Zum Inhalt springen

Berufsfeld Planung & Vermessung · Schulische Ausbildung

Technische/r Assistent/in - Bautechnik

In dieser Ausbildung arbeitest du an Bauplanung, Konstruktion, Vermessung und Baustoffe. Theorie, praktische Übungen und Praxiseinsätze greifen ineinander – der genaue Ablauf hängt bei landesrechtlichen Bildungsgängen von Bundesland und Schule ab.
  • 2 Jahre
  • Meist ohne Vergütung
Dauer 2 Jahre

2 Jahre

Dauer der Ausbildung

Meist ohne Vergütung

Finanzierung der schulischen Ausbildung

Staatlich anerkannt

Abschluss der schulischen Ausbildung

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in technischen Laboren, Entwicklungsabteilungen, Planungsbüros, Werkstätten oder industriellen Unternehmen.

  • technische Anforderungen und Unterlagen prüfen
  • Schaltungen, Konstruktionen oder Systeme planen
  • Bauteile, Geräte oder Versuchsstände aufbauen
  • Messungen und Funktionsprüfungen durchführen
  • Software, CAD oder Steuerungen einsetzen
  • Ergebnisse auswerten und technische Dokumentation erstellen

Ein Tag als Technische/r Assistent/in - Bautechnik

So läuft dein Tag

Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um Bauplanung, Konstruktion, Vermessung und Baustoffe, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.

Unterricht in Baukonstruktion.

Wandaufbauten, Wärmeschutz, Anschlüsse.

8:00 Uhr

CAD-Übung.

Ein Grundriss aus der Vorwoche wird um Schnitt und Ansicht ergänzt.

9:45 Uhr

Baustoffkunde im Labor: Beton anmischen, Proben herstellen, Festigkeit prüfen.

11:30 Uhr

Mathematik und Statik.

Lastannahmen, Auflagerkräfte, Momentenverlauf.

13:30 Uhr

Projektarbeit in der Gruppe: ein kleines Gebäude vollständig durchplanen.

15:00 Uhr

Im Büro: Aufmaß auf der Baustelle, danach Eintragen in den Bestandsplan.

In der Praxisphase

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Es gibt keine Ausbildungsvergütung. Zwei Jahre müssen anders finanziert werden.
  • Der Abschluss ist weniger bekannt als eine duale Ausbildung. Manche Betriebe müssen ihn sich erklären lassen.
  • Ohne eigenen Betrieb im Rücken musst du dir die Praxis in den Praxisphasen selbst holen.
  • Schule bleibt Schule: Prüfungen, Noten und Stundenplan statt Betriebsalltag.

Besser als sein Ruf

  • In zwei Jahren bekommst du einen Berufsabschluss und häufig die Fachhochschulreife dazu.
  • Du lernst breiter als in einem einzelnen Betrieb: Konstruktion, Statik, Baustoffe, Bauphysik, CAD.
  • Der Weg ins Studium ist damit offen, ohne dass du dafür ein Jahr verlierst.
  • Bauämter, Büros und Bauunternehmen suchen Leute, die Pläne lesen und Aufmaße machen können.

Passt zu dir, wenn …

  • du Mathematik und Technik praktisch anwenden möchtest
  • du digitale Planung und Versuche verbinden kannst
  • du sehr genau misst und dokumentierst
  • du technische Fehler gerne systematisch löst

Gehalt und Ausbildung

Was die Ausbildung kostet

Finanzierung

Modell: vollzeitschulische oder fachschulische Ausbildung mit Praktika Ausbildungsvergütung: meist keine laufende Ausbildungsvergütung; Praxisphasen können im Einzelfall bezahlt sein Schulgeld: öffentliche Schulen häufig schulgeldfrei; private Schulen können Gebühren verlangen Förderung: Schüler-BAföG, Aufstiegs-BAföG oder Landesförderung können je nach Bildungsgang möglich sein

Kosten und Förderung unterscheiden sich nach Bundesland, Schule und persönlicher Situation.

Ausbildung im Überblick

  • Art Vollzeitschulische Ausbildung mit verpflichtenden Praxisphasen
  • Regelung Landesrechtlich geregelt
  • Dauer Landesabhängig meist 24 Monate
  • Lernorte Schule und Praxis
  • Prüfung Staatlich anerkannter Abschluss
  • Schulabschluss Meist mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Dauer: landesabhängig meist 24 Monate; kombinierte Bildungsgänge können länger dauern

Meistens brauchst du einen mittleren Schulabschluss. Gute Kenntnisse in Mathematik, Technik oder Informatik helfen dir.

Zugang, Dauer, Abschlussbezeichnung und Schulangebot können sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.

Lernorte: Berufsfachschule oder Fachschule sowie Praktikums- beziehungsweise Praxiseinrichtungen

Praxisanteil: verpflichtende Praktika oder Praxisphasen sind Bestandteil; Umfang ist schul- und landesabhängig

Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt

Was du lernst

  • Mathematik, Physik und technische Grundlagen anwenden
  • technische Zeichnungen oder Schaltpläne erstellen
  • Bauteile und Systeme aufbauen
  • Mess- und Prüfgeräte bedienen
  • CAD, Programmierung oder Steuerung nutzen
  • Fehler systematisch eingrenzen
  • Projekte und Ergebnisse dokumentieren

Ausbildungsvarianten

Der Bildungsgang ist bereits als eigenes schulisches Berufsprofil geführt. Inhalte, Schwerpunkte und Zusatzabschlüsse können sich bei landesrechtlichen Ausbildungen nach Bundesland und Schule unterscheiden.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Einstieg in ein PlanungsbüroDer übliche erste Schritt: Architektur- und Ingenieurbüros stellen technische Assistenten für Zeichnung, Aufmaß und Ausschreibung ein.
  • Techniker/in für BautechnikMit Berufserfahrung führt der Weg über die Fachschule in Bauleitung und Arbeitsvorbereitung. Die schulische Ausbildung wird dabei angerechnet.
  • Studium Bauingenieurwesen oder ArchitekturDie Ausbildung an einer Fachschule wird häufig zusammen mit der Fachhochschulreife angeboten. Wer sie mitnimmt, kann direkt danach studieren.
  • Öffentliche BauverwaltungBauämter und Landesbetriebe brauchen Leute, die Pläne prüfen, Aufmaße kontrollieren und Unterlagen führen. Die Stellen sind tariflich geregelt.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.400–2.900 € brutto im Monat

Weil der Abschluss schulisch ist, entscheidet der erste Betrieb stärker über das Gehalt als bei einer dualen Ausbildung. Wer die Fachhochschulreife mitgenommen hat und studiert, kommt später deutlich höher heraus. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung.

Wusstest du?

Auf jeder Zeichnung steht ein Maßstab, und trotzdem wird nie am Plan gemessen: Gebaut wird nach den eingetragenen Maßen. Ein Ausdruck verzieht sich beim Kopieren um Millimeter, die eingetragene Zahl nicht.

In deiner Nähe

Unternehmen mit diesem Beruf

Ihr Unternehmen bildet Technische/r Assistent/in - Bautechnik aus?

Zeigen Sie sich hier den passenden Bewerbern aus Ihrer Region, kostenlos.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Bekommt man als Technische/r Assistent/in - Bautechnik eine Ausbildungsvergütung?

Nein. Die Ausbildung findet an einer Fachschule statt, es gibt kein Ausbildungsgehalt. An staatlichen Schulen fällt in der Regel kein Schulgeld an, private Schulen verlangen welches. Über BAföG lässt sich die Zeit oft finanzieren.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Technische/r Assistent/in - Bautechnik?

Zwei Jahre in Vollzeit, mit verpflichtenden Praxisphasen in Betrieben. Häufig lässt sich die Fachhochschulreife gleich mit erwerben.

Was ist der Unterschied zum Bautechnischen Konstrukteur?

Der Konstrukteur lernt dual im Betrieb und bekommt eine Vergütung. Der technische Assistent lernt an einer Schule, ist danach breiter aufgestellt und im Betrieb weniger eingearbeitet.

Wo arbeitet man danach?

In Architektur- und Ingenieurbüros, bei Bauunternehmen, in Bauämtern und in der Bauzulieferindustrie.

Finde es heraus

Passt Technische/r Assistent/in - Bautechnik zu dir?

30 Fragen, rund 5 Minuten. Du siehst, wie gut der Beruf zu dir passt, und welche noch.