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Berufsfeld Gesundheit & Medizin · Duale Ausbildung

Zahntechniker/in

Du fertigst Kronen, Brücken, Prothesen, Schienen und kieferorthopädische Geräte. Modelle, Scans, CAD, Fräsen, 3D-Druck, Metall, Kunststoff und Keramik werden zu individuellem Zahnersatz.
  • 3,5 Jahre
  • ca. 924 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss
Dauer 3,5 Jahre

3,5 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 924 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Gesellenprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in gewerblichen Dentallaboren, Praxislaboren, Zahnkliniken und Unternehmen für dentale Fertigung und Werkstoffe.

  • Arbeitsauftrag, Scan-, Abdruck- und Modelldaten prüfen
  • Modelle, Bissregistrate und Arbeitsunterlagen herstellen
  • Zahnersatz digital konstruieren und fertigen
  • Metall, Kunststoff, Keramik und Verbundwerkstoffe verarbeiten
  • Prothesen, Kronen, Brücken und Schienen ausarbeiten
  • Passung, Funktion, Farbe und Oberfläche kontrollieren

Ein Tag als Zahntechniker/in

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Arbeitsauftrag, Scan-, Abdruck- und Modelldaten prüfen; Modelle, Bissregistrate und Arbeitsunterlagen herstellen; Zahnersatz digital konstruieren und fertigen. Später kommen hinzu: Metall, Kunststoff, Keramik und Verbundwerkstoffe verarbeiten; Prothesen, Kronen, Brücken und Schienen ausarbeiten; Passung, Funktion, Farbe und Oberfläche kontrollieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Auftrag prüfen: Abdruck oder Scan, Farbangabe, Termin.

7:30 Uhr

Modell herstellen und Kiefer im Artikulator einsetzen.

8:30 Uhr

Krone am Rechner konstruieren und zum Fräsen geben.

10:00 Uhr

Keramik schichten: Farbe und Transluzenz aufbauen.

12:30 Uhr

Brennen, ausarbeiten und polieren.

14:30 Uhr

Arbeit gegen das Modell prüfen und verpacken.

16:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Feinste Arbeit über Stunden, oft unter der Lupe.
  • Der Einstiegsverdienst ist für dreieinhalb Jahre Ausbildung niedrig.
  • Termindruck: Der Patient sitzt am nächsten Tag im Stuhl.
  • Staub, Kunststoffe und Keramikstäube verlangen Absaugung.

Besser als sein Ruf

  • Handwerk und Hightech zugleich: Skalpell und Scanner.
  • Du fertigst etwas, das ein Mensch jeden Tag benutzt.
  • Der Meisterweg führt in ein eigenes Labor.
  • Zahntechniker werden gesucht; die Auftragslage ist stabil.

Passt zu dir, wenn …

  • du Präzision, Gestaltung und Medizintechnik verbinden möchtest
  • du sehr ruhig an kleinen Einzelstücken arbeitest
  • du räumliche Zahnformen und Bisssituationen gut verstehst
  • du digitale Konstruktion und Handarbeit gleichermaßen magst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 924 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.054 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.177 €
  • 4. Ausbildungsjahr 1.214 €

Regionale Empfehlung der Handwerkskammer, gültig ab Januar 2026, brutto pro Monat

Die Ausbildungsvergütung ist bundesweit nicht einheitlich tarifiert. Andere Innungen und Regionen können abweichende Empfehlungen verwenden.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung im Zahntechniker-Handwerk
  • Dauer 3,5 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Gesellenprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Kunst/Gestaltung, Biologie, Mathematik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Kiefer-, Zahn- und Werkstoffgrundlagen verstehen
  • Modelle und Arbeitsunterlagen herstellen
  • partiellen und totalen Zahnersatz fertigen
  • festsitzenden Zahnersatz und Keramik verarbeiten
  • kieferorthopädische und therapeutische Geräte herstellen
  • CAD/CAM, Scanner, Fräsen und 3D-Druck einsetzen
  • Passung, Funktion, Ästhetik und Qualität sichern

Monoberuf

Die seit 2022 modernisierte Ausbildung ist ein Monoberuf. Betrieb und Labor prägen Prothetik, Keramik, Implantate, Kieferorthopädie, CAD/CAM und weitere Spezialisierungen.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Meister/in im ZahntechnikerhandwerkDer Meisterbrief führt zum eigenen Labor und zur Ausbildungsberechtigung.
  • CAD/CAM-TechnikDigitale Konstruktion und Fräsen haben den Beruf verändert und bieten beste Aussichten.
  • ImplantatprothetikAufbauten für Implantate zu fertigen ist anspruchsvoll und gut bezahlt.
  • KieferorthopädieSchienen, Spangen und Aligner sind ein eigener, wachsender Bereich.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.400–2.800 € brutto im Monat
  • Mit Meisterbrief oder in der Implantatprothetik ca. 3.200–4.500 € brutto im Monat

Der Einstieg ist gemessen an der Ausbildungsdauer niedrig; mit Spezialisierung und Meisterbrief steigt der Verdienst deutlich.

Wusstest du?

Zahnfarben werden nicht bei jedem Licht bestimmt: Sie werden bei Tageslicht ausgewählt, weil Kunstlicht den Farbton verschiebt. Deshalb hängt in vielen Laboren eine Lampe mit genormter Farbtemperatur, sonst passt eine Krone im Behandlungszimmer und draußen nicht mehr.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Zahntechniker/in?

Du fertigst Zahnersatz: Modelle herstellen, Kronen und Brücken konstruieren, Prothesen aufstellen, Keramik schichten, Schienen und Spangen bauen, Arbeiten anpassen und reparieren.

Wie viel verdient man als Zahntechniker/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung bei rund 924 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich vergleichbarer Feinhandwerke, mit Meisterbrief deutlich darüber.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Zahntechniker?

Dreieinhalb Jahre.

Hat der Beruf durch Digitalisierung an Bedeutung verloren?

Nein, er hat sich verändert. Gescannt und gefräst wird digital, aber Verblendung, Anpassung und Ästhetik bleiben Handarbeit, und genau die entscheidet.

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