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Berufsfeld Kunsthandwerk & Musikinstrumente · Duale Ausbildung

Gold- und Silberschmied/in

Du entwirfst, fertigst und reparierst Schmuck, Geräte oder besondere Objekte aus Edelmetall. Je nach Fachrichtung stehen Schmuckstücke oder größere silberschmiedische Arbeiten im Mittelpunkt.
  • 3,5 Jahre
  • ca. 1.304 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss oder Hochschulreife
Dauer 3,5 Jahre

3,5 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.304 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Gesellenprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Gold- und Silberschmiedewerkstätten, Schmuckmanufakturen, Ateliers, Restaurierungsbetrieben oder industriellen Schmuckunternehmen.

  • Entwürfe, Modelle und Kundenwünsche entwickeln
  • Edelmetalle legieren, schmelzen und formen
  • Bleche, Drähte und Gussteile bearbeiten
  • Bauteile löten, schweißen und montieren
  • Oberflächen schleifen, polieren, strukturieren und prüfen
  • Schmuck und Geräte reparieren oder umarbeiten

Ein Tag als Gold- und Silberschmied/in

So läuft dein Tag

Du besprichst Auftrag, Material, Budget und Gestaltung oder arbeitest nach eigenem Entwurf. Edelmetall wird abgewogen, geschmolzen, gewalzt oder zu Draht gezogen. Danach sägst, feilst, treibst, biegst und verbindest du die Einzelteile. Oberflächen und Passungen werden immer wieder kontrolliert. Zum Schluss folgen Politur, Montage weiterer Elemente und die Abstimmung mit Kundschaft oder Edelsteinfassung.

Kundengespräch: Ein alter Ring soll ein neuer werden.

8:30 Uhr

Entwurf zeichnen, Materialbedarf und Preis berechnen.

9:30 Uhr

Sägen und Feilen: Rohform herausarbeiten.

11:00 Uhr

Löten unter der Lupe, Hitze punktgenau setzen.

13:00 Uhr

Stein fassen und Fassung sichern.

15:00 Uhr

Polieren, Punzieren und Endkontrolle.

16:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Feinste Handarbeit über Stunden, oft unter der Lupe.
  • Fehler sind teuer, weil das Material teuer ist.
  • Sehr kleiner Markt mit wenigen Ausbildungsplätzen.
  • Chemikalien und Hitze verlangen Vorsicht und Absaugung.

Besser als sein Ruf

  • Hohe tarifliche Ausbildungsvergütung für ein Kunsthandwerk.
  • Du fertigst Dinge, die Menschen ein Leben lang tragen.
  • Reparatur und Umarbeitung sichern Aufträge unabhängig von Moden.
  • Meisterpflichtiges Handwerk mit realistischer Selbstständigkeit.

Passt zu dir, wenn …

  • du Gestaltung und feinste Metallarbeit verbinden möchtest
  • du sehr genau und geduldig an Einzelstücken arbeitest
  • du wertvolle Materialien verantwortungsvoll behandelst
  • du Kundenwünsche in tragbare oder nutzbare Formen übersetzen kannst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1.304 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.378 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.489 €
  • 4. Ausbildungsjahr 1.563 €

Industrie-Tarifbeispiel für Edelmetall- und Schmuckfertigung 2026

Das Beispiel zeigt eine tarifgebundene industrielle Vergütung. Kleine handwerkliche Werkstätten können deutlich anders zahlen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung im Handwerk
  • Dauer 3,5 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Gesellenprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss oder Hochschulreife

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss oder Hochschulreife ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Kunst/Gestaltung, Mathematik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Entwürfe und Modelle entwickeln
  • Edelmetalle, Legierungen und Hilfsstoffe beurteilen
  • sägen, feilen, schmieden, treiben und gießen
  • löten, schweißen und Bauteile montieren
  • Oberflächen gestalten und veredeln
  • Reparaturen und Umarbeitungen durchführen
  • eine der beiden Fachrichtungen vertiefen

Fachrichtungen

Goldschmieden konzentriert sich stärker auf Schmuck und kleine Objekte. Silberschmieden umfasst häufig größere Gefäße, Geräte und getriebene Formen.

– Goldschmieden

– Silberschmieden

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Meister/in im Gold- und SilberschmiedehandwerkDer Meisterbrief führt zur eigenen Werkstatt mit Anfertigung, Reparatur und Verkauf.
  • Fachrichtung Schmuck oder GerätSchmuck ist der größere Markt, Gerät die seltenere Kunst: Kannen, Leuchter, Pokale.
  • RestaurierungKirchengerät und historischer Schmuck brauchen Fachleute mit ruhiger Hand.
  • Gestaltung und eigene KollektionViele arbeiten selbstständig mit eigener Handschrift und fester Kundschaft.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.300–2.800 € brutto im Monat
  • Mit Meisterbrief oder eigener Werkstatt ca. 3.000–4.500 € brutto im Monat

Die Spanne hängt am Geschäftsmodell. Werkstätten mit Reparatur und Umarbeitung stehen wirtschaftlich stabiler als reine Anfertigung.

Wusstest du?

Punzen sind der Ausweis eines Schmuckstücks: Die Feingehaltsangabe sagt, wie viel Edelmetall wirklich drinsteckt, das Meisterzeichen, wer es gemacht hat. Deshalb lässt sich bei gutem Schmuck noch nach hundert Jahren die Werkstatt bestimmen.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Gold- und Silberschmied/in?

Du fertigst Schmuck und Gerät aus Edelmetall: entwerfen, sägen, feilen, löten, treiben, fassen, polieren. Dazu kommen Reparaturen, Umarbeitungen und die Beratung der Kundschaft.

Wie viel verdient man als Gold- und Silberschmied/in?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.304 € im ersten Jahr und damit hoch für ein gestalterisches Handwerk. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich vergleichbarer Handwerksberufe, mit eigener Werkstatt an der Kundschaft.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Dreieinhalb Jahre.

Welche Fachrichtungen gibt es?

Schmuck, Gerät und Ketten.

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