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Berufsfeld Chemie, Pharma & Labor · Duale Ausbildung

Produktionsfachkraft Chemie

Du unterstützt die chemische Produktion, bereitest Anlagen und Rohstoffe vor und steuerst grundlegende Verfahrensschritte. Die zweijährige Ausbildung verbindet Chemie, Technik und konsequente Sicherheit.
  • 2 Jahre
  • ca. 1.167 € im 1. Jahr
  • Häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
Dauer 2 Jahre

2 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.167 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Chemie-, Lack-, Kunststoff-, Pharma-, Reinigungsmittel- und weiteren verfahrenstechnischen Produktionsbetrieben.

  • Rohstoffe und Gebinde bereitstellen
  • Produktionsanlagen vorbereiten und kontrollieren
  • Stoffe dosieren, mischen und umfüllen
  • Temperatur, Druck und weitere Werte überwachen
  • Proben nehmen und einfache Prüfungen durchführen
  • Anlagen reinigen und Produktionsdaten dokumentieren

Ein Tag als Produktionsfachkraft Chemie

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Rohstoffe und Gebinde bereitstellen; Produktionsanlagen vorbereiten und kontrollieren; Stoffe dosieren, mischen und umfüllen. Später kommen hinzu: Temperatur, Druck und weitere Werte überwachen; Proben nehmen und einfache Prüfungen durchführen; Anlagen reinigen und Produktionsdaten dokumentieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Schichtübernahme.

Anlagenstatus, offene Punkte, Sicherheitshinweise.

6:00 Uhr

Rohstoffe bereitstellen und dosieren, Chargenpapiere führen.

7:00 Uhr

Anlagenrundgang: Dichtheit, Geräusche, Temperaturen, Füllstände.

9:30 Uhr

Proben ziehen und ins Labor bringen.

12:00 Uhr

Abfüllen und Verpacken, Etiketten und Gefahrgutkennzeichnung prüfen.

14:00 Uhr

Dokumentation und Übergabe an die Nachtschicht.

17:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Schichtbetrieb von Anfang an, oft vollkontinuierlich.
  • Zwei Jahre heißen: ein Abschluss, der weniger trägt als der des Chemikanten.
  • Schutzausrüstung ist Pflicht und im Sommer unangenehm.
  • Ein großer Teil der Arbeit ist festgelegte Routine, und Eigeninitiative ist nur begrenzt gefragt.

Besser als sein Ruf

  • Schon der Einstieg liegt mit Zuschlägen über dem vieler dreijähriger Berufe.
  • Der Aufstieg zum Chemikanten ist vorgesehen und wird von den Werken meist bezahlt.
  • Die Chemieindustrie ist tarifgebunden, mit Jahresleistung und Altersvorsorge.
  • Der Einstieg ist niedrigschwellig: Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben.

Passt zu dir, wenn …

  • du Chemie und praktische Anlagenarbeit verbinden möchtest
  • du klare Sicherheits- und Arbeitsabläufe einhältst
  • du Schichtarbeit akzeptieren kannst
  • du einen zweijährigen Einstieg in die Chemieproduktion suchst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1.167 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.253 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Region, Tarifbindung und Betrieb können abweichen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in der chemischen Industrie
  • Dauer 2 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Chemie, Physik, Mathematik, Werken/Technik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Stoffeigenschaften und Gefahrstoffregeln verstehen
  • Rohstoffe bereitstellen und dosieren
  • Grundoperationen wie Mischen, Trennen und Trocknen durchführen
  • Anlagen bedienen und überwachen
  • Proben nehmen und Qualität prüfen
  • Reinigung und kleine Wartungen ausführen
  • Produktionsabläufe dokumentieren

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Das Produkt und die Anlagen des Betriebs bestimmen die konkreten Prozesse.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Aufstieg zum ChemikantenDer vorgesehene nächste Schritt. Die zweijährige Ausbildung wird angerechnet, und du steigst in das dritte Jahr des Chemikanten ein.
  • AnlagenverantwortungAuch ohne den vollen Abschluss übernimmst du mit Erfahrung eigene Anlagenteile und Schichtaufgaben.
  • Industriemeister/in ChemieMit dem Chemikantenabschluss und Berufserfahrung steht die Aufstiegsfortbildung offen.
  • Feste Stelle im WerkChemiebetriebe stellen unbefristet ein, tarifgebunden und mit Altersvorsorge.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 3.000–3.500 € brutto im Monat inklusive Schichtzuschlägen
  • Nach Aufstieg zum Chemikanten ca. 3.500–4.100 € brutto im Monat

Die Chemieindustrie zahlt nach Flächentarif, deshalb liegt schon der Einstieg über dem vieler Berufe. Frag im Bewerbungsgespräch, ob der Betrieb den Aufstieg anbietet und finanziert.

Wusstest du?

Der Beruf wurde ausdrücklich als Einstieg gebaut: Die zweijährige Ausbildung ist so zugeschnitten, dass das dritte Jahr der Chemikantenausbildung direkt darauf aufbaut.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Produktionsfachkraft Chemie?

In der Ausbildung liegt die Vergütung in tarifgebundenen Betrieben bei rund 1.170 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst mit Schichtzuschlägen bereits über dem vieler dreijähriger Berufe.

Wie lange dauert die Ausbildung zur Produktionsfachkraft Chemie?

Zwei Jahre. Sie ist so angelegt, dass du anschließend in das dritte Jahr der Chemikantenausbildung einsteigen kannst.

Was ist der Unterschied zum Chemikanten?

Die Produktionsfachkraft bedient und überwacht. Der Chemikant deckt zusätzlich Verfahrenstechnik, Störungsanalyse und Anlagenverantwortung ab.

Brauche ich einen bestimmten Schulabschluss?

Vorgeschrieben ist keiner. Betriebe achten auf Zuverlässigkeit, Sorgfalt und die Bereitschaft zur Schichtarbeit.

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