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Berufsfeld Logistik & Verkehr · Duale Ausbildung

Servicefahrer/in

Du lieferst Waren oder Dienstleistungen direkt zu Kundinnen und Kunden. Tourenplanung, Fahrzeug, Beladung, Übergabe, Belege und freundlicher Service gehören in der zweijährigen Ausbildung zusammen.
  • 2 Jahre
  • ca. 825–1.270 € im 1. Jahr
  • Häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
Dauer 2 Jahre

2 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 825 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest bei Lieferdiensten, Lebensmittel- und Getränkelogistik, Wäschereien, Automatenservice, Kurierunternehmen und weiteren mobilen Dienstleistern.

  • Touren, Aufträge und Lieferreihenfolge vorbereiten
  • Fahrzeug kontrollieren und Waren sicher verladen
  • Sendungen oder Produkte zum Kunden transportieren
  • Waren übergeben, Leistungen erklären und Belege bearbeiten
  • Zahlungen oder Rücknahmen nach Vorgabe abwickeln
  • Fahrzeug, Ladung und Tourdaten dokumentieren

Ein Tag als Servicefahrer/in

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Touren, Aufträge und Lieferreihenfolge vorbereiten; Fahrzeug kontrollieren und Waren sicher verladen; Sendungen oder Produkte zum Kunden transportieren. Später kommen hinzu: Waren übergeben, Leistungen erklären und Belege bearbeiten; Zahlungen oder Rücknahmen nach Vorgabe abwickeln; Fahrzeug, Ladung und Tourdaten dokumentieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Fahrzeug beladen, Reihenfolge nach Tour, Kühlkette prüfen.

5:30 Uhr

Erste Kunden beliefern, Übergabe quittieren lassen.

6:30 Uhr

Leergut und Retouren aufnehmen, Bestand am Fahrzeug abgleichen.

9:00 Uhr

Ein Kunde bestellt nach.

Aufnehmen und an die Disposition melden.

11:30 Uhr

Reklamation vor Ort klären, Ersatz aus dem Bestand geben.

13:30 Uhr

Rückkehr, Fahrzeug entladen, Abrechnung abgeben.

15:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Früher Beginn und viel Be- und Entladen.
  • Zeitfenster bei den Kunden lassen wenig Spielraum.
  • Zwei Jahre sind ein Grundberuf, kein Endpunkt.
  • Parken, Treppen und enge Innenstädte kosten Zeit und Kraft.

Besser als sein Ruf

  • Feste Tour heißt Feierabend zu Hause, anders als im Fernverkehr.
  • Du kennst deine Kundschaft und wirst dort erwartet.
  • Der Führerschein und weitere Qualifikationen kommen mit der Ausbildung.
  • Das dritte Jahr steht offen und führt zum vollen Berufskraftfahrer.

Passt zu dir, wenn …

  • du gerne unterwegs bist und Kundenkontakt magst
  • du zuverlässig mit Waren und Belegen umgehst
  • du körperlich laden und ausliefern kannst
  • du auch allein organisiert arbeitest

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 825–1.270 €
  • 2. Ausbildungsjahr 885–1.333 €

Beispielhafte Spanne des Verkehrsgewerbes 2026, brutto pro Monat

Die Vergütung hängt von Verkehrsunternehmen, Tarifgebiet und Region ab.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung im Auslieferungs- und Dienstleistungsverkehr
  • Dauer 2 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Geografie, Mathematik, Deutsch, Wirtschaft/Recht.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Touren und Kundenaufträge planen
  • Fahrzeuge und Arbeitsmittel kontrollieren
  • Waren laden und sichern
  • verkehrs- und umweltbewusst fahren
  • Kunden bedienen und Leistungen erklären
  • Belege, Zahlungen und Rücknahmen bearbeiten
  • Störungen und Reklamationen weiterleiten

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Branche und Lieferprodukt bestimmen Fahrzeug, Kundendienst und zusätzliche Serviceaufgaben.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Drittes AusbildungsjahrDer Beruf dauert zwei Jahre. Mit dem dritten Jahr wirst du Berufskraftfahrer mit vollem Abschluss.
  • Kundenbetreuung im AußendienstWer die Kundschaft kennt, verkauft und berät nebenbei. Viele Betriebe bauen darauf.
  • SpezialtourenKühltransport, Wäscheservice, Medizinprodukte: Touren mit eigenen Regeln und Nachweisen.
  • TourenplanungVom Fahrersitz in die Disposition: Wer die Strecke kennt, plant sie besser.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.300–2.700 € brutto im Monat
  • Nach dem dritten Jahr oder mit Spezialtour ca. 2.800–3.500 € brutto im Monat

Branche und Tarifbindung entscheiden. Manche Betriebe zahlen Zuschläge für frühen Beginn oder Provision für den Verkauf auf Tour.

Wusstest du?

Bei gekühlter Ware wird die Temperatur während der ganzen Tour aufgezeichnet. Die Kühlkette ist damit nachweisbar, und wenn sie einmal unterbrochen war, hilft kein Wiederherunterkühlen mehr: Die Ware gilt als nicht mehr verkehrsfähig.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Servicefahrer/in?

Du fährst Touren mit festem Kundenstamm: Ware ausliefern und abholen, Geräte tauschen, Automaten befüllen, Übergaben quittieren lassen und Kundenwünsche aufnehmen.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Servicefahrer?

Zwei Jahre. Sie kann in einem dritten Jahr zur Ausbildung als Berufskraftfahrer fortgesetzt werden.

Wie viel verdient man als Servicefahrer/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Branche bei rund 825 bis 1.270 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich vergleichbarer Fahrberufe.

Was ist der Unterschied zum Berufskraftfahrer?

Der Berufskraftfahrer fährt Transporte über weite Strecken. Der Servicefahrer betreut eine feste Tour mit Kundenkontakt, meist mit kleineren Fahrzeugen und Rückkehr am selben Tag.

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