  • Montage bedeutet Zeit auswärts.

Besser als sein Ruf

  • Ein seltener Beruf mit sehr guten Übernahmechancen.
  • Edelstahlarbeit für Pharma und Lebensmittel ist Präzisionsarbeit mit gutem Lohn.
  • Schweißprüfungen gelten europaweit.
  • Anlagenbau und Energiewende sorgen für Aufträge.

Passt zu dir, wenn …

  • du gerne sehr genau mit Metall und Maschinen arbeitest
  • du technische Zeichnungen räumlich verstehen kannst
  • du Schweißen und anspruchsvolle Handarbeit lernen möchtest
  • du auch bei großen Bauteilen und Montagen den Überblick behältst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr ca. 724–1.130 €
  • 2. Ausbildungsjahr ca. 854–1.183 €
  • 3. Ausbildungsjahr ca. 977–1.307 €
  • 4. Ausbildungsjahr ca. 1.014–1.363 €

Beispielwerte 2026, brutto pro Monat

Die genaue Vergütung hängt von Betrieb, Bundesland und Tarifvertrag ab.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung im Handwerk
  • Dauer 3,5 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Gesellenprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, meist Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Häufig stellen Betriebe Jugendliche mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Werken/Technik, Mathematik und Physik helfen dir bei Zeichnungen, Werkstoffen und Berechnungen.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Handwerkliches Geschick, räumliches Denken, Zuverlässigkeit und ein Praktikum können für den Betrieb besonders wichtig sein.

Was du lernst

  • technische Zeichnungen und Fertigungsunterlagen lesen
  • Metalle und weitere Werkstoffe auswählen und bearbeiten
  • Bauteile biegen, kanten, treiben, trennen und schweißen
  • Behälter, Apparate und Rohrsysteme montieren und demontieren
  • Oberflächen behandeln und gegen Korrosion schützen
  • Maße, Schweißnähte, Druck und Dichtheit prüfen
  • Anlagen beim Kunden aufstellen, warten und instand setzen

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Je nach Betrieb arbeitest du stärker mit bestimmten Werkstoffen, Branchen oder Anlagen – etwa Lebensmitteltechnik, Pharma, Chemie, Energie oder Schiffbau.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Meister/in im Behälter- und ApparatebauerhandwerkDer Meisterbrief führt zur Werkstattleitung oder zum eigenen Betrieb.
  • Schweißprüfungen für DruckbehälterGeprüfte Verfahren sind hier Voraussetzung und werden entsprechend bezahlt.
  • Montage und RevisionAnlagen beim Kunden aufbauen und instand setzen, oft mit Auslöse.
  • Techniker für MaschinenbauÜber die Fachschule geht es in Konstruktion und Bauleitung.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.800–3.300 € brutto im Monat
  • Mit Schweißprüfungen oder auf Montage ca. 3.700–4.900 € brutto im Monat

Edelstahlverarbeitung für Lebensmittel- und Pharmaanlagen ist ein besonders gut bezahlter Bereich.

Wusstest du?

Edelstahlnähte werden nach dem Schweißen gebeizt und passiviert: Erst dadurch bildet sich die schützende Oxidschicht neu. Ohne diesen Schritt rostet auch Edelstahl. Genau an der Naht, die eigentlich die stabilste Stelle sein sollte.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Behälter- und Apparatebauer/in?

Du baust Behälter, Rohrleitungen und Apparate: Bleche zuschneiden und umformen, Rundungen walzen, Bauteile heften und schweißen, Apparate montieren, Druckprüfungen durchführen.

Wie viel verdient man als Behälter- und Apparatebauer/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb bei rund 724 bis 1.130 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich des Metallhandwerks, mit Schweißprüfungen deutlich darüber.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Dreieinhalb Jahre.

Was ist der Unterschied zum Konstruktionsmechaniker?

Die Arbeiten ähneln sich. Der Behälter- und Apparatebauer ist ein Handwerksberuf mit Schwerpunkt auf Behältern, Apparaten und Rohrleitungen, oft für Chemie und Lebensmittelindustrie.

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