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Berufsfeld Landwirtschaft, Natur & Tiere · Duale Ausbildung

Wasserbauer/in

Du hältst Flüsse, Kanäle, Küsten und wasserbauliche Anlagen funktionsfähig. Ufer, Wehre, Schleusen, Dämme und Fahrrinnen werden kontrolliert, gepflegt und mit Spezialgerät instand gesetzt.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.284 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.284 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest bei Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung, Wasserwirtschaftsämtern, Wasserverbänden, Küsten- und Hafenverwaltungen.

  • Gewässer, Ufer und Wasserbauwerke kontrollieren
  • Pegel, Strömung, Tiefen und Schäden erfassen
  • Ufer, Böschungen und Anlagen instand halten
  • Schleusen, Wehre und bewegliche Bauteile warten
  • Boote, Pontons und schwimmende Geräte einsetzen
  • Baustellen, Umweltmaßnahmen und Arbeiten dokumentieren

Ein Tag als Wasserbauer/in

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Gewässer, Ufer und Wasserbauwerke kontrollieren; Pegel, Strömung, Tiefen und Schäden erfassen; Ufer, Böschungen und Anlagen instand halten. Später kommen hinzu: Schleusen, Wehre und bewegliche Bauteile warten; Boote, Pontons und schwimmende Geräte einsetzen; Baustellen, Umweltmaßnahmen und Arbeiten dokumentieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Einsatzbesprechung und Wetterlage.

Bei Hochwasser ändert sich der Plan sofort.

6:30 Uhr

Uferbefestigung setzen: Steine einbauen, Böschung profilieren.

7:30 Uhr

Kontrollfahrt mit dem Arbeitsboot, Fahrrinne und Tonnen prüfen.

10:00 Uhr

Wartung an einem Wehr: Antrieb, Hydraulik, Dichtungen.

12:30 Uhr

Bewuchs am Deich pflegen und Schäden dokumentieren.

14:30 Uhr

Gerät reinigen, Boot vertäuen, Bericht schreiben.

16:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Draußen bei jedem Wetter, am und auf dem Wasser.
  • Körperlich schwer: Steine, Geräte, Gerüste, oft in Böschung und Schlick.
  • Bei Hochwasser ist Einsatz, auch nachts und am Wochenende.
  • Der Beruf ist kaum bekannt, und die Ausbildungsplätze liegen an Flüssen und Küsten.

Besser als sein Ruf

  • Die Ausbildungsvergütung gehört zu den höchsten überhaupt, und danach gilt Tarif mit Zusatzversorgung.
  • Hochwasserschutz ist ein Feld, das über Jahrzehnte wächst.
  • Du arbeitest an Bauwerken, die hundert Jahre stehen, und siehst sie jeden Tag.
  • Der Beruf verbindet Bau, Technik, Natur und Arbeit auf dem Wasser.

Passt zu dir, wenn …

  • du sehr viel draußen und am Wasser arbeiten möchtest
  • du Natur, Bauhandwerk und Maschinen verbinden kannst
  • du schwimmen kannst und Wassergefahren ernst nimmst
  • du im Team und bei wechselnden Wetterbedingungen zuverlässig bist

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1.284 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.337 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.382 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung im öffentlichen Dienst 2025, veröffentlicht 2026

Arbeitgeber, Tarifgebiet und aktueller Tarifstand können abweichen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung im öffentlichen Dienst
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Physik, Geografie.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Gewässer und wasserbauliche Systeme verstehen
  • Messungen an Pegeln, Tiefen und Strömungen durchführen
  • Ufer-, Böschungs- und Deckwerksarbeiten ausführen
  • Schleusen, Wehre und Bauwerke warten
  • Schwimmende Fahrzeuge und Geräte einsetzen
  • Hochwasser-, Küsten- und Umweltschutz berücksichtigen
  • Arbeitssicherheit und Dokumentation organisieren

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Wasserstraße, Küste, Fluss, Kanal, Hafen oder Gewässerunterhaltung des Ausbildungsbetriebs prägen den Alltag.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Meister/in im WasserbauDie Aufstiegsfortbildung des Berufs. Danach führst du eine Kolonne, planst Einsätze und verantwortest Bauwerke.
  • Deich- und HochwasserschutzKlimaanpassung heißt hier: höher, breiter, mehr Rückhalt. Ein Arbeitsfeld, das über Jahrzehnte wächst.
  • Schleusen- und WehrtechnikBewegliche Bauwerke brauchen Wartung, Steuerung und Hydraulik. Wer sich hier auskennt, ist bei Wasserstraßenverwaltungen gefragt.
  • Wasserstraßen- und SchifffahrtsverwaltungDer Bund stellt fest ein, tarifgebunden und mit Zusatzversorgung.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg im öffentlichen Dienst ca. 3.000–3.400 € brutto im Monat
  • Mit Meisterbrief oder Bauwerksverantwortung ca. 3.800–4.700 € brutto im Monat

Die meisten Stellen liegen bei der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung, bei Ländern oder Verbänden, deshalb ist die Bezahlung tariflich geregelt. Erschwernis- und Bereitschaftszulagen kommen dazu.

Wusstest du?

Zum Beruf gehört Arbeit von Booten und Schwimmgeräten aus. Viele Ausbildungsbetriebe stellen deshalb den Bootsführerschein. Er ist Handwerkszeug wie die Wasserwaage.

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Unternehmen mit diesem Beruf

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Wasserbauer/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung im öffentlichen Dienst bei rund 1.280 € im ersten Jahr und damit weit über dem Durchschnitt. Nach der Ausbildung richtet sich das Gehalt nach dem TVöD.

Was macht ein/e Wasserbauer/in?

Du baust und unterhältst Bauwerke am und im Wasser: Ufer sichern, Deiche pflegen, Schleusen und Wehre warten, Gewässer räumen, Fahrrinnen unterhalten und bei Hochwasser im Einsatz sein.

Arbeite ich auf dem Wasser?

Ja, unter anderem. Arbeitsboote, Schwimmbagger und Pontons gehören dazu, und der Bootsführerschein wird in vielen Betrieben gestellt.

Ist der Beruf gefährlich?

Wasser ist gefährlich, deshalb sind Rettungsweste, Sicherungsposten und Unterweisungen Vorschrift. Wer sich daran hält, arbeitet sicher.

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