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Berufsfeld Recht & Sicherheit · Duale Ausbildung

Servicekraft - Schutz und Sicherheit

Du schützt Gebäude, Veranstaltungen, Anlagen oder Personen und führst Kontroll- und Empfangsdienste durch. Aufmerksamkeit, klare Regeln, Kommunikation und angemessenes Handeln sind in der zweijährigen Ausbildung zentral.
  • 2 Jahre
  • ca. 1.100–1.250 € im 1. Jahr
  • Häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
Dauer 2 Jahre

2 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.100 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest bei Sicherheitsdienstleistern, in Industrieanlagen, Verkehr, Handel, Veranstaltungen, öffentlichen Gebäuden und Empfangsbereichen.

  • Schutzauftrag und Gefährdungslage prüfen
  • Zutritt, Fahrzeuge und Waren kontrollieren
  • Streifengänge und Beobachtungen durchführen
  • Besucher empfangen und Informationen geben
  • Störungen, Konflikte und Notfälle nach Vorgabe bearbeiten
  • Vorkommnisse vollständig dokumentieren und übergeben

Ein Tag als Servicekraft - Schutz und Sicherheit

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Schutzauftrag und Gefährdungslage prüfen; Zutritt, Fahrzeuge und Waren kontrollieren; Streifengänge und Beobachtungen durchführen. Später kommen hinzu: Besucher empfangen und Informationen geben; Störungen, Konflikte und Notfälle nach Vorgabe bearbeiten; Vorkommnisse vollständig dokumentieren und übergeben. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Dienstübernahme, Ausrüstung prüfen, Meldungen der Nacht lesen.

6:00 Uhr

Zugangskontrolle.

Wer hereindarf und wer nicht, steht in der Anweisung.

7:00 Uhr

Streifengang.

Türen, Zäune, Fluchtwege, Auffälligkeiten dokumentieren.

9:30 Uhr

Besucherbetreuung am Empfang.

Der freundlichste Teil des Tages.

12:00 Uhr

Alarm einer Meldeanlage prüfen und den Vorfall aufnehmen.

14:00 Uhr

Dienstbericht schreiben und übergeben.

17:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Schicht-, Nacht- und Wochenenddienst gehören von Anfang an dazu.
  • Zwei Jahre Ausbildung heißen auch: ein Abschluss, der weniger Türen öffnet als der dreijährige.
  • Viel Stehen und Gehen, oft draußen und bei jedem Wetter.
  • Die Branche hat einen Ruf, den sie sich zum Teil selbst erarbeitet hat, und den trägst du mit.

Besser als sein Ruf

  • Der Einstieg ist niedrigschwellig, und das dritte Jahr steht dir jederzeit offen.
  • Zuschläge machen die Abrechnung deutlich besser, als das Grundgehalt vermuten lässt.
  • Der Werkschutz eines Industriebetriebs ist ein guter, tarifgebundener Arbeitsplatz.
  • Der Bedarf ist stabil, unabhängig von der Konjunktur.

Passt zu dir, wenn …

  • du aufmerksam beobachtest und Regeln konsequent einhältst
  • du ruhig und respektvoll kommunizierst
  • du Schicht- und Wochenendarbeit akzeptierst
  • du Verantwortung im Team übernehmen kannst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr ab ca. 1.100 €
  • 2. Ausbildungsjahr bis ca. 1.250 €

Aktuelles Arbeitgeberbeispiel der Sicherheitswirtschaft, brutto pro Monat

Region und Tarifbindung der Sicherheitswirtschaft können zu anderen Werten führen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in der Sicherheitswirtschaft
  • Dauer 2 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Wirtschaft/Recht, Deutsch, Sport, Politik/Sozialkunde.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Rechtsgrundlagen und Sicherheitsaufträge verstehen
  • Objekte, Bereiche und Veranstaltungen kontrollieren
  • Gefahren erkennen und Maßnahmen einleiten
  • Kommunikation und Deeskalation anwenden
  • Alarm-, Leit- und Meldesysteme bedienen
  • Erste Hilfe und Brandschutz unterstützen
  • Berichte und Übergaben dokumentieren

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Objekt-, Empfangs-, Veranstaltungs-, Verkehrs- oder Revierdienst prägen die konkrete Ausbildung.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Drittes Jahr zur Fachkraft für Schutz und SicherheitDer vorgesehene nächste Schritt. Die Ausbildungsordnungen sind aufeinander abgestimmt, und das dritte Jahr bringt Recht, Technik und Planung dazu.
  • Wechsel in den WerkschutzIndustriebetriebe zahlen nach Haustarif und bieten geregelte Schichten. Der Wechsel dorthin lohnt sich fast immer.
  • LeitstellendienstWer mit Technik umgehen kann, arbeitet in der Leitstelle statt draußen: Anlagen überwachen, Alarme bewerten, Einsätze koordinieren.
  • VeranstaltungssicherheitEin eigenes Feld mit eigenen Anforderungen, in dem Erfahrung schnell zählt.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.200–2.700 € brutto im Monat
  • Nach dem dritten Jahr oder im Werkschutz ca. 2.800–3.500 € brutto im Monat

Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienst machen einen spürbaren Teil des Einkommens aus. Der Unterschied zwischen Bewachungsgewerbe und Werkschutz ist groß. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarif, Zuschlägen und dem dritten Jahr.

Wusstest du?

Servicekraft und Fachkraft für Schutz und Sicherheit sind aufeinander abgestimmt: Das dritte Jahr der Fachkraft baut direkt auf der zweijährigen Ausbildung auf, ohne dass etwas doppelt gelernt wird.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Servicekraft für Schutz und Sicherheit?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb meist zwischen rund 1.100 und 1.250 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg im Bewachungsgewerbe niedrig, im Werkschutz deutlich höher.

Wie lange dauert die Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit?

Zwei Jahre. Danach kannst du ein drittes Jahr anschließen und mit dem Abschluss Fachkraft für Schutz und Sicherheit herausgehen.

Was ist der Unterschied zur Fachkraft?

Die Servicekraft ist auf den operativen Dienst ausgerichtet: Kontrolle, Streife, Erste Angriffe, Kundenkontakt. Die Fachkraft deckt zusätzlich Rechtskunde, Sicherheitstechnik und Konzeptarbeit ab.

Brauche ich einen Schulabschluss?

Vorgeschrieben ist keiner. Betriebe achten stärker auf Zuverlässigkeit, ein einwandfreies Führungszeugnis und darauf, wie du in Konflikten auftrittst.

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