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Berufsfeld Elektro · Schulische Ausbildung

Elektrotechnische/r Assistent/in

In dieser Ausbildung arbeitest du an Schaltungen, Elektronik, Messtechnik und Steuerung. Theorie, praktische Übungen und Praxiseinsätze greifen ineinander – der genaue Ablauf hängt bei landesrechtlichen Bildungsgängen von Bundesland und Schule ab.
  • 2 Jahre
  • Meist ohne Vergütung
Dauer 2 Jahre

2 Jahre

Dauer der Ausbildung

Meist ohne Vergütung

Finanzierung der schulischen Ausbildung

Staatlich anerkannt

Abschluss der schulischen Ausbildung

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in technischen Laboren, Entwicklungsabteilungen, Planungsbüros, Werkstätten oder industriellen Unternehmen.

  • technische Anforderungen und Unterlagen prüfen
  • Schaltungen, Konstruktionen oder Systeme planen
  • Bauteile, Geräte oder Versuchsstände aufbauen
  • Messungen und Funktionsprüfungen durchführen
  • Software, CAD oder Steuerungen einsetzen
  • Ergebnisse auswerten und technische Dokumentation erstellen

Ein Tag als Elektrotechnische/r Assistent/in

So läuft dein Tag

Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um Schaltungen, Elektronik, Messtechnik und Steuerung, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.

Elektrotechnik-Unterricht: Netzwerkberechnung, Wechselstrom, Leistungsanpassung.

8:00 Uhr

Labor: Schaltung aufbauen, messen, und herausfinden, warum die Messung von der Rechnung abweicht.

9:45 Uhr

Digitaltechnik und Mikrocontroller.

Programmieren gehört dazu.

11:30 Uhr

Steuerungstechnik: eine kleine SPS-Aufgabe von der Beschreibung bis zur Funktion.

13:30 Uhr

Projektarbeit: ein Gerät aufbauen, prüfen und dokumentieren.

15:00 Uhr

Im Betrieb: Messreihen aufnehmen und einen Prüfaufbau betreuen.

In der Praxisphase

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Es gibt keine Ausbildungsvergütung. Zwei Jahre müssen anders finanziert werden.
  • Der Abschluss ist im Betrieb weniger bekannt als der Elektroniker, und das musst du erklären.
  • Mathematik und Elektrotechnik sind anspruchsvoll, und daran scheitern einige.
  • Ohne Betriebserfahrung fehlt dir am Anfang die Routine, die duale Kollegen mitbringen.

Besser als sein Ruf

  • Zwei Jahre, ein Berufsabschluss und häufig die Fachhochschulreife dazu.
  • Du lernst breiter und theoretischer, und das zahlt sich im Studium aus.
  • Elektrotechnik ist ein Feld mit dauerhaftem Fachkräftemangel.
  • Der Weg über Techniker oder Studium ist kürzer als aus einer dualen Ausbildung heraus.

Passt zu dir, wenn …

  • du Mathematik und Technik praktisch anwenden möchtest
  • du digitale Planung und Versuche verbinden kannst
  • du sehr genau misst und dokumentierst
  • du technische Fehler gerne systematisch löst

Gehalt und Ausbildung

Was die Ausbildung kostet

Finanzierung

Modell: vollzeitschulische oder fachschulische Ausbildung mit Praktika Ausbildungsvergütung: meist keine laufende Ausbildungsvergütung; Praxisphasen können im Einzelfall bezahlt sein Schulgeld: öffentliche Schulen häufig schulgeldfrei; private Schulen können Gebühren verlangen Förderung: Schüler-BAföG, Aufstiegs-BAföG oder Landesförderung können je nach Bildungsgang möglich sein

Kosten und Förderung unterscheiden sich nach Bundesland, Schule und persönlicher Situation.

Ausbildung im Überblick

  • Art Vollzeitschulische Ausbildung mit verpflichtenden Praxisphasen
  • Regelung Landesrechtlich geregelt
  • Dauer Landesabhängig meist 24 Monate
  • Lernorte Schule und Praxis
  • Prüfung Staatlich anerkannter Abschluss
  • Schulabschluss Meist mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Dauer: landesabhängig meist 24 Monate; kombinierte Bildungsgänge können länger dauern

Meistens brauchst du einen mittleren Schulabschluss. Gute Kenntnisse in Mathematik, Technik oder Informatik helfen dir.

Zugang, Dauer, Abschlussbezeichnung und Schulangebot können sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.

Lernorte: Berufsfachschule oder Fachschule sowie Praktikums- beziehungsweise Praxiseinrichtungen

Praxisanteil: verpflichtende Praktika oder Praxisphasen sind Bestandteil; Umfang ist schul- und landesabhängig

Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt

Was du lernst

  • Mathematik, Physik und technische Grundlagen anwenden
  • technische Zeichnungen oder Schaltpläne erstellen
  • Bauteile und Systeme aufbauen
  • Mess- und Prüfgeräte bedienen
  • CAD, Programmierung oder Steuerung nutzen
  • Fehler systematisch eingrenzen
  • Projekte und Ergebnisse dokumentieren

Ausbildungsvarianten

Der Bildungsgang ist bereits als eigenes schulisches Berufsprofil geführt. Inhalte, Schwerpunkte und Zusatzabschlüsse können sich bei landesrechtlichen Ausbildungen nach Bundesland und Schule unterscheiden.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Einstieg in Entwicklung oder PrüffeldBetriebe stellen elektrotechnische Assistenten für Aufbau, Messung und Prüfung von Mustern und Geräten ein.
  • Weiterbildung zum TechnikerDer Abschluss wird auf die Fachschule angerechnet, und danach stehen Planung und Projektierung offen.
  • Automatisierung und SteuerungstechnikWer sich in SPS und Antriebstechnik einarbeitet, findet in jedem Industriebetrieb Arbeit.
  • Studium ElektrotechnikViele Fachschulen bieten den Bildungsgang zusammen mit der Fachhochschulreife an. Wer sie mitnimmt, kann direkt studieren.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.700–3.200 € brutto im Monat

Die Elektroindustrie zahlt nach Tarif, und die Eingruppierung hängt an der Tätigkeit. Wer die Fachhochschulreife mitgenommen hat und studiert, kommt später deutlich höher heraus. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung.

Wusstest du?

Vor jeder Messung an einer Anlage gilt dieselbe Reihenfolge: freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit feststellen, erden und kurzschließen, benachbarte Teile abdecken. Diese fünf Schritte sind keine Empfehlung, sondern die Grundlage jeder Arbeit unter Spannung.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Bekommt man als Elektrotechnische/r Assistent/in eine Ausbildungsvergütung?

Nein. Die Ausbildung findet an einer Fachschule statt. An staatlichen Schulen fällt in der Regel kein Schulgeld an, private verlangen welches; BAföG ist möglich.

Was ist der Unterschied zwischen Elektrotechnische/r Assistent/in und Elektroniker/in?

Der Elektroniker lernt dual im Betrieb, dreieinhalb Jahre und mit Vergütung, und darf danach eigenverantwortlich arbeiten. Der Assistent lernt zwei Jahre an einer Schule, breiter und theoretischer, mit der Option auf die Fachhochschulreife.

Darf ich danach als Elektrofachkraft arbeiten?

Das entscheidet der Betrieb auf Grundlage der Qualifikation und der Einweisung. Der schulische Abschluss allein ersetzt die Berufserfahrung nicht, die dafür verlangt wird.

Wo arbeite ich danach?

In Entwicklung, Prüffeld, Fertigung und Instandhaltung, bei Herstellern von Geräten, Anlagen und Automatisierungstechnik.

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