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Berufsfeld Ausbau & Gebäudetechnik · Duale Ausbildung

Parkettleger/in

Du verlegst Parkett, Holzpflaster und weitere hochwertige Holzböden. Untergrund, Holzfeuchte, Verlegemuster, Klebung und Oberflächenbehandlung entscheiden darüber, wie der Boden aussieht und wie lange er hält.
  • 3 Jahre
  • ca. 882 € im 1. Jahr
  • Häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 882 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Gesellenprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Parkettlegerbetrieben, Bodenfachunternehmen, Innenausbau oder Restaurierungsbetrieben und überwiegend direkt in Gebäuden der Kunden.

  • Räume aufmessen und Verlegemuster planen
  • Untergründe prüfen und vorbereiten
  • Parkett und Holzpflaster zuschneiden und verlegen
  • Böden kleben, nageln oder schwimmend montieren
  • Flächen schleifen, kitten, ölen oder versiegeln
  • Böden reparieren und Kunden zur Pflege beraten

Ein Tag als Parkettleger/in

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Räume aufmessen und Verlegemuster planen; Untergründe prüfen und vorbereiten; Parkett und Holzpflaster zuschneiden und verlegen. Später kommen hinzu: Böden kleben, nageln oder schwimmend montieren; Flächen schleifen, kitten, ölen oder versiegeln; Böden reparieren und Kunden zur Pflege beraten. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Raumklima messen.

Holz reagiert auf Luftfeuchte, und der Boden lebt danach jahrelang damit.

7:00 Uhr

Untergrund spachteln und grundieren.

8:00 Uhr

Parkett verlegen, Muster einhalten, Randfugen für die Ausdehnung freilassen.

10:00 Uhr

Alten Boden im Nebenraum schleifen, Körnung für Körnung.

13:00 Uhr

Poren spachteln, Staub absaugen, Oberfläche vorbereiten.

15:00 Uhr

Erste Lage Öl auftragen und einpflegen.

16:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Kniearbeit über Stunden, dazu Schleifstaub.
  • Öle und Lacke verlangen Lüftung und Schutzausrüstung.
  • Holz ist teuer: Ein falscher Zuschnitt kostet spürbar.
  • Kleine Betriebe, oft enge Terminlagen im bewohnten Objekt.

Besser als sein Ruf

  • Du arbeitest mit einem Material, das jeder im Raum sofort sieht und anfasst.
  • Aus einem grauen Altbauboden wird an zwei Tagen ein neuer.
  • Ein kleines Handwerk mit wenig Konkurrenz und Meisterpflicht.
  • Restaurierung ist eine Nische mit gutem Ruf und guten Preisen.

Passt zu dir, wenn …

  • du Holz und sichtbare Raumgestaltung magst
  • du sehr genau bei Fugen, Mustern und Anschlüssen arbeitest
  • du körperliche Arbeit auf Bodenhöhe akzeptierst
  • du Kunden freundlich zu Pflege und Nutzung berätst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 882 €
  • 2. Ausbildungsjahr 935 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.008 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Region, Tarifbindung und Betrieb können abweichen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung im Parkettleger-Handwerk
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Gesellenprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Kunst/Gestaltung, Physik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Holzarten und Parkettformen unterscheiden
  • Untergründe auf Feuchte und Ebenheit prüfen
  • Verlegemuster und Materialbedarf berechnen
  • Parkett zuschneiden und befestigen
  • Schleifmaschinen sicher einsetzen
  • Oberflächen behandeln und renovieren
  • Kunden beraten und Aufträge dokumentieren

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Betriebe können sich auf Neubau, Renovierung, historische Böden, Sportflächen oder besondere Muster konzentrieren.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Meister/in im ParkettlegerhandwerkEin meisterpflichtiges Handwerk. Der Meisterbrief führt zum eigenen Betrieb und zur Ausbildungsberechtigung.
  • Restaurierung historischer BödenAlte Tafelparkette instand zu setzen ist Facharbeit mit langer Auftragsliste und gutem Ruf.
  • OberflächentechnikÖl, Wachs, Wasserlack: Welche Oberfläche zu welcher Nutzung passt, ist eine eigene Fachkunde.
  • Verlegemuster und SonderarbeitenFischgrät, Würfel, Intarsien: gestalterische Arbeit im gehobenen Segment.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.400–2.900 € brutto im Monat
  • Mit Erfahrung oder Meisterbrief ca. 3.100–4.200 € brutto im Monat

Die Spanne hängt vom Betrieb ab. Restaurierung und gehobener Wohnungsbau liegen am oberen Ende.

Wusstest du?

Parkett wird nie fugenlos bis zur Wand verlegt: Rundum bleibt eine Randfuge, weil Holz im Winter schwindet und im Sommer quillt. Fehlt sie, drückt sich der Boden in der Mitte hoch, bei einer Fläche von wenigen Millimetern Bewegung je Meter.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Parkettleger/in?

Du verlegst Holzböden: Untergrund prüfen und vorbereiten, Parkett und Dielen verlegen, schleifen, spachteln, versiegeln oder ölen, alte Böden aufarbeiten.

Wie viel verdient man als Parkettleger/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung bei rund 882 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich vergleichbarer Ausbauhandwerke, mit Meisterbrief darüber.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Parkettleger?

Drei Jahre.

Lässt sich ein alter Parkettboden retten?

Meistens ja. Solange die Nutzschicht dick genug ist, wird geschliffen und neu behandelt statt entsorgt. Das ist ein großer Teil der Aufträge.

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