Berufsfeld Ausbau & Gebäudetechnik · Duale Ausbildung
Bodenleger/in
- 3 Jahre
- ca. 940 € im 1. Jahr
- Häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
3 Jahre
Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule
ab 940 €
Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif
Gesellen- oder Abschlussprüfung
Abschluss vor der zuständigen Kammer
Dein Job
Was du machst
Du arbeitest in Bodenverlegebetrieben, bei Raumausstattern, Fachgeschäften oder Ausbauunternehmen. Die Einsätze finden in Wohnungen, Büros, Geschäften, Schulen, Hotels oder anderen Gebäuden statt.
- Räume ausmessen und Materialbedarf berechnen
- Untergründe auf Feuchte, Ebenheit und Tragfähigkeit prüfen
- Untergründe reinigen, spachteln, schleifen und grundieren
- textile und elastische Beläge sowie Laminat und Fertigparkett verlegen
- Beläge zuschneiden, verkleben und Profile oder Sockelleisten anbringen
- Böden pflegen, instand setzen und Kunden zur Nutzung beraten
Ein Tag als Bodenleger/in
So läuft dein Tag
Beim Kunden misst du den Raum und prüfst den vorhandenen Boden. Ist er zu feucht, uneben oder rissig, musst du ihn zuerst vorbereiten. Du entfernst alte Beläge, schleifst, spachtelst und grundierst, bevor die eigentliche Verlegung beginnt. Danach planst du Verlegerichtung und Muster, schneidest Material zu und klebst oder klickst den Belag ein. Zum Schluss montierst du Profile und Sockelleisten, kontrollierst die Fläche und erklärst, wie der neue Boden gepflegt werden soll.
Untergrund prüfen und Restfeuchte messen.
Ohne Belegreife wird nicht verlegt.
Spachtelmasse aufziehen und egalisieren.
Belag akklimatisieren lassen, Verlegerichtung festlegen.
Zuschnitt und Verlegung, Nähte sauber ausbilden.
Bei elastischen Belägen Nähte fräsen und verschweißen.
Sockelleisten setzen, Fläche reinigen, Übergabe vorbereiten.
Klartext
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Knien und Bücken den ganzen Tag; die Knie sind das Berufsrisiko.
- Rollen und Ballen sind schwer und sperrig.
- Kleberdämpfe und Staub verlangen Lüftung und Schutz.
- Du bist meist das letzte Gewerk, und alle Verzögerungen davor landen bei dir.
Besser als sein Ruf
- Am Abend ist ein Raum fertig, und der Unterschied ist gewaltig.
- Verlegetechniken bei elastischen Belägen sind echtes Fachkönnen.
- Sanierung sorgt für ständige Nachfrage.
- Kleine Betriebe mit direktem Kundenkontakt und viel Eigenverantwortung.
Passt zu dir, wenn …
- du praktisch arbeitest und sichtbare Ergebnisse magst
- du bei großen Flächen trotzdem auf kleine Details achtest
- du körperlich aktiv sein und häufig auf den Knien arbeiten kannst
- du freundlich in privaten und gewerblichen Räumen auftreten kannst
Gehalt und Ausbildung
Was du verdienst
Vergütung pro Monat
- 1. Ausbildungsjahr 940 €
- 2. Ausbildungsjahr 990 €
- 3. Ausbildungsjahr 1.060 €
Tarifangabe des Bodenlegergewerbes ab 01.01.2026, brutto pro Monat
Die tatsächliche Vergütung hängt von Region, Betrieb und Tarifbindung ab. In anderen Bau- oder Ausbaubereichen können höhere Werte gelten.
Ausbildung im Überblick
- Art Duale Ausbildung in Industrie und Handwerk
- Dauer 3 Jahre
- Lernorte Unternehmen und Berufsschule
- Prüfung Gesellen- oder Abschlussprüfung vor der Kammer
- Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
Gut zu wissen
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Viele Betriebe stellen Jugendliche mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Werken/Technik und Mathematik helfen dir beim Aufmaß, Zuschnitt und Materialbedarf.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Ein Praktikum zeigt besonders gut, ob dir die körperliche Arbeit und der Umgang mit unterschiedlichen Materialien liegen.
Was du lernst
- Räume aufmessen und Materialmengen berechnen
- Verlegebedingungen und Untergründe prüfen
- Untergründe herstellen, ausgleichen und vorbereiten
- textile und elastische Bodenbeläge verlegen
- Laminat, Fertigparkett, Kork und Schichtwerkstoffe verarbeiten
- Profile, Sockelleisten und Übergänge montieren
- Böden reinigen, pflegen und instand setzen
Monoberuf
Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Betriebe können sich auf bestimmte Belagsarten, große Gewerbeflächen, Sportböden, Designbeläge oder Sanierungen konzentrieren.
Zukunft
Das kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
Viele Wege nach oben
- ObjektgeschäftBüros, Schulen, Kliniken: große Flächen mit festen Terminen und planbarer Auslastung.
- Designbeläge und VerlegetechnikenMuster, Intarsien und geschweißte Nähte bei elastischen Belägen sind Handwerk auf hohem Niveau.
- UntergrundsanierungAlte Böden vorbereiten, spachteln und egalisieren ist oft der aufwendigere Teil und ein eigenes Fachwissen.
- Meisterprüfung im ParkettlegerhandwerkWer weitergehen will, kann über das verwandte Parkettlegerhandwerk einen Meisterbrief anschließen.
Nach der Ausbildung
- Einstieg ca. 2.400–2.900 € brutto im Monat
- Mit Erfahrung oder im Objektgeschäft ca. 3.000–3.900 € brutto im Monat
Die Spanne hängt stark am Betrieb: Objektfirmen zahlen anders als kleine Fachgeschäfte. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung.
Wusstest du?
Elastische Beläge werden nicht nur gestoßen, sondern verschweißt: Die Naht wird ausgefräst und mit einer Schweißschnur aus demselben Material gefüllt. Danach ist die Fläche wasserdicht. Der Grund, warum Linoleum in Krankenhäusern liegt.
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Häufige Fragen
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Bodenleger/in?
Du verlegst Bodenbeläge: Untergrund prüfen, spachteln und grundieren, Teppich, PVC, Linoleum, Designbeläge und Laminat zuschneiden und verlegen, Sockel und Übergänge setzen.
Wie viel verdient man als Bodenleger/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung bei rund 940 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich vergleichbarer Ausbauhandwerke.
Was ist der Unterschied zum Parkettleger?
Der Parkettleger arbeitet mit Holz und schleift und versiegelt. Der Bodenleger deckt die übrigen Beläge ab: textil, elastisch, Laminat.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Bodenleger?
Drei Jahre.
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